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Monster-Ratgeber für die erfolgreiche Initiativbewerbung

Eine Initiativbewerbung kann eine äußerst interessante Alternative zur herkömmlichen Bewerbung sein, denn so beweisen Sie Engagement und Motivation. Monster zeigt Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Monster-Ratgeber für die erfolgreiche Initiativbewerbung

Ratgeber Initiativbewerbung

Sie haben keine passende Stellenanzeige gefunden? Dann krempeln Sie die Ärmel hoch und ergreifen Sie die Initiative! Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Initiativbewerbung erfolgreich gestalten.
 

Was ist eine Initiativbewerbung? Das macht sie aus:

  • Eine Initiativbewerbung ist eine Bewerbung, die ohne vorheriges Angebot erfolgt.
  • Sie bewerben sich dabei zwar nicht auf eine konkrete Stellenausschreibung – aber dennoch auf eine konkrete Stelle.
  • Bei einer Initiativbewerbung informieren Sie sich, wie bei einer regulären Bewerbung, intensiv über das Unternehmen, bei dem Sie vorstellig werden wollen.
  • Vorheriger telefonischer Kontakt ist auch bei der Initiativbewerbung sinnvoll.

Wer gewissenhaft auf Stellenanzeigen einer Jobbörse antwortet, hat in der Regel gute Chancen, einen passenden Job zu finden. Aber wenn Sie „die Sache selbst in die Hand nehmen“, führt das oft schneller zum Ziel. Mit einer sogenannten Initiativbewerbung, auch Blindbewerbung genannt, zeigen Sie dem potenziellen Arbeitgeber, dass Sie Ihre Karriere nicht dem Zufall überlassen wollen.

„Mit einer Initiativbewerbung beweist der Bewerber, dass er seine Zukunft aktiv mitgestalten möchte“, so Oliver Beck, Personalleiter bei Michelin Deutschland. Denn wer mit Eigeninitiative und Ideen an das Projekt „berufliche Entwicklung“ geht, wird in der Regel mit derselben Tatkraft und Dynamik Projekte im Unternehmen umsetzen.

Vor der Initiativbewerbung: Informationen sammeln

Doch dieser Tatendrang sollte zielgerichtet sein. Gehen Sie bei der Auswahl der potenziellen Arbeitgeber systematisch vor. Branchenverzeichnisse, etwa  die der Industrie- und Handelskammer, einschlägige Internetportale und Networking-Seiten wie Xing oder LinkedIn sowie Fachzeitschriften können hier weiterhelfen.

Haben Sie sich für ein Unternehmen entschieden, holen Sie – wie bei einer regulären Bewerbung – zunächst Informationen ein: Wirtschaftskennziffern, Größe, Belegschaftszahlen, Standorte und so weiter. Recherchieren Sie dabei nicht nur auf der firmeneigenen Webseite, sondern nutzen Sie auch Pressemeldungen und besuchen Sie Jobmessen oder Fachmessen, auf denen sich die Firma präsentiert.

Denn bei einer Initiativbewerbung sollten Sie möglichst noch besser vertraut sein mit dem Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben, als bei einer herkömmlichen Bewerbung. „Es ist natürlich sinnvoll, wenn sich der Bewerber vorab über das Unternehmen informiert, bei dem er sich bewerben will“, erklärt Michelin-Personalreferent Herbert Sklarzyk. „Auf diese Weise haben wir bereits einige Nachwuchskräfte gefunden.“

Telefonischer Kontakt bei der Initiativbewerbung

Bevor Sie sich telefonisch an die Personalabteilung wenden, schreiben Sie sich in Stichpunkten auf, was Sie sagen und fragen wollen. Fassen Sie sich kurz und umreißen Sie präzise die Botschaften, die Sie vermitteln wollen. Ein freundliches und ruhiges Auftreten versteht sich dabei von selbst. „Wir sind immer daran interessiert, Menschen kennenzulernen, die Eigeninitiative zeigen und telefonisch Kontakt zu uns aufnehmen“, erklärt Beck.

