Maximale Produktivität: Was bieten iOS, Android und Windows Phone im Arbeitsalltag?

Maximale Produktivität: Was bieten iOS, Android und Windows Phone im Arbeitsalltag?

Smartphones und Tablets sind aus der heutigen modernen Welt nicht mehr wegzudenken: die Technikkraftprotze vereinen mehr als zehn Gadgets in sich, erinnern an Termine und lassen auf verschiedenste Weise kommunizieren. Doch kann man auch damit gut arbeiten? Und welche Plattform lohnt sich für wen? Der Versuch eines Überblicks.

Die Dominanz ist ungebrochen: Android bestimmt nach Zahlen des US-Marktforschers IDC nach wie vor weltweit die Verkaufscharts. 82,3 Prozent der Nutzer setzen auf Geräte mit Googles Betriebssystem, gefolgt von Apples iOS mit 13,8 Prozent Marktanteil und Microsofts Windows Phone mit 2,7 Prozent.

Kein Wunder also, dass dementsprechend viele Berufstätige mit einem Samsung-Smartphone oder einem iPhone zu sehen sind, immer wieder mal aufgelockert von einem Lumia mit Windows Phone als Betriebssystem. Denn eins muss man den mittlerweile direkt zu Microsoft gehörenden Nokia-Smartphones lassen: In puncto Produktivität waren sie von Anfang an eine top Wahl.

Microsofts Business-Profis

Egal ob das Anmelden in Domänen-Netzwerken, die Nutzung einer VPN-Verbindung oder das Arbeiten mit Office-Dokumenten, aufgrund seiner Windows-Basis gelang dies selbst mit Windows-Phone-7-Geräten mühelos und ohne das Installieren zusätzlicher Programme. Die Office-Programme machten auch in ihrer Mobile-Version eine gute Figur, und mit Hilfe von E-Mail und dem integrierten Cloud-Speicher Onedrive (früher Skydrive) war der Austausch von Dokumenten mit Desktop-Rechnern ein leichtes.

Apropos OneDrive und Office: Microsoft hat in einem überraschenden Zug diese Apps auch für iOS und Android freigegeben. Vorbei ist die jahrelange Plattformexklusivität, der Redmonder Konzern möchte nun an allen mobilen Nutzern verdienen. Die Basisfunktionen sind für Privatanwender kostenlos, wer Premium-Features wie Fehlernachverfolgung haben möchte oder ein Firmenkunde ist, muss ein kostenpflichtiges Office-365-Abonnement abschließen.

Um Excel, Word und Co nutzen zu können, müssen sich Anwender mit einem Microsoft-Konto anmelden - das ist entweder eine Outlook-, Hotmail- oder Windows Live Messenger-Adresse. Danach stehen die Funktionen zur Verfügung. Daten können sowohl von Microsofts hauseigener Lösung OneDrive als auch über Apples iCloud-Online-Speicher geladen werden, zuvor wurde schon Dropbox als Datenlieferant hinzugefügt. Der Vorteil: Typische Office-Formate wie .docx werden fehlerfrei in der gewollten Formatierung dargestellt.

Apple und Google halten dagegen

Im Vergleich dazu können Apples Dienste Pages, Numbers und Keynote und Googles Online-Angebote Docs, Tabellen und Präsentationen jeweils mit einem findigen Konzept innerhalb der jeweiligen Systemfamilie überzeugen. Vor allem Apples grenzenlose Kommunikationsfunktion "Handoff" zwischen Mac OS X und iOS ist gefällig und gut gelöst, selbst wenn auch hier wie bei Microsofts Office-Apps die Funktionalität über die Nutzung des Cloud-Speichers und einer dauerhaften Online-Verbindung erzielt wird. Googles Office-Apps erlauben nur Googles Cloud-Angebot Google Drive als Online-Speicherort.

Im Gesamten ist das Office-Angebot von Windows-Geräten in puncto Umfang und Komfort nach wie vor nicht zu verachten, zumal die Outlook-App eine hervorragende Nutzbarkeit erhalten hat. Kleine Notiz am Rande: Ursprünglich war das Android- und iOS-Outlook eine App namens Acompli, Microsoft hat das Programm übernommen, umbenannt und wird es mit neuen Funktionen ergänzen, etwa PIN Lock-Support, IMAP oder dem Wipen sensibler Firmendaten, was besonders die Firmen-ITler begrüßen dürften.

Big Brother liest mit

Weniger erbaulich dürfte die Tatsache sein, dass die Server aller Cloud-Dienste in den USA stehen und sensible Daten dementsprechend leicht von US-Behörden durchleuchtet werden können. Edward Snowden warnte eindringlich vor der Nutzung der seiner Meinung nach unsicheren Dienste Dropbox, OneDrive, Google Drive und iCloud. Sollten Sie brisante Dokumente mit sensiblen Geschäftsinhalten unterwegs bearbeiten wollen, sollten Sie von einer Nutzung dieser Dienste beziehungsweise der Online-Speicherung absehen.

Apples und Googles Marktplätze vorne, Microsoft holt auf

Ansonsten bieten die App Stores von Google und Apple wie gewohnt am meisten Auswahl, allerdings hat Microsofts App Store mittlerweile kräftig nachgezogen. Adobes Photoshop Express gibt es ebenso für die Microsoft-Plattform wie auch den Notizen-Riesen Evernote, eine der mittlerweile mächtigsten und empfehlenswertesten Produktivitätsapps überhaupt. 

Dementsprechend lassen sich nur punktuell Unterschiede ausmachen, welche Plattform die beste Produktivitätserfahrung darstellt. Generell lohnt es sich, innerhalb einer Betriebssystemumgebung zu bleiben. Sprich: Wer sowohl in der Arbeit als auch unterwegs auf Apple-Produkte setzt, ist hier am komfortabelsten unterwegs. Dasselbe gilt für Windows- und Windows Phone-Geräte, die Verzahnung der Software-Angebote untereinander ermöglicht die beste Arbeitserfahrung.

Ein wenig außen vor sind ausgerechnet die Anwender von Android-Produkten. Zwar hat Google mit Chromebooks ebenfalls Desktop-Rechner am Start, allerdings finden die Geräte aufgrund mehrerer Faktoren wenig bis keine Unterstützung im Business-Umfeld. Immerhin dürften aber auch Android-Nutzer aufgrund der Vielzahl an Apps, die etwa einen gesicherten Business-Bereich auf dem Telefon einrichten lassen, ihr Telefon zum Bearbeiten von Dokumenten nutzen.

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