Uniabschluss in Sicht – wie gehe ich den Jobeinstieg richtig an

Uniabschluss in Sicht – wie gehe ich den Jobeinstieg richtig an

Fertig mit dem Studium - rein in die Jobsuche!

Die Jobsuche nach dem Studium, ein Thema das vielen Studierenden etwas Sorgen bereiten kann. Besonders in der aktuellen Situation scheint es besonders schwierig zu sein, den passenden Job zum Einstieg zu finden. Aber der Jobeinstieg nach dem Studium muss dir gar nicht so schwerfallen, denn viele Hindernisse kann man einfach umgehen oder bewältigen. Zunächst scheint die Ungewissheit erdrückend und der Anfang kann durchaus schwierig sein, da man nicht weiß, wo man beginnen soll.

Hier erfährst du, wann und wie du dich am besten für Jobs bewirbst, wenn dein Uniabschluss kurz bevorsteht. Vom richtigen Zeitpunkt, der richtigen Strategie, bis hin zur richtigen Selbstdarstellung für Berufseinsteiger in deiner Bewerbung – gehe es mit diesen Tipps erfolgreich an.

 

Jobeinstieg nach Studium: 6 Tipps, wie du deinen ersten Job findest

 

Tipp #1: Bewirb dich zum richtigen Zeitpunkt

 

Wenn du kurz vorm Abschluss stehst und die Abschlussprüfung nah ist oder deine Arbeit bald abgegeben werden muss, ist es sehr verlockend stattdessen vielleicht schonmal Bewerbungen zu schreiben. Natürlich ist es eine gute Idee Augen und Ohren offen zu halten und vor allem ist es ratsam bereits während der Studienzeit schon mal zu reflektieren welche Branchen, Unternehmen und Positionen interessant für dich sein könnten. Aber nutze Bewerbungen nicht als pseudo-produktives „Aufschiebeverhalten“. Während deiner akuten Prüfungsphase ist nicht der ideale Zeitpunkt . Wichtig ist, dass du deine persönliche Bestnote im Abschluss erzielst. Dies öffnet dir die Türen in der Zukunft!

Falls du allerdings zeitlich sehr gut organisiert bist und die Abgabe der Abschlussarbeit nicht kurz bevorsteht, dann sind Bewerbungen natürlich eine gute Idee. Beginne damit deinen Lebenslauf rechtzeitig auf den neusten Stand zu bringen, damit er für den Beginn der Bewerbungsphase bereit ist. Inspiration dazu findest in unserem Lebenslauf Template für Studenten. Sei dir allerdings bewusst, dass Bewerbungen für bestimmte Trainee-Programme zum Teil ein Jahr im Voraus stattfinden. Erkundige dich also rechtzeitig.

Die beste "Jobeinstieg nach Studium"-Strategie ist, gezielt eine bestimmte Anzahl an Stunden pro Woche deinen Bewerbungen zu widmen, nicht mehr und nicht weniger. Dadurch raubst du deiner Abschlussarbeit und deinen Prüfungsvorbereitungen keine Zeit, aber vernachlässigst die Jobsuche ebenfalls nicht.

 

Tipp #2: Bereite dich auf den Bewerbungsmarathon vor.

 

In den wenigsten Fällen klopft der passende Job an der Tür, besonders nicht, wenn es sich um den aller ersten Job handelt. Oft gleicht die Jobsuche nach dem Studium und die Bewerbungsphase eher einem Marathon als einem knackigen, kurzen Sprint. Dach lass dich dadurch nicht entmutigen. Es ist vollkommen normal, dass sich Bewerbungsprozesse länger hinziehen, als initial erwartet. Wie bei jedem Marathon ist die richtige Vorbereitung das A und O!

 

Step 1: Zeit für etwas Selbstreflektion

Und die fängt im ersten Schritt damit an, dass du Klarheit schaffst in welche Richtung die Reise nach dem Studium gehen soll. Dabei kommst du nicht drum herum dich mit dir und deinen Vorstellungen auseinanderzusetzen und dir einige wichtige Fragen zu stellen:

Über dich:

  • Was kannst du gut? Welche Stärken bringst du mit?
  • Wer oder wer inspiriert dich und gibt dir Energie?
  • An welchen Vorlesungen hattest du besonders Freude?
  • Welche Erfolgsstories kannst du zum Beispiel aus deiner Uni-Zeit, deinen Praktika oder auch aus deinem privaten Umfeld vorweisen?
  • Auf was bist du stolz?

