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Geld sparen im Alltag: Checkliste

Geld sparen im Alltag: Checkliste

Geld sparen im Alltag: Tipps & Checkliste (Foto: Fotolia)

Hand aufs Herz – weißt du, wie viel Geld du im Monat für Ernährung oder Kleidung ausgibst? Und bist du immer froh, wenn das nächste Gehalt eingeht, weil in der Haushaltskasse mal wieder größere Löcher klaffen? Dann wird es Zeit für ein paar Tricks und Kniffe für mehr Geld im Alltag.

Mit ein paar psychologischen Bremsen lässt sich schon beim allgemeinen Umgang mit Geld viel erreichen: Barzahlung statt Karte, eine konsequente Grenze für Spontankäufe und eine Notfallreserve von 5.000 Euro sorgen für ein sicheres Fundament. 

 

5 Tipps – So klappt’s mit dem Sparen

 

Tipp 1: Das gute, alte Haushaltsbuch

Aufpassen mit Kredite für Auto, Urlaub & Co  – wer das nicht aus dem laufenden Einkommen finanzieren kann, lebt schlicht über seine Verhältnisse. Um den Überblick über seine Alltagsfinanzen zu behalten (oder überhaupt erst zu bekommen), ist auch das gute alte Haushaltsbuch eine echte Hilfe. Allein schon die tägliche Buchführung über die Ausgaben sorgt für Klarheit, wohin das Geld fließt. Dafür gibt es mittlerweile viele hilfreiche Apps, die dies ganz einfach ermöglichen.

Für einen besseren Überblick über das verfügbare Einkommen ist es sinnvoll, alle regelmäßigen Ausgaben wie Miete, Strom, Wasser, GEZ, Telefon und so weiter per Dauerauftrag vom Girokonto abbuchen zu lassen.

 

Tipp 2: Dauerauftrag für alle regelmäßigen Zahlungen

Hierzu gehören auch Kosten, die nur einmal im Jahr anfallen, vor allem Beiträge zu wichtigen Versicherungen wie Kfz- oder Privat-Haftpflicht oder Hausratversicherung. So kommst du erstens nicht in Zahlungsverzug und du hast zweitens nur noch das Geld auf dem Konto, das du auch wirklich ausgeben kannst.

Für die meisten Arbeitnehmer dürfte die Wohnung oder das Haus der größte Ausgabenposten sein. Zwar ist die Miete festgelegt, doch dafür lohnt ein regelmäßiger Check der Strom- und Gaspreise im Internet, die Preisunterschiede machen zum Teil mehrere Hundert Euro im Jahr aus. Und im Umgang mit Strom, Wasser und Wärme lässt sich auch noch mancher Euro herausholen.

 

Tipp 3: Bewährter Trick gegen Versuchungen - der Einkaufszettel

Das gilt auch für den alltäglichen Einkauf im Supermarkt oder den Einkaufsbummel. Die beste Versicherung gegen teure Versuchungen ist ein Einkaufszettel, der konsequent abgearbeitet wird. So musst du dir schon vorab Gedanken darüber machen, was du wirklich brauchst, und vermeidest überflüssige Ausgaben und Kosten.

Auch der Blick auf Sonderangebote und Saisonware hilft dem Geldbeutel – Erdbeeren schmecken im Sommer nicht nur besser, sie sind auch wesentlich billiger als im Winter. Ähnliches gilt für Kleidung und Schuhe, die zum richtigen Zeitpunkt oft um mehr als die Hälfte billiger sind als zur Hochsaison.

 

Tipp 4: Das Urlaubskonto

Für den Urlaub empfiehlt sich ein besonderer Trick: das Budget jeden Monat per Dauerauftrag auf einem eigenen "Urlaubskonto" ansparen. So musst du dich zum einen vorab entscheiden, was der Urlaub kosten darf, und hast zum anderen im Urlaub einen klaren Überblick, wie du finanziell über die Runden kommst.

Barzahlung ist auch hier empfehlenswert, weil für Bank- und Kreditkarten oft erhebliche Auslandsgebühren fällig werden. Sollte der Urlaub am Ende doch teurer geworden sein als erwartet, müssen die Sparraten für die nächste Reise angepasst werden.

Um sich auch andere größere Wünsche erfüllen zu können, lohnt es sich grundsätzlich gewisse Beträge zur Seite zu legen. Der Sparrechner hilft dir hier weiter! 

