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Arbeiten in Norwegen, Schweden & Finnland

Fachkräfte haben gute Chancen

Arbeiten in Norwegen, Schweden & Finnland

Arbeiten in Skandinavien - Das erwartet dich!

Ärzte und Pfleger habe freie Arbeitgeberwahl in den skandinavischen Ländern Norwegen, Schweden, und Finnland. Und es gibt noch andere Vorteile, wenn man sich dafür entscheidet Arbeit in Norwegen und Co. zu suchen. Die Wohlfahrtsstaaten des Nordens sparen nicht an der Gesundheit ihrer Bürger, die dafür allerdings kräftig Steuern zahlen. Das trifft alle Beschäftigten, nicht nur die im Gesundheitswesen, denn auch andere Berufe sind im hohen Norden gefragt.


Arbeiten in Norwegen: Höchste Einkommen Europas

 

Norwegische Flagge

Wer Jobs in Norwegen sucht, kann sich auf ein gutes Gehalt freuen. Norwegens Arbeitnehmer beziehen die höchsten Einkommen in Europa: 3.400 Euro im Durchschnitt, meldet die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung. Sie zahlen aber auch die höchsten Steuern in Europa: ca. 42 Prozent ihres Einkommens geht an Abzügen wieder verloren. (Zum Vergleich: Deutschland: 39,90 Prozent, Österreich 34 Prozent)

Einen staatlich vorgeschriebenen Mindestlohn gibt es in Norwegen nicht, aber häufig haben die Gewerkschaften mit den meisten Arbeitgebern Mindestlöhne ausgehandelt. Etwa zwei Drittel der Unternehmen bieten ihren Beschäftigten außerdem geldwerte Zusatzleistungen an, und die Arbeitnehmer in Oslo verdienen ein gutes Zehntel mehr als ihre Landleute.
 

Hohe Steuersätze für "Besserverdienende"

Laut Statistikamt Norwegen verdient ein Krankenhausarzt monatlich 6.300 Euro, ein Informatiker 4.600 Euro, Pflegekräfte im Krankenhaus 4.100 Euro und Verkäufer im Einzelhandel 3.150 Euro. Ein Elektriker kommt auf 3.600 Euro, Hotelkaufleute verdienen 2.900 Euro und Köche 3.100 Euro.  Das Durchschnittseinkommen betrug im Jahr 2012 ca. 5.000 Euro. Auch in Norwegen bekommen Männer (4.745 Euro/2012) für ihre Arbeit im Schnitt mehr als Frauen (4.103 Euro/2012).


Am 1. Januar 2016 trat in Norwegen eine Steuerreform in Kraft. Die Zusatzsteuer für „Besserverdienende“, toppskatt genannt, wurde abgeschafft. Heute beträgt die Steuer auf Gehälter bis 18.000 Euro im Jahr 25 Prozent. Höhere Gehälter werden schrittweise höher besteuert bis hin zum Höchststeuersatz von 38,7 Prozent ab einem Einkommen von ca. 100.000 Euro im Jahr. Im Vergleich zur Steuer sind die Abgaben zur staatlichen Sozial- und Rentenversicherung bescheiden: Jeder Beschäftigte in Norwegen muss 7,8 Prozent seine Bruttoeinkommens abführen. Der Satz ist im Vergleich zu Deutschland so niedrig, weil die Sozialversicherung aus drei Töpfen finanziert wird: Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Steuern. In Deutschland sind es nur die beiden erstgenannten. Die Mehrwertsteuer auf die meisten Waren und Dienstleistungen in Norwegen beträgt 25 Prozent. 

 

Fachkräfte in Norwegen gesucht

Staatsangehörige aus den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums benötigen keine Arbeitserlaubnis, für Staatsbürger der neuen EU-Mitgliedstaaten gelten mitunter Übergangsregelungen. Näheres dazu bei Eures, der Auswanderungsberatung in Europa. Wer länger als 90 Tage im Land bleiben oder gar nach Norwegen auswandern will, muss sich bei der zuständigen Meldestelle registrieren lassen.

Der Arbeitsmarkt in Norwegen präsentiert sich in blendender Verfassung. Im August 2016 lag die Arbeitslosenquote bei bescheidenen 3,4 Prozent. Besonders gefragt waren 2016  Fachkräfte im Bereich Gesundheit, Pflege und Betreuung sowie im Baugewerbe und im Handwerk. Und das am besten mit Norwegisch Kenntnissen.

Auf der ENIC-NARIC-Webseite kann man sich zur Anerkennung von Diplomen informieren und erfahren, ob der Berufsabschluss in Norwegen anerkannt wird. Weitere Informationen gibt es außerdem bei der norwegischen Botschaft. Die Bewerbungsunterlagen für internationale Unternehmen können auch auf Englisch verfasst werden, doch wer gut Norwegisch spricht, hat bei der Jobsuche definitiv einen großen Vorteil.

