Bewerbung 3.0: Trends & Tipps

Bewerbung 3.0: Trends & Tipps

Bewerbung 3.0 - digital und oft sogar schon mobil

Große Hoffnungen und jede Menge Zweifel – in der Bewerbungsmappe zum Traumjob steckt meist viel mehr als Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Was anders wird: Die Bewerbung 3.0 ist digital und oft sogar schon mobil, darauf sollten sich Bewerber – und auch Arbeitgeber - einstellen.

 

Papierbewerbungen sind ein alter Hut, meint die große Mehrzahl der Unternehmen und Bewerber laut der 2017 veröffentlichten Studie „Bewerbung der Zukunft“ des Online-Karriereportals Monster und des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg. Das ist nicht wirklich überraschend, sondern bestätigt nur, was gefühlt schon längst klar ist. Aber wie sollen die Bewerbungen der Zukunft stattdessen aussehen?

 

Tschüss Anschreiben, hallo Lebenslauf

 

Nicht nur das allgemeine Format, auch das traditionelle Bewerbungs-Anschreiben steht auf dem Prüfstand. Das dürfte Bewerber freuen, denn laut der Studie macht das Anschreiben die größte Mühe. 78,5 Prozent der Unternehmen meinen zwar, dass sich Bewerber im Anschreiben von anderen abheben können, aber die Zukunft gehört dennoch dem Lebenslauf, der für 98 Prozent der befragten Unternehmen das wichtigste Auswahlkriterium bei Bewerbungen ist. Zwar wird das Anschreiben (noch) nicht völlig abgeschafft werden, aber die neuen Bewerbungswege unterstützen die Entwicklung dahingehend, dass ein Anschreiben erst im zweiten Schritt angefragt werden kann und der Lebenslauf für die erste Auswahl meist ausreicht.

 

Per Klick zum Traumjob

 

Was kommt noch in Sachen Bewerbung? Unternehmen nutzen für ihre Bewerbungsverfahren verstärkt digitale Kanäle sowie soziale und berufliche Netzwerke. Fast jedes dritte Unternehmen setzt dabei auf die eher weniger beliebte Formular-Bewerbung. Für ihren Traumjob müssen Jobsuchende also in Zukunft auch mal in den sauren Apfel beißen und Fragebögen ausfüllen.

Doch auch neue Bewerbungsformen werden immer wichtiger. Zum Beispiel die One-Klick-Bewerbung, bei der per Mausklick das Profil aus Business-Netzwerken in die Datenbank des Wunscharbeitgebers importiert wird. Das geht sogar per Handy, mobil von unterwegs aus. Rund 23 Prozent der Jobsuchenden haben diese Bewerbungsform schon einmal ausprobiert, bisher planen aber nur knapp 18 Prozent der Arbeitgeber die One-Click-Bewerbung für ihre zukünftigen Verfahren mit ein.

 

Bewerbung to go

 

Ganz auf die Bedürfnisse von Berufseinsteigern und Young Professionals ist die Bewerbung per App zugeschnitten. Für die „Jobsuche to go“ erstellen Bewerber mit wenigen Klicks ein Profil und schicken dieses per Swipe ganz einfach an die passenden Jobangebote. Ganz egal, ob aus dem Café oder der U-Bahn – auf diese Weise sind Bewerbungen jederzeit möglich. Die dafür entwickelte App von Monster ist für iOS und Android-Geräte kostenlos im jeweiligen App-Store erhältlich. 

 

Hallo, digitale Zukunft

 

Wer in Zukunft einen Job sucht oder wechseln möchte, sollte auf allen Digitalkanälen unterwegs sein. Die klassische Bewerbungsmappe hat ausgedient – an einer Präsentation des eigenen Profils in Internet-Stellenbörsen und Karriere-Netzwerken kommen Bewerber heute nicht mehr vorbei. Damit muss die eigene Bewerbung aber nicht zur standardisierten Formsache werden. Vielmehr sollte das Augenmerk darauf gerichtet werden, im Bewerbungsprozess die richtigen Nischen zu finden, um Persönliches mit einzubringen.

 

So klappt die Bewerbung 3.0

 

  • Das Kurzprofil als Chance: Bewerber sollten auf ein knackiges und aussagekräftiges Profil in Internet-Stellenbörsen, auf Karriere-Netzwerken und auch im Lebenslauf achten und dieses sorgfältig formulieren, denn damit können sie sich von der Konkurrenz abheben.

 

  • Der Lebenslauf soll beeindrucken: Gerade wenn kürzere Bewerbungsmöglichkeiten das Anschreiben eher in den Hintergrund rücken lassen, muss der Lebenslauf umso besser sein. Dazu gehört auch, dass besondere Stärken und Erfolge richtig herausgestellt werden.

 

  • Die Auswahl muss stimmen: Es erscheint einfach, alle angezeigten Stellen nach rechts zu wischen und sich überall zu bewerben. Aber es geht auch hier darum einen „perfekten Match“ zu finden – nämlich den Arbeitgeber, der am besten zum eigenen Profil passt! Hier zählt also Klasse statt Masse, denn unsinnige Bewerbungen kosten Bewerbern und vor allem dem Arbeitgeber viel Zeit.