MEET DANIEL – Vom Reagenzglas hinter die Linse

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MEET DANIEL – Vom Reagenzglas hinter die Linse

Daniel ist glücklich als Fotograf - #followyourheart

Für viele ist das Lieblingsfach in der Schule ein Indikator, in welche Richtung der Karriereweg führen könnte. Man studiert, macht Abschlüsse, aber dann steht man oft am Ende der Ausbildung und ist sich gar nicht mehr sicher, ob das einstige Lieblingsfach auch die Erfüllung sein wird für die vielen Jahre, die noch vor einem liegen. Für Daniel war das der Moment im dem er entschied trotz der ganzen Anstrengung, die er aufgebracht hatte, um einen guten Abschluss in den Händen zu halten, seine eigentliche Leidenschaft zum Beruf zu machen. Wie das alles kam und was er dabei erkannte, erzählt er in seinem Steckbrief.

1. Meine Geschichte –  in fünf Sätzen:

Wohl behütet aufgewachsen in Osterode am Harz, verließ ich das Kleinstadtidyll, um nach dem Abitur zu studieren. Da Biologie, neben Kunst, mein liebstes Fach in der Schule war, entschied ich mich für ein Biologiestudium an der Uni Frankfurt. Dies absolvierte ich auch sehr erfolgreich, doch war ich nach dem Studium verunsicherter denn je zuvor: Möchte ich den Rest meines Lebens im Labor verbringen? Zudem hatte ich ohne Doktor vor dem Namen kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt und der Gedanke daran, weitere drei bis sechs Jahre etwas lernen und büffeln zu müssen, an dem ich längst das Interesse verloren hatte, nahmen mir jegliche Motivation. Als kurz nach dem Studium auch noch zu viele einschneidende Ereignisse in meiner Familie hinzukamen, gelangte ich an einen Punkt, an dem es mir nicht mehr möglich war auf die Vernunft zu hören – ich musste meinem Herzen folgen und orientierte mich komplett um, damit ich das machen konnte, was mich wirklich glücklich macht: Die Fotografie.

2. Meine Motivation einen Neustart zu wagen, war… 

Die Überlegung, dass ich – egal zu welchem Zeitpunkt – auf mein Leben zurückschauen können und mir sagen möchte: Ich war glücklich!

3. Unterstützt auf diesem Weg haben mich…

...(und tun dies noch immer!) meine Familie und meine Freunde sowie eigenes Durchhaltevermögen und Willensstärke.

4. Diese Hürde war für mich die Höchste:

Der Gedanke, dass das (kostenintensive) Studium bezogen auf meine zukünftige Tätigkeit tatsächlich umsonst gewesen sein soll.

5. Deshalb sollte jeder den Schritt wagen, aus der eigenen Komfortzone heraus zu gehen:

Ein guter Job wird oft gleichgesetzt mit einem guten Einkommen und Wohlstand. Oft wird man in dieses Denken „hineingedrängt“. Doch Geld ist nicht alles. Viel wichtiger ist es, die Freiheit zu haben, sich selbst verwirklichen zu können und dabei glücklich zu sein. Es sei denn, man kann Glück eines Tages mit Geld kaufen ;-)

6. In zehn Jahren sehe ich mich…

Immer noch genauso glücklich wie am heutigen Tag, mit der Gewissheit, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

7. Mein Tipp für Traumverwirklicher:

Es ist zwar vernünftig, seine Zukunft zu planen, doch in solch schnelllebigen und unsicheren Zeiten wie heute wird das immer schwieriger. Hinzu kommen Burnout und Depressionen, die immer mehr Menschen plagen. Deshalb ist es so wichtig, auf dem Weg seiner Karriere nicht (psychisch) unterzugehen. Es kann nicht sein, dass die Motivation, seinen Job weiterhin auszuüben, einzig und allein aus der Vorfreude auf die Rente besteht. Überlegt, was Euch glücklich macht, macht einen Job daraus, verdient damit genug Geld zum Leben – lebt glücklich!

Daniel hat sich getraut und ist nun als selbstständiger Fotograf tätig und es gelingt ihm die besonderen Momente festzuhalten.  Hast du auch Lust auf Jobs in der Fotografie? Wir haben da welche für euch.