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Die geheime Welt des Active Sourcings

3 Wege wie du Recruiter auf dich aufmerksam machst

Die geheime Welt des Active Sourcings

Lieber von Personalern gefunden werden!

Gute Nachrichten: Bewerbungen schreiben, Anschreiben Texten und so weiter ist out. Denn Unternehmen sind so dringend auf der Suche nach Personal, dass sie selber losziehen und qualifizierte Kandidaten ansprechen – das nennt man in der Fachsprache Active Sourcing. Ist dir das auch schon mal passiert? Nein? Dann hast du unsere Tipps noch nicht gelesen.

Wir verraten, wie du Unternehmen auf dich aufmerksam machst

 

Kurze Erklärung vorne weg. Heute veröffentlichen Unternehmen, die auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind, ihre offenen Stellenanzeigen nicht nur im Web bzw. in Online-Jobbörsen. Für bestimmte Jobs gehen sie zusätzlich selbst auf die Suche in Datenbanken, in Fach-Foren oder auch auf Events. Warum? Weil sie bestimmte Qualifikationen oder Typen suchen, oder weil sie als Unternehmen vielleicht nicht so bekannt sind wie Siemens, Unilever oder die Deutsche Bahn.  Da wird es für sie schon mal schwierig, rechtzeitig jemanden zu finden. Also geben sich die Personaler richtig Mühe und wählen neue Strategien. Schon heute wird laut der aktuellen Studie Recruiting Trends 2017 schon für fast jede vierte Stelle per Active Sourcing gesucht.

Genial – denn das heißt für die Arbeitnehmer, dass die Jobsuche etwas einfacher werden kann. Viele Kandidaten wollen das auch genauso haben. Die Studie zeigt, dass heute 51,4 Prozent der Kandidaten lieber von Unternehmen direkt angesprochen werden wollen als sich selbst zu bewerben.

Jetzt geht es aber für den Kandidaten darum, sich auch auffindbar zu machen. Wir verraten dir drei Wege, wie du Unternehmen auf dich aufmerksam machen kannst.

 

1. Die Lebenslaufdatenbank

 

Das einfachste ist, deinen Lebenslauf dort verfügbar zu machen, wo die Personaler eh schon jeden Tag sind – bei den Online-Jobbörsen.  Hier kann man seinen aktuellen Lebenslauf ganz einfach in die dortige CV Datenbank hochladen (z.B. per Google Drive oder DropBox). Die Jobbörsen sorgen dafür, dass Unternehmen dann in diesen Datenbanken suchen und per gutem Matching interessante Profile gezeigt bekommen. Dann wirst du direkt über die privaten Kontaktdaten angesprochen, wenn dein Profil auf Interesse gestoßen ist  Ist besonders sicher und praktisch, denn diese CV-Databases sind extra dafür angelegt und erleichtern die Kontaktaufnahme.

Wichtig: Nutzte in deinem Lebenslauf die Möglichkeit, Fähigkeiten und Kenntnisse einzutragen. Soft-Skills, Hard-Skills, Sprachkenntnisse, Kenntnisse in speziellen Programme aber auch andere Key-Words sind wichtig. Also etwa „Budgetverantwortung“, „Projekt-Management“, „Krisenerfahrung“, „Erfolge“ machen es den Suchmaschinen sowie auch den Personalern leichter, direkt zu erfassen, werdu bist und was du kannst.

 

2. Das Karrierenetzwerk

 

Ein weiterer Weg ist die Anlage eines Profils in einem der gängigen oder einem spezialisierten Karrierenetzwerk. Wer bisher XING, LinkedIn oder für die IT-ler unter euch die diversen Fach-Communities noch nicht  auf dem Schirm hatte, sollte sich sputen. Sie sind Gold wert und ein beliebter Weg, für Recruiter nach dem neuen Kollegen oder der neuen Kollegin Ausschau zu halten. Wichtig ist das Vernetzen mit Unternehmen, Dienstleistern oder Projektpartnern. Auch ehemalige Kollegen helfen dabei. Denn – die Personalverantwortlichen fragen nach. „Ich habe hier eine tolle Position. Kennen Sie jemanden aus Ihrem Netzwerk?“. Dieses Empfehlen oder Empfehlungsmanagement ist eine große Stärke der Karriere-Plattformen. Der HR-ler fängt bei einem interessanten Referrer (Empfehler) an und schlägt sich dann weiter durch.  Auch, wer noch ganz am Anfang seiner Karriere steht und als Young Professional in den Arbeitsmarkt kommt, kann schon beginnen. Zum Beispiel mit den ehemaligen Studienkollegen oder Bekannten aus den Praktika bzw. Auslandsaufenthalten. Hier gilt: Man kann nie früh genug anfangen, sich ein berufliches Netzwerk aufzubauen. Das ist die Zukunft der Jobsuche.

 

3. Google, Google, Google

 

Spannendes Thema. Hast du dich schon Mal selbst gegoogelt? Keine Sorge, wir sprechen nicht den  Selfie-Narzissten in uns an. Sondern es geht darum, dass ein Personaler sich über potenzielle Kandidaten informiert. Das einfachste ist die Google-Suche. Und an dieser Stelle sollte man für sich checken, was man da so findet. Sind es die wilden Party-Fotos oder Urlaubsbilder? Hat man sich vielleicht ganz besonders bei sozialen Projekten engagiert oder vielleicht einen eigenen Blog? Was findet man raus, wenn man dich sucht?

So sollte es aussehen: Wir empfehlen nicht, einen komplett auf Karriere getrimmten Web-Auftritt über alle Social Media Kanäle, Netzwerke und Communities aufzubauen. Das ist das Gegenteil von authentisch. Aber man sollte seine Social Reputation zwischendurch checken. Und vielleicht an der einen oder anderen Stelle einfach die Privatsphäre-Einstellungen in Facebook und Co. prüfen. Party ist ok, aber nur für den Freundeskreis.

Und…was gefunden, mit dem man anfangen könnte? Dann wünschen wir fröhliches Zurücklehnen und der neue Job kommt vielleicht einfach per Telefon: „Hallo, ich habe Ihren Lebenslauf gefunden und war super happy. Sie würden genau in unser Team passen und wir sind begeistert von Ihnen. Wann können wir uns treffen?“

 

P.S.: Ist ein No-Brainer, aber wir sagen es lieber noch mal: Wer sich zurücklehnen und lieber gefunden werden will, sollte sich nicht komplett verstecken. Geht dahin, wo ihr euch mit euren Daten sicher fühlt. Checkt die Richtlinien und dann los!

P.P.S.: Du willst Personalern einen Gefallen tun? Dann gib ihnen Feedback, wenn sie dich anders ansprechen sollen oder ihr total begeistert seid. So können sie ihr Active Sourcing verbessern und dich zukünftig individuell und auf Augenhöhe von ihnen als Arbeitgeber und von ihrer offenen Vakanz überzeugen.


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