„So können erste Fragen und Anliegen rasch und mit geringem Aufwand geklärt werden.“

Reagiert Ihr Gesprächspartner auf Ihre Initiativbewerbung interessiert, erfragen Sie, an wen Sie Ihre Bewerbung richten sollen. So haben Sie in Ihrem Anschreiben einen direkten Bezug, an den Sie anknüpfen können.

Initiativbewerbung: So bitte nicht

„Hiermit möchte ich mich um eine Stelle im kaufmännischen Bereich Ihres Hauses bewerben, da mir telefonisch gesagt wurde, dass Sie eventuell jemanden suchen. Anbei erhalten Sie meine Unterlagen. Ich könnte mir gut vorstellen, Sie zu unterstützen.“

So oder so ähnlich darf Ihr Anschreiben für eine Initiativbewerbung auf keinen Fall formuliert sein. Wieso? Es ist nicht konkret, an keinen direkten Ansprechpartner gerichtet und vor allem schlicht uninteressant. Damit landet Ihre Bewerbung gleich in der Ablage und Sie erhalten eine ebenso lapidare und inhaltslose Absage. Um einen derartigen Fauxpas zu vermeiden, haben wir für die Initiativbewerbung Musteranschreiben zusammengestellt, die Ihnen bei der Ausarbeitung helfen.

5 Tipps für das Anschreiben

1. Formulieren Sie direkt
Wecken Sie das Interesse des Lesers, indem Sie direkt sagen, was Sie wollen und was Sie zu bieten haben. Verzichten Sie dabei auf Konjunktive und Verklausulierungen.

2. Fallen Sie mit der Tür ins Haus

Nennen Sie zu Beginn Ihres Anschreibens die wichtigsten Fakten: Ihre aktuelle Position, Qualifikation und den Grund für Ihre Initiativbewerbung bei dieser Firma. Details nennen Sie dann im Lebenslauf.

3. Seien Sie konkret

Nennen Sie genau den Job, für den Sie sich bewerben, und erläutern Sie, was gerade Sie dafür auszeichnet. Erwähnen Sie dabei die Schwerpunkte Ihrer Ausbildung und/oder Ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit.

4. Fassen Sie sich kurz

Das Anschreiben sollte generell nicht länger als eine Seite sein – das gilt umso mehr für die Initiativbewerbung. Kommen Sie auf den Punkt – Detailfragen lassen sich auch noch beim Vorstellungsgespräch klären. Ihr Ziel ist es, den Personaler für Sie zu interessieren, damit er Sie überhaupt für eine Stelle in Betracht zieht.

5. Treten Sie zeitgemäß auf

Wichtig sind bei der Initiativbewerbung Formulierungen, die selbstbewusst und interessant klingen. Verzichten Sie auf überflüssige Schmeicheleien wie „Ihre Firma ist mir als die beste der Branche bekannt“ oder „ich würde mich freuen, wenn Sie mir ein wenig Ihrer geschätzten Zeit schenken würden“. Dieser Stil ist heutzutage nicht mehr angebracht.

Was gehört noch zur Initiativbewerbung?

Selbstverständlich sollten Sie das Anschreiben der Initiativbewerbung an den Ansprechpartner richten, mit dem Sie vorab telefoniert haben oder der Ihnen genannt wurde. Klären Sie möglichst auch im Vorfeld, welche Unterlagen Sie mitschicken sollen und ob eine E-Mail-Bewerbung erwünscht ist.

„Bei all dem ist vor allem eines wichtig: Authentizität“, so Gesa Krämer, die viele Jahre im Hochschulmarketing in der Industrie tätig war und heute freiberuflich im Bereich Coaching arbeitet. „Nur wer über die eigenen Stärken und Schwächen nachdenkt und ein realistisches Bild von sich hat, kann nach außen hin authentisch wirken.“