 

Tipp 4: Vorsicht vor langfristigen Verträgen

Handyvertrag, Fitntessstudio und Co. – in der Freizeit und bei der Telekommunikation ist vor allem bei länger laufenden Verträgen Vorsicht angebracht. Viele Fitnessstudios verdienen prächtig an "Karteileichen", die in der ersten Begeisterung einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben haben und nach vier Wochen nicht mehr ins Training gehen. Ähnliches gilt für Handy- oder Internetverträge, bei denen du dir mit einer längeren Laufzeit den Wechsel in günstigere Tarife verbaust.

 

Checkliste: Richtig sparen

 

Unter dem Strich dürften fast alle Haushalte noch Luft für einen besseren Umgang mit Geld im Alltag haben. Für den Anfang ist es oft hilfreich, sich zwei oder drei Anregungen aus unserer Checkliste herauszusuchen und diese umzusetzen. Nach einiger Zeit nimmst du dir die nächsten Punkte vor, so dass du schließlich in immer mehr aus deinem Geld machen kannst.

 

Allgemeines

  • Haushaltsbuch führen
  • Grenzen für Spontankäufe setzen und einhalten
  • Barzahlung statt Karte erleichtert den Überblick über die Finanzen
  • Notfallreserve von 5.000 Euro aufbauen
  • Kredite für Konsum (Auto, Urlaub, Möbel usw.) vermeiden
  • Daueraufträge für alle festen Kosten einrichten (Miete, Nebenkosten, Strom, Wasser, Heizung und so weiter)
  • Anbieterwechsel bei Strom und Gas prüfen
  • Auch auf vermeintliche Kleinigkeiten achten (richtiges Lüften im Winter, Abschalten von Stand-by-Geräten, Nutzung von Energiesparlampen)

 

Ernährung & Kleidung

  • Vorab Einkaufszettel machen, diesen konsequent abarbeiten und sofort zur Kasse
  • Sonderangebote und saisonale Angebote nutzen
  • Kleidung und Schuhe antizyklisch kaufen, also Wintermantel im Februar statt im Oktober
  • Einmal jährlich Kleiderschrank etc. ausmisten, noch brauchbare Sachen zum Beispiel über Ebay verkaufen

 

Auto

  • Fahrgemeinschaften für Weg zur Arbeit bilden
  • Jährlich im Herbst: Angebote von Versicherungen einholen und Wechsel prüfen
  • Kurze Wege zu Fuß gehen oder Fahrrad nutzen

 

Sport, Freizeit, & Urlaub

  • Fitnessstudio etc.: erst ein paar Wochen „schnuppern“, längere Abos nur bei ausreichender Nutzung
  • Regelmäßig Mitgliedschaften in Sportvereinen, Bücherclubs usw. überprüfen
  • Urlaubsbudget auf einem eigenen Konto ansparen und einhalten
  • Frühbucherrabatte oder Last-Minute für Urlaub nutzen
  • Ab und an mal gemeinsam kochen statt essen gehen
  • Sparmöglichkeiten nutzen (zum Beispiel Happy Hour oder spezielle Kinoangebote an bestimmten Tagen)

 

Telefon, Handy, Internet

  • Für Festnetz und Internet Flatrates buchen, dabei Tarifänderungen beobachten
  • Bei länger laufenden Verträgen immer Alternativen prüfen, zum Beispiel Verträge ohne Mindestlaufzeit oder -umsatz („geschenkte“ Handys, PCs, Flatscreen-Fernseher usw. gibt es nicht!)
  • Vor allem im Internet auf Abo-Fallen achten

 

Bank

  • Kostenloses Girokonto prüfen (Achtung: Folgegeschäfte oder „Sternchen“-Angebote!)
  • Überweisungen online oder an Überweisungsautomaten machen
  • Bargeld bei der eigenen Bank holen (Fremdbanken kassieren oft Gebühren)
  • Im Ausland möglichst bar zahlen (Kartenzahlung kostet oft zusätzliche Gebühren)

 

 

Martin Kinkel - Dipl.-Volkswirt und Dipl.-Kaufmann - ist freier Fachautor und Dozent zu Finanz-, Steuer- und Versicherungsthemen.
Er ist Verfasser des Ratgebers "Job & Money für jüngere Arbeitnehmer": www.jobmoney.de


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