Habt ihr Lust auf den hohen Norden? Jobs in Norwegen findest du hier.
 

Arbeiten in Schweden: Gute Prognosen

 

Schwedische Flagge

Schweden hat den Ruf, dass man dort besonders viel verdienen kann. Doch das Einkommen liegt teilweise unter dem von Deutschland. Und die Steuern sind im EU-Vergleich ebenfalls sehr hoch. Ein Trost ist, dass die Arbeitnehmer nur geringe Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen. Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit rät, genau hinzuschauen, wenn das Einkommen in Deutschland mit dem in Schweden verglichen werden soll.

Einen gesetzlichen Mindestlohn gibt es nicht, doch die Gewerkschaften haben mit den meisten Arbeitgebern Mindestlöhne ausgehandelt. Weihnachtsgeld oder ein 13. Monatsgehalt bekommen meist nur Höherverdienende, Urlaubsgeld dagegen alle Arbeitnehmer. Viele Unternehmen zahlen ihren Beschäftigten Prämien, wenn das Jahr erfolgreich war, und wer in Großstädten arbeitet, verdient meist mehr als Landbewohner. Arbeitnehmer in Stockholm haben mit Abstand die höchsten Gehälter.

Die Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung Schwedens sind gut. Nach vorläufigen Berechnungen soll die Wirtschaft 2017 um etwas über 2 Prozent wachsen und damit stärker als im EU-Durchschnitt (1,6 Prozent). Mit 6,91 Prozent im Jahr 2016 (Quelle: Statista) liegt die Arbeitslosenquote auf einem niedrigen Niveau. Zwei Drittel aller Arbeitnehmer sind in der Privatwirtschaft beschäftigt, ein Drittel in der öffentlichen Verwaltung. Jeder Vierte arbeitet weniger als 35 Stunden. Gute Beschäftigungsaussichten haben – wie in allen skandinavischen Ländern – Fachkräfte im Gesundheitswesen: Ärzte und Pflegepersonal. EU-Bürger brauchen keine Erlaubnis mehr, um in Schweden arbeiten zu dürfen, jedoch müssen sie ihren Aufenthaltsort beim Amt für Migration registrieren lassen.

Lust auf Schweden? Jobs in Schweden findest du hier.
 

Finnland: Als Auswandererland beliebt

 

Die Landessprache ist auch im Nachbarland enorm wichtig: In Finnland werden viele Ärzte, Zahnärzte, Pflegekräfte und Psychologen gesucht, außerdem Sozialarbeiter, Handelsvertreter, Facharbeiter am Bau. Dentalhygieniker und Logopäden haben ebenfalls Chancen – gute Finnisch Kenntnisse werden in allen Berufen vorausgesetzt.


Im Vergleich zu Norwegen und Schweden ist die Arbeitslosenquote mit 9,09 Prozent (Stand 2016, Quelle: Statista) relativ hoch. Jugendliche und Zuwanderer sind deutlich öfter von Arbeitslosigkeit betroffen als andere Gruppen. Dennoch ist Finnland als Auswanderland der Deutschen beliebt. Zwischen 2005 und 2014 belief sich die Zahl der deutschen Immigranten auf rund 3.700. Rund zwei Drittel aller Erwerbstätigen arbeiten im Dienstleistungssektor. Innerhalb des Industriesektors ist die Elektroindustrie, angeführt von Nokia, unangefochtener Spitzenreiter gemessen an den Arbeitsplätzen. Holz ist die wichtigste Rohstoffressource. Die Ausfuhr von Papier, Zellstoff, Schnitt- und Sperrholz macht rund ein Drittel des Gesamtexports aus.
 

Holz, High-Tech und der Euro
EU-Bürger und Schweizer können frei einreisen und drei Monate lang ohne Aufenthaltsgenehmigung im Land leben und arbeiten. Dauert das Arbeitsverhältnis länger, müssen sie eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen.

Finnland ist das einzige skandinavische Land der EU, das den Euro eingeführt hat, und High-Tech hat neben dem Rohstoff Holz eine große Bedeutung für die Wirtschaft. Im Süden Finnlands haben zahlreiche IT-Unternehmen ihre Forschungs- und Entwicklungsbereiche angesiedelt. Informatiker, Ingenieure, Physiker und Mathematiker finden hier spannende Jobs, mit dem Nachteil, dass die Einkommen im Vergleich zu Deutschland niedriger sind, die Lebenshaltungskosten dafür umso höher.
 

Ab nach Finnland? Jobs in Finnland findest du hier