Skip to main content

Jobs in München

Der Großraum München gehört zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Jobs in der Stadt an der Isar sind begehrt und gut bezahlt. Was Sie über Arbeiten, Leben und Wohnen in München wissen sollten.
 

Von Tatjana Krieger

Dieser Stadt hat man schon viele Etiketten angeheftet: Weltstadt mit Herz, Laptop und Lederhosen, Millionendorf, nördlichste Stadt Italiens, heimliche Hauptstadt Deutschlands. Seitdem das Land mit Berlin wieder eine echte Hauptstadt hat, ist das letzte Klischee hinfällig. In allen anderen steckt ein kleines Stück Wahrheit.


Sie suchen Jobs in anderen Städten? Suchen Sie nach Stellenangeboten Leipzig, Stellenangeboten Berlin, Stellenangeboten Köln, Stellenangeboten Hannover, Stellenangeboten Augsburg, Stellenangeboten Saarland und für viele andere Orte und Regionen.


Fest steht jedenfalls: Der Großraum München gehört zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Innerhalb Deutschlands ist München die erfolgsreichste Großstadt. Die Arbeitslosigkeit liegt mit einer Quote von 4,5 Prozent (Stand: März 2011) niedrig, die Einkommenssteuerkraft und Kaufkraft hoch. Im Jahr 2009 konnte jeder der rund 1,37 Millionen Münchner im Durchschnitt 25.237 Euro ausgeben.

Das ist deutlich mehr, als die Menschen in Bochum, Hannover oder Mannheim zur Verfügung haben; der Wert liegt 32 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Weitere Superlativen: München ist die sicherste Millionenstadt Deutschlands, freut sich über Rekord-Geburtsraten und während des Oktoberfests zwei Wochen im Jahr über das größte Volksfest der Welt.

 

Es brummt also an der Isar. Auf der Suche nach einem neuen Job in München stehen hier die Chancen gut. Mit 75 Prozent Anteil an der gesamten Wertschöpfung dominieren klar die Dienstleistungen. Im Krisenjahr 2009 ist dieser Bereich um 1,4 Prozent gewachsen, sogar 7469 neue Stellen entstanden. Insgesamt arbeiten über 555.900 Menschen im Dienstleistungssektor.

Sie erziehen Kinder, sind in der Erwachsenenbildung tätig, beraten in Sachen Wirtschaft, Steuer und Recht oder pflegen im Tourismus das Image Münchens als gastfreundliche Stadt. Wichtig ist auch die Finanzwirtschaft. Im Umfeld von Allianz, Munich Re, Hypovereinsbank und Co. haben sich zahlreiche Vermögensverwalter und Finanzdienstleister niedergelassen.

Zudem hat sich München einen Namen gemacht als Standort für Hightech-Branchen. IT- und Softwareunternehmen - darunter Microsoft, Oracle, Apple und SAP -, BMW und Knorr-Bremse als Vertreter der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer, Platzhirsch Siemens, Medizin-, Bio-, Nano-, Umwelt- oder Lasertechnologien: Kluge Köpfe für Forschung und Entwicklung auf der Suche nach einer Aufgabe, finden hier ihre Nische.

Neben so viel Big Business, allein sieben DAX-30-Firmen haben in München ihren Sitz, existiert eine lebendige Medien- und Kulturszene. Immerhin 176 Verlage, zahlreiche Fernsehsender, Filmproduktionen, Designbüros, Modehäuser, Corporate Publisher und Agenturen für Werbung, Public Relation, Marketing und Social Media vergeben hier Jobs an Kreative, die von ihrer Arbeit auch leben wollen, statt sich belächeln zu lassen.

Wer es sich leisten kann, hat in München viele Möglichkeiten, Kunst, Kultur und Gastronomie zu genießen. Die Museen, Theater, Konzertsäle, Kinos und Restaurants unterschiedlichster Preisklassen bieten etwas für jeden Geschmack. Den berühmten Freizeitwert machen allerdings weniger das kulturelle Geschehen und Nachtleben aus. Im Vergleich zu anderen europäischen Millionenstädten steht München hier durchschnittlich und konservativ da.

Einzigartig ist dafür das Umland: Zum Fünf-Seen-Land südlich von München gehören unter anderem der Starnberger See und der Ammersee. Nur ein Stück weiter, diesmal Richtung Osten und österreichische Grenze, liegt der Chiemsee, auch das bayerische Meer genannt. Sonnenhungrige, Wind- und Kitesurfer, Radfahrer und Segler kommen hier auf ihre Kosten.

Wer lieber klettert, Bergwandern geht oder sich unter den Paragleitschirm hängt, ist schnell in den Bergen. Das nächste Wintersportgebiet von München aus ist bei Lenggries und nach einer knappen Stunde Fahrzeit zu erreichen. Um auf der Zugspitze Skifahren zu gehen, fährt man Sonntagmorgen los und ist trotzdem pünktlich zum „Tatort“ wieder daheim.

Alles also blau-weiße Idylle? Mitnichten. Ein ewiges Ärgernis sind dem Münchner die hohen Mietpreise. Rund 13 Euro Kaltmiete werden pro Quadratmeter beim Erstbezug fällig. Wer also nach München zieht und in den begehrten Vierteln innerhalb des Mittleren Rings, etwa Schwabing, Neuhausen, Haidhausen oder der Isarvorstadt wohnen möchte, muss sogar noch etwas drauflegen. Ohne Makler wird hier kaum eine Wohnung in München vergeben. Und diesen überzeugt man am besten, indem man gekleidet und vorbereitet wie bei einem Job-Vorstellungsgespräch anrückt.

Ein weitere Minuspunkt: Die Kinderbetreuungssituation. Egal ob Kindertagesstätte, Kindergarten oder Hort – die Plätze sind rar, stark umkämpft und teuer. Wer also nach München zieht und sich über seinen Einkommenszuwachs freut, sollte spitz rechnen. Teure Betreuungsmöglichkeiten und hohe Mieten zehren das Plus beim Verdienst schnell auf.

Trotzdem wagen viele den Schritt. Dank Zuzug und hoher Geburtenraten wächst die Stadt jährlich um rund 5000 Einwohner. Das Gute daran: Niemand muss hier extra Bayrisch lernen, sich noch nicht einmal an „Grüß Gott“ gewöhnen. Weil sich schon so viele andere aus Niedersachsen, Thüringen, dem Ruhrgebiet oder dem Ausland hier niedergelassen haben, hört man die typische Münchner Mundart nur noch selten. Statt "Servus" sagen ohnehin alle "Ciao". Man ist schließlich – fast - in Italien.

(Bild: Manfred Steinbach)


Back to top