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Aller guten Dinge ... oder der Trend zum Drittkind und die Karriere

Aller guten Dinge ... oder der Trend zum Drittkind und die Karriere

Eltern entscheiden sich häufger für das dritte Kind

Baby Boom in Deutschland! Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes liegt der Geburtenschnitt inzwischen sogar bei 1,5 Kindern pro Frau. Die starke Geburtenrate wird viele von Euch mit einem Bekanntenkreis im Alter zwischen 30 und 45 Jahren wahrscheinlich nicht überraschen. Die Anzahl der Kinder, die bei gemeinsamen Unternehmungen dabei sind, steigt und steigt. Das liegt einerseits daran, dass es inzwischen mit den Töchtern der Babyboomer mehr potentielle Mütter gibt, andererseits aber auch an einer  Veränderung im Geburtenverhalten der Gesamtbevölkerung. Immer mehr Familien leisten sich ein drittes Kind. Tatsächlich legt die Zahl der Drittgeborenen deutlicher zu, als die der Kinder insgesamt.

 

Drittkind: Statussymbol oder die Vorliebe zu ungeraden Arrangements?

Über die Gründe für diese Entwicklung, nach Jahren der Zwei-Kind-Musterfamilie, wird viel spekuliert. Das aller guten Dinge drei sind, kann kaum als Entscheidungsgrund herhalten, obwohl die in manchen Blogs und Foren vorgebrachten Gründe, zum Beispiel das „die Wahrscheinlichkeit steigt, dass einer dabei ist, der mag, was man kocht“ oder der Hinweis, das „ungerade Arrangements einfach harmonischer sind, so rein vom Gefühl her“ auch nicht substanzieller sind. Interessanter sind da schon die Spekulationen, dass sich das dritte Kind langsam zu einem wahren Statussymbol entwickelt – sowohl in Bezug auf finanzielle Möglichkeiten, als auch auf den trendigen Drang, die eigene Leistungsfähigkeit permanent unter Beweis zu stellen. Wer drei Kinder sowie den Job unter einen Hut bringt und dabei seinen Partner und die eigenen Freizeitaktivitäten nicht vernachlässigt, kann sich im Respekt und Neid seines Umfelds sonnen.

Eltern, willkommen zurück!

Eine weitere spannende These besagt, dass sich die aktuelle Elterngeneration mit Sicherheiten und Stabilität generell deutlich weniger schwer tut, als die Vorgängergenerationen, was die Entscheidung für ein drittes Kind leichter macht. Ein handfester Grund dürften die besseren Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sein, wie der allmähliche Ausbau der  Kinderbetreuung oder die steigende Akzeptanz von Teilzeitarbeit. Das Resultat: die Mütter tun sich mit der Organisation ihres Wiedereinstiegs in den Beruf leichter. Laut Statistischem Bundesamt gehen heute 44 Prozent der Mütter mit Kindern im Alter von einem Jahr arbeiten, 2008 waren es noch 36 Prozent. Bei den Müttern von zweijährigen Kindern liegt der Anteil bei 58 Prozent gegenüber 46 Prozent in 2008. Auch das Angebot der Familienzeit hat sich etabliert. Laut einer von Monster in Auftrag gegebenen Umfrage* des Meinungsforschungsinstitutes YouGov sagen rund 70 Prozent der Befragten: Yes, parents are welcome back! Rund 14 Prozent rechnen mit einem reibungslosen Wiedereinstieg nach der Elternzeit und 57 Prozent gehen von kleinen Startschwierigkeiten aus.

 

Dass sich Familie und Beruf nicht unter einen Hut bringen lassen, glauben nur noch sieben Prozent der Familien und Freunde von Eltern. Insgesamt also keine schlechten – wenn auch noch immer keine optimalen – Voraussetzungen für den Familienzuwachs. Und wenn Ihr jetzt über ein drittes Kind nachdenkt, gibt es hier noch ein paar Tipps rund um Schwangerschaft, Elternzeit und die Karriere.


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