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So vermeiden Sie es, im Vorstellungsgespräch nervös zu sein

Sind Sie trotz intensiver Vorbereitung nervös? Wir zeigen Ihnen, wie Sie es schaffen, souverän und selbstbewusst ins Vorstellungsgespräch zu gehen.

So vermeiden Sie es, im Vorstellungsgespräch nervös zu sein

Souverän ins Bewerbungsgespräch

Vor dem Vorstellungsgespräch nervös zu sein, ist ganz normal. Angst vorm Vorstellungsgespräch müssen Sie aber nicht haben – wenn Sie sich richtig vorbereiten. Die wichtigsten Punkte vor dem Vorstellungsgespräch sind:

  • Informieren Sie sich vor dem Gespräch eingehend über das Unternehmen und, wenn möglich, über Ihren Gesprächspartner.
  • Besuchen Sie das Unternehmen möglichst im Vorfeld.
  • Planen Sie am Tag des Gesprächs reichlich Zeit ein und erscheinen Sie einige Zeit vor dem Gesprächstermin.
  • Tragen Sie bequeme und dennoch angemessene Kleidung.

Angst vorm Vorstellungsgespräch: Unbekanntes erzeugt Unsicherheit

Henning Scholz hatte für sein Bewerbungsgespräch reichlich Zeit eingeplant. So konnte er vorher auf dem Besucherparkplatz noch einmal die wichtigsten Fragen durchgehen. Zudem war er zehn Minuten vor Gesprächsbeginn schon am Empfang und hatte sich zuvor im Internet über seine Gesprächspartner informiert.

Damit hatte er sowohl bei der Zeitplanung als auch bei der unmittelbaren Vorbereitung für maximale Sicherheit gesorgt. Denn „Unsicherheit resultiert vor allem aus Angst vor Unwägbarkeiten“, so Doris Brenner, Karriereberaterin aus Rödermark.

Reichlich Zeit – und Ruhe

Verschwitzt, gestresst und auf den letzten Drücker angekommen – das ist ein ganz schlechter Start fürs Bewerbungsgespräch. Planen Sie genug Zeit ein, um sich in Ruhe die Beine zu vertreten, einen Kaffee zu trinken und sich Wesentliches noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, rät die Fachfrau.

Das geht am besten, wenn man sich auskennt. Wo kann ich parken? Wo muss ich mich anmelden? Brauche ich einen Besucherausweis? Und wie weit ist der Weg über das Firmengelände? Diese Fragen sollten Sie möglichst schon im Vorfeld geklärt haben.

Recherche vor Ort

Wenn der Betrieb in der Nähe ist, lohnt es sich, vor dem Termin schon einmal vorbeizuschauen, um den Pförtner nach diesen Details zu fragen und sich im Foyer umzusehen. „Wenn einen der Pförtner dann wiedererkennt und freundlich grüßt, gibt auch das Sicherheit“, so Doris Brenner.

Ist die Entfernung zu groß, reisen Sie einen Tag vorher an und bringen Sie diese Dinge in Ruhe in Erfahrung. Abends können Sie sich dann einen kleinen Eindruck von der Stadt verschaffen und, falls sich die Gelegenheit ergibt, daran im Bewerbungsgespräch anknüpfen. „Das wirkt etwas verbindlicher“, sagt die Beraterin. „Wer mit den Örtlichkeiten vertraut ist, tritt deutlich selbstsicherer auf. Das zeigt sich auch in der Körperhaltung. Man wirkt einfach souveräner.“

Die Hausaufgaben machen

Kurz vor dem Vorstellungsgespräch sind vor allem einige wenige inhaltliche Fragen wichtig. Was habe ich über mich mitgeteilt? Habe ich noch ein Ass im Ärmel, das ich nicht vergessen darf? Was will ich auf Kernfragen antworten, etwa bezüglich Stärken und Schwächen? Das sollten Sie sich kurz vor dem Gespräch noch einmal in Erinnerung rufen.

Vorher sollten Sie aber natürlich Ihre Hausaufgaben gemacht haben. Dazu gehört, dass Sie sich unmittelbar vor dem Termin noch einmal über die Firma informieren – und das nicht nur auf der Homepage des Unternehmens, sondern am besten auch bei neutralen Quellen im Internet. Außerdem sollten Sie wissen, wer Ihre Gesprächspartner sein werden.

Die Namen weiß die Sekretärin, alles Weitere lässt sich in der Regel über eine Suchmaschine im Internet finden. Wenn Sie im Vorfeld bereits einen persönlichen Kontakt zu Ihrem Gesprächspartner aufbauen konnten, ist das ebenfalls hilfreich.

Sich zu kennen heißt, sich sicher zu fühlen

„Sie müssen alle wichtigen Informationen regelrecht inhaliert haben“, sagt Michael Daub von der Outplacement Beratung München. Außerdem sollten Sie sich selbst kennen. „Wer bin ich eigentlich? Das muss vorher klar sein.“ Daub meint, dass dies einer der wichtigsten Punkte ist, um ruhig und selbstsicher ins Gespräch gehen zu können.

Sind Sie trotzdem noch sehr nervös, können Sie mit gezielter Atemtechnik Ihren Puls beruhigen: Beim Einatmen bis zehn zählen, beim Ausatmen bis zehn zählen. Das Ganze machen Sie konzentriert zehn Mal hintereinander, so Daubs Tipp.

Ein bisschen Aufregung tut gut

Eine gewisse Nervosität schadet allerdings nicht, meint Daub. Denn so ist man hellwach und besonders aufmerksam – beste Voraussetzungen für das Gespräch.
Die letzten fünf Minuten vor dem Gespräch nutzen Sie, um Ihre Kleidung und Ihr Äußeres noch einmal zu kontrollieren. Sitzt die Krawatte? Ist kein Kaffeefleck auf dem Hemd? Wenn alles passt, stellt sich oft ein Gefühl der angespannten Ruhe ein, denn man hat die Sicherheit, alles getan zu haben, um perfekt vorbereitet zu sein. Und das ist die ideale Haltung für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch.