7 Tipps, wie du Kinder und Homeoffice in Einklang bringst

7 Tipps, wie du Kinder und Homeoffice in Einklang bringst

Arbeit im Homeoffice mit Kindern

Ausnahmezustand: Du sollst von zu Hause arbeiten und Kitas und Schulen sind geschlossen. Vielleicht hast du es bereits selbst bereits gespürt: Homeoffice mit den Kids ist in etwa so anstrengend und komplex wie der Ultra Trail auf den Mont-Blanc. Aber keine Panik, wir haben uns mal bei unseren Monster-Kollegen, die sich in genau dieser Situation befinden, umgehört, und Tipps gesammelt, die dir helfen in dieser herausfordernden Zeit auf dem richtigen Weg zu bleiben und den Arbeitsalltag auch von zu Hause gut zu überstehen. 

 

7 Tipps für Homeoffice mit Kids

 

Tipp #1: Stelle ein paar klare Regeln auf.

 

Es muss ja nicht gleich ein ewig langer Regel-Katalog sein, aber wie immer bei einem guten Miteinander gilt es, auf sich Rücksicht zu nehmen. Zwar wissen die Kids sicherlich, dass Mama und Papa zu bestimmten Zeiten arbeiten müssen, aber sie vergessen es sicher in dem ein oder anderen Moment auch wieder.

Unser Tipp: Versuche es mit selbstgebastelten Schildern, auf denen steht „Mama/Papa arbeiten, bitte nicht stören“, die du an die Zimmertür oder an den Computer hängen kannst. Wenn die Kinder noch nicht lesen können, kannst du hier auch einfach mit klaren Farben arbeiten: Rot = „Stopp“ und Grün = „Ok, ich bin verfügbar“.

Aber seien wir realistisch, deine Kids werden diese Regeln sicher nicht sofort und von Anfang an einhalten. Und manchmal ist das verloren gegangene Legomännchen unterm Sofa für die Kleinen ein absoluter Notfall. Hier hilft nur eins: wiederholen, wiederholen und wiederholen. Bis sie es verstehen und umsetzen können. Aber eine spielerische Herangehensweise kann Wunder bewirken.

 

Tipp #2: Schmiedet einen gemeinsamen Plan.

 

Kids lieben Routine! Mehr denn je brauchen sie jetzt einen Rahmen und etwas Struktur. Am besten ist es, die bestehenden Tagesabläufe so gut es geht aufrecht zu erhalten.

Unser Tipp: Mache jeden Morgen ein kurzes „Familien-Meeting“, um den Ablauf des Tages mit deinem Partner aber auch mit deinen Kindern zu besprechen. Beziehe alle Beteiligten ein und stelle einen visuellen Zeitplan auf. Dieser kann an einem schönen Platz an einem Ort aufgehängt werden, an dem man viel Zeit gemeinsam verbringt, zum Beispiel in der Küche.

Dabei ist es allerdings wichtig daran zu denken, dass die Konzentrationsfähigkeit der Kinder gering ist und Aktivitäten häufiger mal gewechselt werden müssen. Plane auf jeden Fall auch genug Zeit ein, in der du dich ausschließlich mit den Kindern befassen kannst. Das passt gut, denn auch du brauchst regelmäßige Pausen. Nutze die Gelegenheit mit ihnen zu spielen oder ihnen 15 Minuten eine Geschichte vorzulesen. Und vor allem sei nicht zu hart mit dir selbst, wenn es mal nicht wie geplant läuft. Bestimmt klappt es am nächsten Tag besser!

 

Tipp #3 Richte dir einen Arbeitsbereich ein.

 

Du hast die Möglichkeit dich in einen separaten Raum zurückzuziehen? Jackpot!

Unser Tipp: Nutze freie Räume um einen klar definierten Arbeitsbereich einzurichten. Vielleicht muss dafür für den Moment etwas umdisponiert werden. Aber es ist natürlich eine große Erleichterung, wenn man zum Arbeiten die Tür hinter sich schließen kann (und das Schild aus Tipp #1 aufgehängt).

Und die Kleinen immer wieder daran erinnern, wann man unterbrechen darf und wann nicht. Repetition is king!

 

Tipp #4: Zu zweit? Sprich dich mit deinem Partner ab.

 

Du und dein Partner sind beide im Homeoffice? Auch hier ist die genaue Absprache essentiell, um eine Grundlage für den Tag zu schaffen.

Unser Tipp: Schaut euch während dem „Familien-Meeting“ an, welche Termine für den Tag auf der Agenda stehen und welche frei einteilbare Arbeitszeit euch jeweils zur Verfügung steht. Versucht in Zeitfenstern zu denken, die ihr für die Arbeit oder für die Kids einplanen könnt. Das können 2-stündige Zeiträume sein oder auch eine Planung in Vormittags- und Nachmittagsschichten.