Über deinen zukünftigen Arbeitgeber:

  • Welche Erwartungen hast du an deinen Arbeitgeber?
  • In welchem Umfeld fühlst du dich am wohlsten?
  • Bist du bereit umzuziehen?
  • Welche Branchen interessieren dich besonders?
  • Wenn du schon Erfahrungen durch Praktika oder Werkstudentenstellen sammeln konntest, was hat dir dort gut und was weniger gut gefallen?

 

Step 2: Bewerbungsunterlagen

Um einen Marathon zu überstehen, braucht es gutes Schuhwerk. Für die Jobsuche für deinen ersten Job brauchst du gute, authentische und passende Bewerbungsunterlagen! Barfuß und ohne Vorbereitung loszulaufen ist keine gute Idee.

Was gehört also zu deinem Bewerbungspaket, dass du rechtzeitig schnüren solltest, bevor es mit dem Marathon losgeht? Vorbereiten solltest du:

  • Lebenslauf –  auch Curriculum Vitae (CV) genannt, dein bisheriger Lebensweg und das Herzstück deiner Bewerbungen. Strukturiert und übersichtlich zeigst du die bisherigen Stationen auf und gibst erste Informationen zu deinen Tätigkeiten. EXTRA TIPP vom Karriere-Experten: Nutze einen "Über mich" Paragraphen im Lebenslaufdokument, um positiv aufzufallen und einen guten Gesprächseinstieg zu liefern."
  • Anschreiben – es rückt zwar vermehrt in den Hintergrund aber viele Unternehmen verlangen ein Anschreiben, indem du deine Motivation, deine Erfahrungen und deinen Mehrwert für das Unternehmen darlegst.
  • Bewerbungsbild – zwar kein Muss mehr, aber von vielen Unternehmen weiterhin gern gesehen, ein professionelles Bewerbungsbild. Bitte kein Selfie oder Ausschnitt auf dem letzten Urlaubsfoto. Es lohnt sich hier zu investieren und einen professionellen Fotografen in Anspruch zu nehmen.
  • Zeugnisse – Natürlich ist in erster Linie dein Uniabschluss relevant, wenn du dich nach dem Studium bewirbst. Aber auch Arbeitszeugnisse oder Beurteilungen von Projektarbeiten in der Uni oder Praktika sind wichtig. Scanne alle Dokumente in guter Qualität ein. Achte aber dabei auf die Größe der Datei, sind sie zu groß kommt es zu Problemen beim Bewerbungsversand per E-Mail zum Beispiel.

Lege alles ordentlich auf deinem Computer oder in der Cloud ab, damit du alles schnell griffbereit hast, wenn du dich bewerben möchtest.

Wichtig: Ein großes „No-Go“ sind Massenbewerbungen! Es ist wichtig, dass du dein Anschreiben und deinen Lebenslauf (ja, auch den) individuell passend auf die Stelle, auf die du dich bewirbst anpasst.

Wenn du dich gut in den Vorbereitungen geschlagen hast, wird auch der Marathon viel einfacher zu bewältigen sein. Es lohnt sich!

 

Tipp #3: Nutze dein Netzwerk

 

Nutze deinen Freundes- und Bekanntenkreis, um dich auf deinem Weg zu Jobeinstieg unterstützen zu lassen. Bestimmt haben einige dir vertraute Personen bereits etwas mehr Erfahrungen in Sachen Bewerbungen gesammelt und der ein oder andere kann dir vielleicht schon vom eigenen Berufseinstieg berichten. Oder vielleicht kennst du auch bereits jemanden, der bei deinem Traumarbeitgeber arbeitet. Praktische Erfahrungen und Erlebnisse sind Gold wert, um davon zu lernen und eine bessere Idee davon zu bekommen, wie sich dein Einstieg in den Job gestalten kann.

Hol‘ dir zum Beispiel Unterstützung bei der Optimierung deines Lebenslaufs. Kleinere Rechtschreibfehler werden leicht übersehen, aber du hast Kommilitonen und gemeinsam könnt ihr eure Lebensläufe verbessern und Ideen austauschen. Und vielleicht erinnern dich deine Freunde auch an Stärken, die dir selbst gar nicht bewusst sind.  Denn auch bei der Frage nach den Stärken und Schwächen ist eine Sicht von außen meist sehr wertvoll.

Du kannst Informationen und Verfügbarkeiten von Job auch in zahlreichen Jobbörsen am Markt überprüfen. Es gibt Jobbörsen, wie etwa monster.de, die sich auf den allgemeinen Arbeitsmarkt konzentrieren. Für bestimmte Regionen und Berufsgruppen kannst du jedoch auch ganz spezielle Stellenbörsen finden.

