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Mein erster Lebenslauf - Grundlagen

Die wichtigsten Grundlagen eines guten Lebenslauf für Berufsanfänger, Studenten, Praktikanten, Abiturienten und Auszubildende erklärt Bewerbungsexperting Doris Brenner.

Wie lässt sich Ihr bisheriges Leben beschreiben? Dazu gehört sicherlich die Familie, die Schule, Hobbys und was Ihnen sonst noch wichtig ist. Geht es um das Thema Bewerbung, sei es auf ein Praktikum, einen Ausbildungsplatz oder einen Job, heißt es nun, all diese Angaben in eine strukturierte, übersichtliche Form zu bringen. 

Genau das ist ein Lebenslauf, der dem Adressaten hilft, sich möglichst schnell einen guten Überblick über Sie und Ihren bisherigen Werdegang zu verschaffen.

Tabellarische Darstellung am PC erstellt

Wurden früher Lebensläufe noch handschriftlich und in Prosaform verfasst (Mein Name ist Thomas Müller, ich wurde am 15.7.1993 geboren…) so hat sich heute eindeutig eine so genannte tabellarische Darstellung, die am PC erstell wird, durchgesetzt.

Persönliche Daten

Zunächst heißt es die sogenannten "Persönlichen Daten" aufzuführen. Darunter versteht man Ihren Namen, die Kontaktdaten wie Anschrift, Telefon und E-Mailadresse, Ihr Geburtsdatum, den Geburtsort sowie der Familienstand, also ledig, verheiratet, geschieden oder verwitwet.  Zunehmend wird auch die Formulierung "in fester Partnerschaft lebend" gewählt, wenn man zwar nicht verheiratet ist, aber dennoch eine feste Beziehung hat.
Sofern Sie keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, ist es sinnvoll auch die Nationalität mit anzugeben und aufzuführen ob Sie eine unbefristete Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung haben.
Bei Berufsstartern ist es durchaus üblich, dass auch der Name und Beruf der Eltern mit angegebenen wird. Das ist dann besonders sinnvoll, wenn Sie sich in einem ähnlichen beruflichen Feld bewerben wollen, in dem auch ein Elternteil tätig ist. Der Arbeitgeber kann dann davon ausgehen, dass eine besondere Neigung bzw. Begabung vorhanden ist.

Schulbildung

Sofern Sie Ihren ersten Lebenslauf schreiben, werden Sie noch nicht über Berufserfahrung verfügen. Daher sollte nun die Schulbildung aufgeführt werden. Am übersichtlichsten geschieht dies, wenn Sie eine Spalte für die Zeitangaben und eine Spalte für die inhaltlichen Angaben verwenden.

Beispiel:

Wenn Sie bereits einen Schulabschluss haben, ist dieser mit anzugeben, ansonsten sollte der voraussichtliche Schulabschluss genannt werden.

Beispiel:

Praktische Erfahrung immer von Vorteil

Gerade bei Berufsstartern kann es von entscheidender Bedeutung sein, ob sie bereits einen ersten Einblick in das angestrebte Berufsfeld gewinnen konnten. Kandidaten, die eine realistische Vorstellung davon haben, welche Aufgaben in der Praxis anfallen und damit wissen worauf es wirklich ankommt,  sind für Arbeitgeber bevorzugte Bewerber. Unter der Überschrift "Praktika" oder "Praxiserfahrung" sollten Sie daher entsprechende Tätigkeiten auflisten. Besonders gut ist es, wenn Sie kurz beschreiben, was Sie konkret an Aufgabenbereichen kennen gelernt oder bereits selbst gemacht haben.

Beispiel:

Durch Hobbys besondere Interessen zeigen

Womit Sie Ihre Freizeit verbringen, lässt Rückschlüsse auf spezielle Interessen und Neigungen zu. Besonders gut ist es natürlich, wenn Ihre Hobbys einen Bezug zum angestrebten Aufgabengebiet erkennen lassen. Aber auch ehrenamtliche Engagements in Vereinen, bei Kirchen oder im sozialen Bereich signalisieren dem Arbeitgeber, dass Sie bereit sind, sich für eine Sache stark zu machen. Das wird immer gerne gesehen, will man doch auch engagierte, leistungsbereite Mitarbeiter.

Auslandserfahrung als Pluspunkt

Wer schon mal eine längere Zeit im Ausland verbracht hat, sei es im Rahmen eines Schüleraustauschs, einer längeren Sprachreise oder eines Auslandjahres an einer anderen Schule vermittelt dem Arbeitgeber, dass er es geschafft hat, sich in einem fremden Umfeld zu Recht zu finden. Darüber hinaus können damit auch Sprachkenntnisse belegt werden.

Zusatzqualifikationen nicht vergessen

Computer- und Fremdsprachenkenntnisse, ein Führerschein, aber auch der Besuch von Kursen, die im Hinblick auf die angestrebte Tätigkeit nützlich sind, sollten Sie unter der Überschrift "Zusatzqualifikatione" aufführen.  Haben Sie mal eine Auszeichnung erhalten z.B. bei einem Wettbewerb gewonnen oder waren Sie z.B. Schul- oder Klassensprechen so sind das ebenfalls Angaben, die für den Arbeitgeber hilfreich sind.  Hier geht es darum dem Arbeitgeber alles zu präsentieren, was Sie für die angestrebte Ausbildung oder den Job an Erfahrungen oder besonderen Qualifikationen noch mitbringen und womit Sie sich positiv von anderen Bewerbern abheben können.

Der Lebenslauf ist abschließend mit Ort, Datum und Unterschrift zu versehen, damit bestätigen Sie die Richtigkeit und Aktualität Ihrer Angaben.

Wichtig ist natürlich neben dem Inhalt auch eine übersichtliche, ansprechende und ordentliche Form. Schließlich soll der Lebenslauf ja Appetit machen, mehr über Sie zu erfahren und Sie persönlich kennen lernen zu wollen.

(Doris Brenner, 2010 / Bild: drubig-photo, Fotolia.com)

 

Doris Brenner
ist freie Beraterin mit den Schwerpunkten Personalentwicklung und Karriereberatung. Ihre Veröffentlichungen zu den Themen Bewerbung, Testverfahren, Berufsplanung und Arbeitstechniken sind in einer Gesamtauflage über 600.000 Exemplaren erschienen.

 


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