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Körpersprache im Vorstellungsgespräch

Körpersprache im Vorstellungsgespräch

Ganz einfach schon beim Handschlag punkten

Die ersten Hürden sind genommen! Die Bewerbung ist dem Personaler positiv aufgefallen und der Termin für das Vorstellungsgespräch steht.  Nun geht es darum auch persönlich zu überzeugen. Aber nur das Richtige zu sagen, reicht hier nicht! Denn wie man bei seinem Gegenüber ankommt, hängt zu einem großen Teil von der Körpersprache ab. Wir geben Tipps, wie ihr euren  Auftritt perfekt macht.

Ob wir reden oder nicht: Unser Körper sendet unentwegt Signale aus. Diese sogenannten nonverbalen Signale werden von unserem Gegenüber wahrgenommen, entweder bewusst oder unbewusst und haben großen Einfluss darauf, wie wir auf andere wirken. In jeder Form persönlicher Kommunikation spielen sie eine Rolle, beim Gespräch mit Freunden,  offizielleren Begegnungen und natürlich auch beim Vorstellungsgespräch.

Gerade bei letzterem ist es extrem wichtig, positiv wahrgenommen zu werden. Schließlich gilt es, den Personaler davon zu überzeugen, dass man der perfekte Kandidat für die freie Stelle ist. Doch die Qualifikationen können noch so passend sein,  ohne Sympathie zu wecken oder eine positive Grundstimmung herzustellen, wird es schwierig den Personaler zu beeindrucken und den Job zu bekommen.

Nonverbale Zeichen sind wichtiger als Worte

Um den Personalchef zu überzeugen, reichen Worte alleine nicht aus. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass es beispielweise bei Vorträgen nur zu knapp einem Fünftel darauf ankommt, was der Redner tatsächlich sagt. Den weitaus größeren Einfluss darauf, wie er und damit sein Vortrag bei den Zuhörern ankommt. Hier spielen Gestik, Mimik und Körperhaltung eine zentrale Rolle. Man kann seine Chancen bei einem Bewerbungsgespräch also deutlich erhöhen, indem man sich diese Erkenntnis zu Nutze macht. Worauf man dabei besonders achten sollte, zeigt unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung.

1. Die Begrüßung kann bereits entscheidend sein

Der erste Eindruck ist äußerst wichtig. Ist er negativ, wird es schwierig, das Ruder rumzureißen. Gehe also entspannt und selbstbewusst in den Raum. Warte, bis der Personaler dir die Hand reicht und erwidere den Händedruck etwa drei Sekunden lang. Stelle  unbedingt Blickkontakt her, lächle und bedanken dich für die Einladung. So vermittelst du von Beginn an Aufmerksamkeit, Aufrichtigkeit und echte Freude über das Kennenlernen.

Setze dich, sobald dein Gegenüber dich dazu auffordert.  Auch dabei solltest du einige Dinge beachten. Deine Füße sollten locker auf dem Boden stehen, der Oberkörper aufrecht und leicht nach vorn geneigt sein - diese Körperhaltung signalisiert ebenfalls Interesse und Aufmerksamkeit!

2. Richtig zuhören: Darauf kommt es an

Diese Körperhaltung solltest du beibehalten, wenn du etwas gefragt werden. Schaue den Sprecher dabei auf jeden Fall an. Damit zeigst du ihm zusätzlich, dass er im Mittelpunkt deines Interesses steht und du komplett bei der Sache bist. Wandert dein Blick dagegen im Raum umher, sieht es eher so aus, als könntest du es kaum abwarten, dass das Gespräch endlich vorbei ist. Total tabu: Arme verschränken – ein  klassisches Zeichen der Ablehnung.

3. Was beim Sprechen wichtig ist

Natürlich muss man sich irgendwann den Fragen des Personalers stellen.  Auch hier gibt es einige Dinge zu beachten. Wenn dir eine Frage gestellt wird, gilt es, den Blickkontakt zu halten, allerdings nicht mehr durchgehend. Unterbreche ihn stattdessen nach 2-3 Sekunden, um ihn kurz darauf wieder aufzunehmen. Der Personaler wird ihn nämlich dauerhaft halten und wenn du das auch tust, kann es schnell unangenehm werden. Sind außer euch beiden mehrere Personen im Raum, beziehe alle mit ein, hauptsächlich jedoch den Fragesteller.

Unterstreichen deine Worte ruhig mit Gesten, gehe aber sparsam damit um. Dosiert und an den richtigen Stellen eingesetzt, sind sie ein ideales Mittel, um deinen Aussagen Gewicht zu verleihen. Wenn man jedoch übertreibt, wirkt man schnell nervös und unvorbereitet.

4. Auch die Verabschiedung muss stimmen

Fast geschafft! Wenn das eigentliche Gespräch vorbei ist, kommt es oft zu einem Spannungsabfall. Aber Vorsicht - das Kennenlernen ist an dieser Stelle  noch nicht vorbei! Sinnloses Geplapper kann  sich auf den Gesamteindruck am Ende womöglich  negativ auswirken. Am besten ist es, dem Personaler einfach die Hand zu geben (dabei gelten die gleichen Regeln wie bei der Begrüßung), bedank dich für das Gespräch und verabschiede dich mit einem knappen „Vielen Dank und auf Wiedersehen“.

Wenn du außer Sichtweite bist, kannst du deinen Spannungsabfall zulassen und durchatmen. Aber bitte erst dann: Oft genug werden Personaler dich auch dann noch beobachten, wenn du das Gebäude verlassen habst. Ein verfrühtes Tänzchen auf dem Parkplatz kann zwar lustig anzusehen sein, aber vielleicht falsch verstanden werden.

Mehr über Körpersprache erfahren

Natürlich sind diese Tipps kein Garant für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch. Es wird die Chancen jedoch definitiv erhöhen, denn oft entscheiden Personaler zwischen gleich qualifizierten Bewerbern nach Bauchgefühl. Und selbst – oder gerade – wenn er deine Signale nur unbewusst wahrgenommen hat, ist dadurch ein guter Eindruck entstanden, der am Ende ausschlaggebend sein kann.

Weiterführende Informationen zum Thema Körpersprache, dem richtigen Umgang damit und viele Tipps und Tricks, um Ihr Auftreten zu verbessern, finden Sie in diesem kostenlosen E-Book von Benedikt Ahlfeld und Anna Lassoncyk. Beide beraten seit mehreren Jahren erfolgreich Unternehmen in den verschiedensten Branchen.

 


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