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Women in Coding – Die Techettes im Interview

Women in Coding – Die Techettes im Interview

Techettes aus Frankfurt

Von wegen IT ist nur etwas für Männer! Die Powerfrauen von den Techettes aus Frankfurt beweisen hier eindeutig das Gegenteil. Sie alle sind leidenschaftliche Programmiererinnen und IT Experten und stehen erfolgreich mit beiden Beinen im Berufsleben. Wir haben mit ihnen gesprochen, um Vorurteile aus dem Weg zu räumen und andere Frauen für dieses Berufsfeld zu begeistern.

Die Techettes – das sind sechs Frauen, die sich in einer lokalen Community in Frankfurt und der Rhein-Main Region die Aufgabe gesetzt haben, Frauen den Zugang zu technischem Wissen zu ermöglichen und das kreative Potential von Tech und technischen Berufen aufzuzeigen. Sie planen Workshops und veranstalten Vorträge über relevante Themenbereiche mit engagierten, weiblichen Speakern. Männer dürfen selbstverständlich auch dabei sein – sie müssen aber in Begleitung von zwei Damen sein! Ganz klar!

 

Mal nachgefragt bei den Techettes…

 

Wie seid ihr zum Programmieren gekommen?

Da gibt es ganz unterschiedliche Geschichten bei uns. Von der kindlichen Faszination, die sich bis ins Berufsleben gehalten hat, über das Studium oder als Autodidakt nebenbei bis es zur Berufung wurde, ist alles dabei.

Was bedeutet Programmieren für euch und was macht es für euch besonders?

Programmieren ist spielerisch, kreativ und faszinierend. Man kann selbständig Ideen umsetzen und hat am Ende immer etwas Vorzeigbares. Es gibt verschiedene Wege um Probleme zu lösen und oft muss man Tüfteln bis es endlich klappt – ein tolles Gefühl. Man kann alleine Programmieren aber auch im Team und ist heutzutage ortsunabhängig.

Was hat euch inspiriert und an diesem Berufsfeld gereizt?

Da gibt es viele Aspekte, vor allem die Vielseitigkeit und die Kreativität. Wir sind allein verschiedenen Bereichen tätig, daher lässt sich das nicht so allgemein zusammenfassen. Allerdings sind wir hauptsächlich im Projektgeschäft tätig, das heißt, wir haben mit verschiedenen Menschen und ständig neuen Projekten und Herausforderungen zu tun. Inspirierend ist auch die große Community und die Möglichkeit sich ständig mit anderen Menschen auszutauschen. Ein wichtiger Aspekt sind sicherlich auch die vielen Möglichkeiten und guten Zukunftschancen.

 

„Wir wollen mehr Frauen sehen“ –  die Idee der Techettes

 

Wieso habt ihr es euch zur Aufgabe gemacht, gerade Frauen zu euren Veranstaltungen zu holen?

Da wir alle selbst in der Tech-Welt bzw. in der IT-Branche arbeiten und aktiv sind, wissen wir, wie frappierend gering in der Regel die Zahl an Frauen auf entsprechenden Veranstaltungen ist. Gleichzeitig haben wir auch alle die Erfahrung gemacht, dass Tech-Veranstaltungen eine ganz andere Atmosphäre haben, wenn mehr oder zumindest ungefähr gleich viele Frauen als Männer im Raum sind. Wir wollen bei unseren Veranstaltungen sehr bewusst eine Atmosphäre schaffen, in der sich tech-interessierte Frauen nicht als Außenseiterin und Ausnahme vorkommen sondern die Veranstaltungen als selbstverständlich und normal erleben und empfinden können. Außerdem ist es uns wichtig, Frauen einen Raum zu bieten, in dem sie sich austauschen und vernetzen können.

Was ist euch dabei besonders wichtig?

Uns ist besonders wichtig, Frauen eine Plattform zu bieten um sich Auszutauschen und mit Gleichgesinnten in Dialog treten zu können. Frauen soll bewusst werden, dass es viele Gleichgesinnte und Interessierte gibt, und sie auch in Männerdomänen wie die Technikbranche selbstbewusster auftreten können. Außerdem achten wir darauf, Frauen bei unseren Vorträgen auf die Bühne zu bringen. Damit können sie sich einen Expertenstatus erarbeiten und im besten Fall als Rollenmodelle weitere Frauen dazu inspirieren ebenfalls ihre Fachkenntnisse in einem Vortrag mit anderen zu teilen. Bei der Themenauswahl tendieren wir eher zu interdisziplinären und nicht zu fachspezifischen Vorträgen, da wir sowohl Frauen aus technischen wie auch aus anderen Bereichen für die Veranstaltungen begeistern wollen.

Wie ist die Resonanz auf euren Veranstaltungen?

Erfreulicherweise sehr gut und das motiviert uns natürlich weiter zu machen. Es ist ja meist auch gar nicht so, dass Frauen sich während Ausbildung, Studium oder später im Beruf in männerdominierten Bereichen unwohl fühlen, denn sie kennen es ja meistens gar nicht anders. Es kann sich dadurch ein ziemlicher Aha-Effekt für erstmalige Besucherinnen unserer Veranstaltungen einstellen, vor allem wenn sie schon länger im Tech-Bereich unterwegs sind. Daher versuchen wir bei jedem Event eine offene und entspannte Atmosphäre herzustellen, unter anderem auch dadurch, dass wir männliche Besucher darum bitten, in Begleitung von mindestens zwei Frauen zu kommen. Männer sollen sich dadurch nicht diskriminiert fühlen sondern sich eher als Multiplikatoren verstehen, um eben genau das Ziel zu erreichen: Mehr Frauen in die Tech-Branche zu bekommen. Zudem empfinden die meisten männlichen Besucher die weiblich geprägte Atmosphäre und die Diskussionsrunde als besondere Erfahrung, was für uns natürlich auch ein tolles Feedback ist.

 

Wollt ihr mehr über die Techettes erfahren oder habt ihr auch mal Lust an einer Veranstaltung teilzunehmen? Mehr Infos findet Ihr auf ihrer Website oder informiert euch über Facebook, welche Veranstaltungen geplant sind.