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Mentoring für Studenten und angehende Absolventen

#MonsterMentors

Mentoring für Studenten und angehende Absolventen

Mentoring im Studium? Na klar!

Du fragst dich, ob Mentoring auch schon während des Studiums möglich ist, welche Vorteile es dir bringen kann und welche Art von Mentoring du in Anspruch nehmen könntest?

Gerade nach der Bologna-Reform wurde die Forderung, Studierende sollten seitens der Hochschulen so vorbereitet werden, dass sie nach Abschluss des Studiums berufsfähig ins Arbeitsleben entlassen werden, besonders laut geworden. Straffer durchorganisierte Studienpläne, die gewährleisten sollen, ein Studium möglichst zeiteffizient zu absolvieren, waren die Folgen und sind wohl für jeden fühlbar, der heute ein Studium beginnt. Die Schattenseite dieser Umstrukturierung hast du bestimmt schon selbst erfahren: Oftmals fehlt es den Studenten durch das straffe Programm schlicht und einfach die Zeit, um einerseits persönliche Vorlieben zu entdecken und sich diesen intensiv zu widmen und um andererseits wissenschaftliche Arbeitstechniken in der Tiefe zu lernen und anzuwenden.

Aber es gibt Hilfe: Mentoring ist das Stichwort.

 

Warum ist Mentoring schon an Unis nötig?

 

Mentoring an Universitäten unterscheidet sich von dem Konzept, das man aus der der Berufswelt kennt, denn bei Studierenden und sogar noch bei Absolventen, fehlt es oft am Verständnis für grundlegende  Fragestellungen und Fähigkeiten. Diese ist jedoch Voraussetzung für einen erfolgreichen Berufseinstieg. Oft stellen bereits wissenschaftliche Arbeitstechniken – z. B. Recherchieren, Zitieren oder eine Datenanalyse eine große Hürde da. Fähigkeiten dieser Art sind, nicht nur in der Forschung das notwendige Rüstzeug für die Bewältigung oft komplexer Aufgabenstellungen, sondern sind auch in vielen anderen Berufen von großer Bedeutung.

Die großen Defizite können hier darauf zurückgeführt werden, dass die Wissensvermittlung zwar erfolgt, aber seitens der Studierenden schlicht und ergreifend aus Zeitmangel keine intensive Beschäftigung stattfindet. Die Konsequenz ist, dass viele Studierende schon bei frühen wissenschaftlichen Arbeiten – Hausarbeiten oder Seminararbeiten – überfordert sind. Zudem herrscht in vielen Studienrichtungen ein eklatanter Mangel an Betreuern, sodass grundlegende Fragen der Studierenden – etwa nach der Struktur und dem Aufbau der wissenschaftlichen Arbeit, den Vorgehensweisen, der Umsetzung – ungeklärt bleiben. Verschlimmert wird die Situation dadurch, dass sich viele Studierende mit der Tatsache konfrontiert sehen, dass ihre sprachlichen Fähigkeiten den akademischen Anforderungen nicht genügen.

Da Studierende während des Studiums also sehr häufig mit der Bewältigung des Lernstoffes so sehr beschäftigt sind, dass ihnen kaum Zeit bleibt, sich mit dem gewünschten Beruf und vor allem den Voraussetzungen, ihn ergreifen zu können, zu beschäftigen, ist eine elementare Zielsetzung des Mentorings nicht unbedingt die direkte Vorbereitung auf den Beruf, sondern die Untersützung der Studierenden beim Einüben des wissenschaftlichen Lernens, Schreibens und anderer wichtiger wissenschaftlicher Techniken.

 

Welche Mentoring-Angebote gibt es?

 

Im Zuge der eben erwähnten Problematiken entwickelten sich verschiedene Mentoring-Angebote. Dabei handelt es sich einerseits um Angebote seitens der Universitäten und Hochschulen, aber mittlerweile sogar um außeruniversitäre Bildungsangebote. Weil auch die Hochschulen und Universitäten erkannt haben, dass es so nicht mehr weiter gehen kann, haben viele von ihnen eigene Programme aufgelegt:

 

  • Ersti-Mentoring: Zum Beispiel werden Studienanfängern, die Orientierung im Studienalltag benötigen,  Mentoren zur Seite gestellt. Dabei handelt es sich meist um höhersemestrige Studierende, die den alltäglichen Unibetrieb bereits gut kennen und alle Fragen rund um das Auswählen, Anmelden und Absolvieren von Lehrveranstaltungen oder Prüfungen beantworten können. Für wichtige Themen fungieren sie dann als Ansprechpartner und geben einen Überblick über die Bildungs- und Beratungslandschaft einer Hochschule oder Universität. Probleme entstehen hier allerdings durch die meist zeitlich stark begrenzte Betreuungszeit und die oft unzureichende Evaluierung der Maßnahmen.

 

  • Mentoring für Fachbereiche: Im weiteren Studienverlauf stellen Universitäten oder Hochschulen zusätzlich vereinzelt Mentoren für unterschiedliche Bereiche zur Verfügung. Dabei handelt es sich beispielweise um spezielle Mentoring-Programme für Nachwuchswissenschaftler, für Promovierende oder für Frauen in der Wissenschaft.

 

Neben den universitären Mentoring-Programmen spielen die Angebote außeruniversitärer Bildungseinrichtungen eine wichtige Rolle. Diese verstehen Mentoring meist nicht nur als Bereitstellung konkreter Serviceangebote. Vielmehr haben diese ein breitgefächertes Unterstützungsangebot, wodurch sie zu einem kompetenten Ansprechpartner in allen Stationen des Studiums werden.

 

  • Außeruniversitäres Mentoring:  Das Ziel dieser Einrichtungen ist, Studierenden bei der Entfaltung ihres wissenschaftlichen Potenziales und ihrer Persönlichkeit zu helfen. Dabei stehen, abhängig von den Bedürfnissen des einzelnen Studierenden, viele verschiedene wissenschaftliche Dienstleistungen zur Verfügung, z.B. das Lektorat der Masterarbeit. Kern der Services ist es, nicht nur eine Arbeit zu verbessern, sondern den Studenten durch Feedback und transparente Korrekturen und Kommentare einen Lerneffekt zu verschaffen. Der Vorteil liegt hier darin, dass die Angebote oft qualitativ höherwertig sind, als die Angebote der Universitäten und Hochschulen, da die Kapazitäten dort zumeist für die hochgesteckten Betreuungsziele nicht ausreichen und zumeist andere Studenten und kein wissenschaftliches Personal die Studenten betreuen.

 

Fazit

In jedem Fall, sollten Studenten sich frühzeitig während des Studiums über Mentoring-Angebote informieren, bzw. sich Hilfe suchen, wenn Probleme im Studium auftauchen. Dabei sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass es nicht nur darum geht, die eigenen Studienleistungen zu optimieren oder zu steigern, sondern auch darum, tatsächlich auf das spätere Berufsleben vorbereitet zu sein. Mentoring während des Studiums stellt also in vielen Fällen die Basis für einen guten Berufseinstiegs dar!  Also, let’s do it, und sucht euch einen Mentor!


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