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E-Mail, Formular oder One-Click – so kommt Deine Bewerbung an

E-Mail, Formular oder One-Click – so kommt Deine Bewerbung an

Die vier wichtigsten Bewerbungsarten einfach erklärt

Da ist sie – die Stellenanzeige, die das Herz hüpfen lässt! Natürlich möchte man den potenziellen Arbeitgeber schnellstmöglich wissen lassen, dass man die oder der Richtige für den Job ist. Aber welche Bewerbungswege gibt es eigentlich heute, was finden Kandidaten und Unternehmen am geeignetsten und was gilt es zu beachten?

Bekanntlich führen viele Wege nach Rom – oder auf den Tisch der Personaler. Die E-Mail mit Anhang, die standardisierte Formularbewerbung, die klassische schriftliche Variante per Post, die fortschrittliche One-Click Bewerbung oder sogar ganz kreative Präsentationen – an Alternativen mangelt es nicht. Allerdings haben Bewerber und Arbeitgeber meist unterschiedliche Vorstellungen, wie der optimale Bewerbungseingang aussehen sollte. Während für Unternehmen häufig der Effizienzgedanke im Vordergrund steht, suchen Bewerber nach Möglichkeiten, ihre Unterlagen so individuell wie möglich zu gestalten, um dadurch die Chance zu erhöhen aus der Menge hervorzustechen. Jede Form bietet Vor- und Nachteile, aber auch den ein oder anderen Stolperstein, den es zu berücksichtigen gilt.

 

Formularbewerbung: Der Unternehmensliebling

Die Bewerbung per Formular auf unternehmenseigenen Karriere-Webseiten hat sich in den letzten Jahren etabliert. Arbeitgeber sehen für die Zukunft einen klaren Trend hin zu dieser Bewerbungsvariante. So geben bereits drei von vier Unternehmen an, Formularbewerbungen zu bevorzugen (Quelle: Recruting Trends und Bewerbungspraxis 2016).* Das sehen die Stellensuchenden allerdings anders. Nur 7,6 Prozent freuen sich über diese Möglichkeit und nutzen sie gerne. Für 6,8 Prozent ist sie sogar ein Grund sich gar nicht erst zu bewerben. Aber man sollte sich nicht abschrecken lassen! Im Allgemeinen gilt: Wird dieser Bewerbungsweg ausdrücklich von den Unternehmen gewünscht, sollte man dem als Bewerber nachkommen. Vor allem, wenn der Job wirklich attraktiv ist (da lässt man doch keine Chance aus).

Formularbewerbung Auch, wenn die Formularbewerbung den Anschein erweckt, durch eingeschränkten Gestaltungsspielraum zu wenig Platz zur Differenzierung gegenüber anderen Kandidaten zu bieten, gibt es einfache Möglichkeiten, die Qualität der Bewerbung zu erhöhen und zu glänzen. Im Vordergrund steht hie eine: gute Vorbereitung und Sorgfältigkeit!

Die größten Fehler bei der Formularbewerbung liegen meist in der Unvollständigkeit der Angaben und Anhänge, sowie an zu vielen Tippfehlern. Hier hilft es, Zeit in die Vorbereitung zu investieren. Es lohnt sich, das auszufüllende Formular und die einzelnen Schritte erst einmal in Ruhe anzusehen, um in Erfahrung zu bringen, welche Informationen verlangt werden und vor allem, welche Anhänge man mitliefern kann. Oft ist es auch sinnvoll, die einzelnen Textbausteine offline, z.B. in Word, vorzuformulieren und dann erst in das Formular einzusetzen. Das bietet die Möglichkeit, das Rechtschreibprogram oder im besten Fall ein zweites Augenpaar über die Antworten lesen zu lassen und so unnötige Tippfehler zu vermeiden. Ein großer Vorteil der Formularbewerbung: Man kann den weiteren Verlauf der Bewerbung gut nachverfolgen und wird meist automatisch über nächste Schritte informiert.

Tipps für die Formularbewerbung:

  • Finde zu Beginn heraus, welche Informationen verlangt werden! Es gibt nichts ärgerlicheres, als eine sauber vorbereitete Bewerbung vor sich liegen zu haben, die sich dann nicht verwenden lässt.
  • Punkte durch fehlerfreie Antworten! Tippfehler lassen sich leicht vermeiden – nutze die Chance.
  • Achte auf Zeichenbegrenzungen! Vorbereitete Anschreiben oder Antworten können beim Übertragen abgeschnitten werden, da nur eine bestimmte Zeichenanzahl vorgegeben ist. Vergewissere dich, dass alles vollständig ist.

