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Checkliste Arbeitszeugnis

Im Arbeitszeugnis kann sich herbe Kritik verbergen - auch abseits einzelner, negativer Formulierungen. Unsere Checkliste hilft dabei, kritische Stellen ausfindig zu machen.

Lebenslauf hochladen und von Arbeitgebern gefunden werden


Von Dr. Thorsten Knobbe

Erscheinungsbild
Das Zeugnis muss grundsätzlich auf Firmenpapier im Format DIN A4 geschrieben sein und nach Datum und Einleitung die Beschreibung der Tätigkeit enthalten.

Korrekte Reihenfolge
Ein Arbeitszeugnis muss wie folgt aufgebaut sein: Datum und Einleitung, Beschreibung der Tätigkeit, Aufzählung von Fähigkeiten und Spezialkenntnissen, Leistungsbeurteilung, Bewertung des Verhaltens gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden, Gründe für die Kündigung und Dankesformel.

Geheimcode: Versteckte Fallen
Alle Formulierungen im Arbeitszeugnis klingen positiv, einige sagen aber möglicherweise das Gegenteil aus. Eine gründliche Prüfung des Zeugnisses auf Formulierungen wie "ohne Tadel" oder "umgängliche Mitarbeiterin" kann sich lohnen.

Die Nullstellentechnik: Fehlendes Lob
Wörter wie "sehr", "außerordentlich", "immer" oder "stets" füllen die sogenannten "Nullstellen" eines Zeugnisses. Wenn im Zeugnistext nicht steht, dass wichtige Tätigkeiten beständig und mit außerordentlichem oder zumindest gutem Ergebnis ausgeübt wurden, sinkt das Niveau.

Falsche Schwerpunkte: Notwendiges fehlt
Im Zeugnis fehlen zentrale Bestandteile der Tätigkeitsbeschreibung, Leistungs- oder Führungsbeurteilung. So verschweigt der Arbeitgeber etwa im Falle einer Führungskraft die Ergebnisse der Führungsleistung, bei der Chefsekretärin fehlt der Hinweis auf Selbstständigkeit, oder einem Buchhalter wird keine Zuverlässigkeit attestiert.

Betonte Selbstverständlichkeiten: Zu viel des Guten 
Kleinigkeiten, die eher am Rande mit der beschriebenen Tätigkeit zu tun haben, werden sehr stark betont. Es wird beispielsweise die perfekte Kleidung eines Außendienstmitarbeiters hervorgehoben. Das wertet die restlichen Aussagen des Zeugnisses ab.

Verneintes Gegenteil: Schwache Leistung 
Formulierungen wie "war nicht uninteressiert", "waren nicht unbedeutend" weisen auf wenig überzeugende Leistung des Arbeitnehmers hin. 

Wichtig ist der Gesamteindruck
Insgesamt bringt es wenig, einzelne Sätze herauszugreifen und isoliert einer Note zuzuweisen. Denn eine sehr gute Bewertung im Rahmen eines sonst unbefriedigenden Zeugnisses wirkt auf den zukünftigen Arbeitgeber wenig glaubhaft.

<<< Monster-Spezial: Das Arbeitszeugnis

( Bild: Thomas Durst, Fotolia.com)

 



Dr. Thorsten Knobbe
begleitet und berät jährlich mehrere Hundert Fach- und Führungskräfte bei Stellenwechsel und beruflicher Neuorientierung. Er blickt auf mehrjährige Erfahrung im Personalbereich zurück und ist derzeit als Managing Partner beim Karriere-Berater Leaderspoint.de tätig.

 

 

 

 

 

 

 


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