Hier gilt auf jeden Fall, anders wie wir es aus dem schlauen Spruch kennen: „REDEN ist Gold!“

 

Tipp #5: Alleine mit den Kids? Beziehe sie ein und nutze die Randzeiten.

 

Die Herausforderung ist gleich doppelt so groß, wenn die Möglichkeit nicht besteht, sich auf die Unterstützung des Partners zu verlassen. Abhängig vom Alter deiner Kinder und deren Fähigkeit auf sich selbst aufzupassen, muss der bisherige Tagesablauf noch einmal völlig neu gedacht werden.

Unser Tipp: Wenn tagsüber zu viel Remmidemmi ist und du keine Möglichkeit hast konzentriert an etwas zu arbeiten, versuche die „Randzeiten“ zu nutzen. Wenn du ein Frühaufsteher bist, nutze die frühen Morgenstunden oder alternative versuche die Zeit einzuplanen, wenn die Kinder im Bett sind, um Aufgaben zu erledigen, für die du etwas Ruhe brauchst. Sollte das nicht möglich sein können dedizierte Spiel- und Arbeitsphasen helfen, den Alltag zu Hause zu strukturieren. Wichtig ist jedoch, die Kinder in diese Planung einzubeziehen und nicht müde zu werden die gesetzten Regeln zu wiederholen.

Solltest du vor dieser Herausforderung stehen, bespreche die Situation mit deinem Vorgesetzten und versucht eine Lösung für anstehende Meetings und Arbeitszeiten zu finden. Im Augenblick sitzen wir alle im gleichen Boot und das Verständnis seitens der Arbeitgeber ist hoch. Du schaffst das!

 

Tipp #6: Nutze die Schläfchen-Zeit der ganz Kleinen.

 

Die gute Nachricht ist, wenn deine Kinder noch sehr klein sind, hast du einen großen Vorteil: Die Mittagsschläfchen nehmen noch regelmäßig einen gewissen Raum im Tagesablauf ein (wenn alles gut läuft).

Unser Tipp: Nutze diese kostbare Zeit, um wichtige Telefonate zu führen und Aufgaben zu erledigen, die deine volle Aufmerksamkeit benötigen. Die restlichen Aufgaben lassen sich dann im besten Fall mit weniger Konzentration und in Zusammenarbeit mit den Kleinen wuppen.

Natürlich haben die Kinder oft ihren ganz eigenen Rhythmus und es ist und bleibt eine große Herausforderung. Aber ein bewusster Umgang mit den kurzen Pausen hilft sich den Tag etwas zu strukturieren.

 

Tipp #7: Macht “Co-Working”.

 

Sind deine Kids im schulpflichtigen Alter? Jede Schule strukturiert ihre Herangehensweise unterschiedlich: mal gibt es Online-Unterricht, manchmal Arbeitsblätter, manchmal müssen Eltern zusätzlich zu der regulären Belastung auch noch in die Rolle eines Lehrers schlüpfen.

Unser Tipp: Wie wäre es mit „Co-Working“ mit den Kindern. Setzt euch gemeinsame Zeitfenster in der Aufgaben bearbeitet werden und gestaltet eine gemeinsame Arbeitseinheit. Du arbeitest an deinen leichteren To Do‘s, die weniger Konzentration benötigen und die Kinder an ihren Schulaufgaben. Wenn die Kids Hilfe bei den Aufgaben benötigen, bist du da und ihr verbringt die Zeit gemeinsam.

Sobald die Hausaufgaben erledigt sind, kann das Programm der festgelegten Aktivitäten (Spiele, Ruhezeit, Lesen, Bildschirm-Zeit, Basteln, usw.) folgen. Hilfreich ist hier auch eine DIY-Box (Bleistifte, Farbe, Meißel, Pinsel, Kleber, Papier, Pappkarton, Schnur, Aufkleber, alte Zeitschriften usw.), die zu Kreativität einlädt.

Vergiss auch nicht, sie in das Leben des Hauses einzubeziehen. Auch kleinere Kinder schätzen es, befähigt zu werden, mitzuhelfen. Gib ihnen jeden Tag eine bestimmte Aufgabe: Spülmaschine ausräumen, Katze füttern, Hund bürsten, Müll rausbringen, usw. Weitere Tipps für die Beschäftigung zu Hause findest du auch hier.

 

Du schaffst das!

 

Kinder und Arbeit unter einen Hut bringen ist auch ohne Corona-Krise eine Herausforderung. Wir wissen, du gibst alles, um das Beste aus der Situation zu machen. You rock! Du möchtest noch weitere Tipps für deinen Arbeitsalltag erhalten? Melde dich kostenlos bei Monster an. Als Mitglied bekommst du spannende Inhalte und wertvolle Tipps für deinen Weg zum neuen Job via E-Mail zugeschickt – damit du bestens informiert und vorbereitet bist für deine nächsten Schritte.

Bleib gesund!