 

Bewerbung per E-Mail: Die Nummer sicher

Bewerbungsunterlagen zusammenstellen, E-Mail schreiben, Anhang dran, absenden – Bewerbungen per E-Mail sind der klare Favorit der Stellensuchenden. Für 83 Prozent der Bewerber ist diese Form der beliebteste Bewerbungskanal. Sie bietet den Freiraum, die Unterlagen selbst zu gestalten und macht es auch für Unternehmen leicht, Bewerbungen schnell und einfach an die richtigen Personen weiterzuleiten. Immerhin präferiert immer noch knapp ein Viertel der Unternehmen die Bewerbung per E-Mail.

Aber auch diese Variante hat ihre Tücken. Bewerber müssen an viele Details denken, um sich nicht gleich im Vorfeld ins Aus zu schießen. So sollte zum Beispiel in jedem Fall die Bewerbung zu einer Datei zusammen gefügt werden und auch die Größe des Anhangs sollte im Auge behalten werden. Übersteigen die vollständigen Unterlagen die Marke von drei MB, empfiehlt es sich mit Hilfe von kostenloser Software aus dem Internet, die Größe zu reduzieren oder gegebenenfalls überflüssige Unterlagen zu entfernen. Das Risiko, dass die E-Mail auf Grund des Volumens nicht ankommt, sollte man nicht eingehen.

Bewerbung per Email Aber nicht nur den Bewerbungsunterlagen, sondern auch der begleitenden E-Mail sollte die nötige Aufmerksamkeit geschenkt werden. Schließlich ist sie vor der eigentlichen Bewerbung selbst der erste direkte Kontaktpunkt mit dem potenziellen Arbeitgeber. Bereits die Betreffzeile sollte aussagekräftig und für den Empfänger leicht zuzuordnen sein. Hier besteht zwar ein wenig Raum für Kreativität, aber dass es sich um eine Bewerbung handelt und für welche Vakanz sie gedacht ist, muss klar formuliert werden. Auch die E-Mail selbst sollte kurz und formal gehalten sein. Große Begründungen und ausschweifende Romane sind fehl am Platz. Dass auch hier auf Form und Rechtschreibung geachtet werden muss, versteht sich von selbst. Achte auch auf eine seriöse E-Mail-Adresse: Partytiger112@... Würde hier durchfallen (…nur falls es hier noch Diskussionsbedarf geben sollte).

Der Nachteil bei einer Bewerbung per E-Mail ist die fehlende Möglichkeit der Nachverfolgung. Ist die E-Mail versendet, kann es manchmal länger dauern, bis eine Antwort zurückkommt. Da kann man den Spieß aber direkt wieder umdrehen, in dem man in der Mail um eine kurze Eingangsbestätigung bittet. Sollte diese nicht innerhalb von zwei bis drei Wochen eintreffen, liefert das den Grund noch einmal telefonisch nachzufragen und sich dem Personaler ins Gedächtnis zu rufen.

Tipps für die E-Mail-Bewerbung:

  • Gib deiner Bewerbung den richtigen Namen! Der Anhang sollte der offenen Stelle leicht zugeordnet werden können. Am besten kombinierst du deinen Namen und die zu besetzende Stellenbezeichnung.
  • Schicke dir die E-Mail erst mal selbst! So kannst du dich noch einmal vergewissern, ob Mail und Anhang deinen Vorstellungen entsprechen.
  • Gib deine Kontaktdaten in der E-Mail Signatur an! So erleichterst du dem Arbeitgeber sich direkt mit dir in Verbindung zu setzen.

 

Bewerbung per Post: Ein Auslaufmodell für Einzelfälle

Eine papierbasierte Bewerbung zu schicken, war lange Zeit der Standard. Heute ist es schon eine große Überraschung, wenn in der Stellenbeschreibung aufgefordert wird die Bewerbung per Post zu schicken. Nur noch ein Prozent der Unternehmen bevorzugt diese Variante. Wurden 2010 noch über ein Viertel, also 25 Prozent, der Bewerbungen in Papierform geschickt, waren es 2015 nur noch 13 Prozent - Tendenz weiter sinkend.

Bewerben per Post schrifliche BewerbungAllerdings hat die gute, alte Bewerbungsmappe noch nicht ganz ausgedient. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen nehmen noch gerne schriftliche Bewerbungen per Post entgegen, da sie den persönlichen Charakter dieser Form schätzen. Schließlich können die Vorbereitung und der Umgang des Bewerbers mit der Mappe bereits etwas über den Kandidaten aussagen. Auch wenn zusätzliche, physische Materialien die Bewerbung abrunden sollen, kann eine schriftliche Bewerbung per Post durchaus eine Alternative sein. Einen Akzent mit der Haptik zu setzen kann besonders für Bewerbungen in kreativen Branchen von Vorteil sein und den feinen Unterschied machen. Dann sollte allerdings an der Qualität nicht gespart werden, sprich gutes Papier, sauberer Druck und eine schicke Mappe sind Pflicht.