 

Tipp #4: Habe eine passende und gegebenenfalls flexible Strategie

 

Absolventen haben die Tendenz einen großen Fehler zu machen – sie wiederholen die gleiche Jobsuch-Strategie ohne Erfolge. Oft hört oder liest man dann: „Ich habe mich auf Tausende Jobs beworben und keiner hat mich eingestellt!“ Das muss aber nicht sein. Der Mangel an Erfolg kann schon frühzeitig bemerkt werden und dann ist es wichtig, flexibel und lösungsorientiert zu sein und einen neuen Plan zu erschaffen.

Denn verschiedene Branchen erfordern unterschiedliche Ansätze. Networking bringt im staatlichen Sektor nichts – das Verfahren ist hier formal, strukturiert und muss transparent sein. In einer kreativen Industrie kann es aber helfen und eine Initiativbewerbung erfolgreich sein. Hab also den Mut deine Herangehensweise zu verändern, was hast du zu verlieren?

Sollte es für längere Zeit einfach nicht so richtig klappen und sich deine Suche der Halbjahres- oder Jahresmarke nähern, schaue dir nochmal deine Erwartungshaltung genau an. Natürlich wäre ein Karrierestart im Traumunternehmen und in der perfekt passenden Stelle wünschenswert, aber lass dir gesagt sein, für die Meisten läuft der Jobeinstieg nicht schnurgerade. Adjustiere deine Erwartungen und häufig ergeben sich neue, passendere nächste Schritte, wenn der erste einmal gegangen ist.

Ein weiterer Tipp: Viele Unternehmen sind auch selbst auf der Suche nach passenden Kandidaten und nutzen dazu Lebenslaufdatenbanken, um diese zu finden. Zeig also auch hier Präsenz und lade deinen Lebenslauf hoch, damit du keine Chance verpasst!

 

Tipp #5: Nicht nur die Großen im Blick haben

 

Klar, wenn man am Beginn der Jobsuche steht und man gefragt wird, wo man gerne arbeiten möchte, fallen in der Regel erstmal die großen Namen, die jeder kennt! Allerdings ist bereits diese Tatsache ein Indiz dafür, dass die Stellen zum Jobeinstieg dort sehr begehrt sind – sprich man muss sich auf Unmengen von qualifizierten Bewerber auf eine Handvoll Berufseinsteiger-Jobs einstellen. Dessen muss man sich bewusst sein.

Aber es lohnt sich auch ein Blick auf kleine und mittelständige Unternehmen (KMU) oder sogenannte „Hidden Champions“ zu werfen. Sie sind oft, obwohl sie meist Marktführer in ihrer Nische sind, nicht so bekannt, bieten ihren Mitarbeiter aber oft mindestens genauso viel, wenn nicht noch mehr. Eine gute Recherche hilft dir auf richtige „Diamanten“ zu stoßen. Weil nicht jeder auf sie schaut, hast du dort vielleicht die bessere Chance auf Erfolg.

Grundsätzlich ist es eine gute Idee sich nicht wild zu bewerben, sondern eine überlegte Auswahl an Unternehmen zu treffen, die für dich, basierend auf deine Selbstreflektion und Analyse in Frage kommen könnten.

 

Tipp #6: Verkaufe dich nicht unter Wert

 

Auch wenn der Prozess langwieriger und in manchen Fällen auch frustrierender sein kann, als erwartet, das aller Wichtigste während der Jobsuche ist, an sich selbst zu glauben! Du hast dein Studium abgeschlossen und darauf kannst du stolz sein. Jetzt gilt es neue Ziele zu setzen! Deine nächste Mission: Jobeinstieg nach Studium!

Du brauchst in deiner Bewerbung nicht erläutern, warum du unbedingt einen Job brauchst, sondern solltest dich eher mit der Frage beschäftigen, warum der Arbeitgeber DICH unbedingt braucht. Schreib über Erfahrungen, die du bereits gesammelt hast und über Herausforderungen, die du gekonnt gemeistert hast. Dies zeigt deinem potenziellen Arbeitgeber, was du kannst und warum er dich einstellen sollte. Schreibe nicht, dass du umsonst arbeiten würdest. Dies liest sich, als seist du dir selbst nichts wert. Wenn du das Gefühl hast, eine Firma könnte dich im Rahmen des Praktikums ausnutzen, suche weiter, bis du eine Stelle findest, in der deine Arbeit geschätzt und bezahlt wird. Verhandle gekonnt. Du hast viel zu bieten!

 

Jobeinstieg: Dran bleiben!

 

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