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Bewerbungsmappen und Anlagen - die größten Bewerbungssünden

Es gibt die tollsten Bewerbungsmappen. Praktisch sind sie oft nicht. Was man bei der Gestaltung der Bewerbungsmappe falsch machen kann und wie es richtig geht.


Von Christoph Stehr

Unpraktisch


Es gibt die tollsten dreiteiligen "Altarmappen" mit den raffiniertesten Bindesystemen. Praktisch sind sie oft nicht. Schlägt man die Mappe nach links oder rechts auf, was liegt wo? Ein schlichtes Modell mit Pappdeckeln im mittleren Preissegment leistet bessere Dienste.

 

Beliebigkeit


Hier ein Zeugnis zu wenig, dort eines zu viel – das macht stutzig. Grundsätzlich soll jede Station im Lebenslauf, für die üblicherweise ein Zeugnis ausgestellt wird (Arbeitsverhältnis, Praktikum, Weiterbildung), entsprechend dokumentiert sein. Umgekehrt stören Zeugnisse, die sich nicht in den Lebenslauf einordnen lassen. Bescheinigungen über Kurzseminare oder Freizeitaktivitäten weglassen. Das Abiturzeugnis beim Berufseinstieg vorlegen, nach mehreren Jobwechseln wird es nicht mehr erwartet.

 

 

Kreuz und quer


Manche Anlagen wirken bunt zusammengewürfelt. Ein gutes Ordnungsprinzip ist es, die Reihenfolge der Stationen im Lebenslauf nachzuzeichnen. Bei Berufserfahrenen liegt dann das aktuelle, somit aussagekräftigste Arbeitszeugnis oben, da der Gliederungspunkt "Beruf" im Lebenslauf als erster kommt.

 

 

Bürokratie


Steckt jedes Blatt einzeln in einer Klarsichthülle, sieht der Personaler in Gedanken einen Bewerber mit Ärmelschonern und Stempelkarussell vor sich. Kaum ein Unternehmen verlangt noch beglaubigte Kopien. Ein Inhaltsverzeichnis für die Anlagen ist überflüssig.

 

 

Kopienschwindel


Nicht jedes Arbeitszeugnis hat Seitenzahlen und wenn mit ein wenig Schnibbelei und Klebstoff lassen sich Textblöcke umgruppieren oder gar eliminieren. Einmal auf einen guten Kopierer gelegt und fertig ist das Zeugnis ohne den Absatz mit dem entlarvenden "hat sich stets bemüht". Vorsicht, Urkundenfälschung wird bestraft!

(Bilder: Ioannis Kounadeas, Fotolia.com)



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