In die Kategorie „Aufmerksamkeit“ fallen auch Bewerbungen, die noch weiter aus dem Rahmen fallen, z.B. Webseiten, die man extra kreiert, Videos, die man gedreht oder Analysen, die man erstellt hat. Zwar spielen auf Unternehmensseite zum Beispiel Bewerbungsvideos zurzeit noch eine untergeordnete Rolle -  14,6 Prozent der Unternehmen sehen jedoch in diesem Bewerbungsformat eine steigende Bedeutung in der Zukunft. Und es gibt durchaus schon jetzt einige Beispiele, in denen sich ein besonderer Aufwand ausgezahlt hat!

Tipps für die schriftliche Bewerbung:

  • Achte auf die Ordnung! Bringe deine Unterlagen in die richtige Reihenfolge – Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse.
  • Ruf einfach an und frag nach! Am besten Sie erkundigen sich im Vorfeld, ob eine papierbasierte Bewerbung überhaupt gewünscht ist, bevor man zu viel Arbeit hineinsteckt.
  • Wenn, dann richtig! Solltest du dich für eine schriftliche Bewerbung per Post entscheiden, spare nicht, sondern investiere in den nötigen Feinschliff.

 

One-Click-Bewerbung: Die schnelle Lösung mit Potenzial

Eine gute Bewerbung aufzusetzen und zu gestalten ist natürlich mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden. Und da sowohl für Personaler als auch für Bewerber die Zeit oft knapp bemessen ist, sind vereinfachte und schnellere Wege der Bewerbung gefragt. Neuerdings werden immer häufiger sogenannte One-Click-Bewerbungen angeboten. Auf Karrierenetzwerken und Internet-Jobbörsen können Karriereinteressierte Kurzprofile anlegen und diese nutzen, um sich mit nur einem Mausklick auf offene Stellen zu bewerben. Und das nicht nur vom Computer, sondern auch „on-the-go“ vom Smartphone oder Tablet, was Bewerber schnell und flexibel in den Bewerbungsprozess einsteigen lässt. Monster testet zum Beispiel gerade die Möglichkeiten einer on-the-go Bewerbung, dem so genannten „Say-Hello-Apply“, um Bewerber und Personaler noch effizienter zusammenzubringen.

Drei von zehn Bewerbern sehen diese Art der Bewerbung bereits als wichtige Möglichkeit der Bewerbung an und auch die Mehrheit der Unternehmen geht davon aus, dass One-Click-Bewerbungen in der Zukunft an Bedeutung gewOne-Clicl-Bewerbunginnen.

Doch wo liegen die Tücken dieses Formats? Der standardisierte Prozess ermöglicht zwar eine vereinfachte Bearbeitung, erschwert den Bewerbern aber eventuell die individuelle Darstellung. Hinzu kommt die Schwierigkeit, dass die Kurzprofile auf den neuesten Stand gehalten werden müssen, um von der One-Click-Bewerbung Gebrauch zu machen – und das oft auf mehreren Plattformen.

Dennoch kann die One-Click Bewerbung eine interessante Alternative zu den anderen Bewerbungskanälen sein, da sie seitens der Bewerber vor allem der ersten Interessensbekundung dient und Unternehmen sich dann gezielt an Kandidaten mit einem passenden Profil wenden können – ganz unter dem Motto: „Sie finden mich interessant – hier ist meine Nummer.“

Tipps für die One-Click-Bewerbung:

  • Beachte, was gefordert ist! Da One-Click-Bewerbungen noch nicht die Regel sind, solltest du diese Alternative nur wählen, wenn sie in der Stellenbeschreibung gewünscht wird. Dann kannst du sicher sein, dass die Unternehmen darauf vorbereitet sind.
  • Vernachlässige die Sorgfalt nicht! Auch wenn es schnell geht, die Form muss stimmen. Bei Tipp- und Rechtschreibfehler wird auch hier kein Auge zu gedrückt.
  • Erläutere deine Tätigkeitsbereiche genauer in einem gut gepflegten Profil! Das ist deine Möglichkeit aufzuzeigen, dass deine Erfahrungen von großem Wert für den potenziellen Arbeitgeber sind.

 

*Alle Zahlen und Fakten in diesem Artikel stammen aus den “Recruiting Trends 2016”, einer empirischen Studie der Top 1.000 Unternehmen aus Deutschland sowie der Top 300 Unternehmen aus den Branchen Automotive, Handel und IT, und der Bewerbungspraxis 2016, einer empirischen Studie mit über 4.800 Stellensuchenden und Karriereinteressierten im Internet. Die Studien wurde von der Otto-Friedrich Universität Bamberg in Zusammenarbeit mit Monster durchgeführt.


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