Networking – 8 Tipps für erfolgreiches Netzwerken im Beruf

Networking – 8 Tipps für erfolgreiches Netzwerken im Beruf

Networking als Karriere-Booster: Wir haben die optimalen Tipps

Vier von zehn Deutsche haben im Schnitt schon mal einen Job über persönliche Kontakte bekommen. Das ergab unsere diesjährige Umfrage zum Thema Netzwerken im Beruf.* Die Wahrscheinlichkeit auf eine neue Arbeitsstelle erhöht sich also, wenn du lernst, dir ein gutes professionelles Netzwerk aufzubauen und zu pflegen. Du bist gerade nicht auf Jobsuche? Die richtigen Kontakte können trotz allem hilfreich für Karriere und berufliche Weiterbildung sein – Netzwerken lohnt sich also allemal. Unsere 8 Tipps für besseres Networking helfen dir dabei.

Wir zeigen dir:

  • Wie und wo du ein Netzwerk aufbauen und pflegen kannst
  • Wie du herausfindest, welcher Netzwerktyp du bist – und wie du das nutzt
  • Wie du erkennst, welche Kontakte wichtig für dein Netzwerk sind
  • Worauf du beim Netzwerken achten solltest, damit du authentisch bleibst und der Nutzen auf Gegenseitigkeit beruht

Ein Netzwerk aufbauen und pflegen: So geht’s!

Ein beständiger Mythos über das Netzwerken im Beruf ist, dass nur extrovertierte oder besonders einflussreiche Menschen es gut können. Doch wie bei den meisten Dingen im Leben hat auch Networking viele Facetten und es kommt auf die individuelle Herangehensweise an.

Netzwerken zu betreiben bedeutet, (berufliche) Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. „Beruflich“ steht hier in Klammern, denn eigentlich sind wir ständig am Netzwerken: Beim Grillen mit Bekannten, auf der Geburtstagsparty des besten Freundes oder beim Malkurs. Wann immer wir uns mit Menschen unterhalten, können sich daraus Beziehungen entwickeln, die unseren Kontaktkreis erweitern. Aus gemeinsamen Interessen werden private oder berufliche Kontakte.

Die meisten Menschen haben auch bereits ein großes rein berufliches Netzwerk an Kolleginnen und Kollegen, Dienstleistern oder anderen Geschäftskontakten – es fehlt ihnen häufig nur an Wissen, wie man es richtig nutzt und ausbaut.

Tipp #1: Finde heraus, welcher Netzwerktyp du bist und nutze deine Stärken

Beim Netzwerken und Knüpfen neuer Beziehungen ist Authentizität und Aufrichtigkeit das A und O. Verstellst du dich zu sehr, gehen Kontaktversuche schnell nach hinten los. Das ist, in gewisser Weise, ähnlich wie beim Dating. Irgendwann fällt einem ein Fake auf die Füße.

Da jeder Mensch anders auf fremde Menschen zugeht, ist Netzwerken also nicht gleich Netzwerken: Introvertierte Menschen neigen beim Networking zu anderen Vorgehensweisen als extrovertierte. Du solltest in jedem Fall ein Vorgehen wählen, das zu dir passt!

Kein Plan welcher Netzwerk-Typ du bist? Kein Problem: Du kannst es in unserem kostenlosen Test herausfinden!

Tipp #2: Netzwerk-Möglichkeiten und Umfelder erkennen

Wo genau ist es denn jetzt, dieses Netzwerk? Gute Networker wissen in der Regel intuitiv, wie man Möglichkeiten zum beruflichen Austausch erkennt und diese auch spontan ergreifen kann. Doch keine Angst, wenn du noch nicht so weit bist. Diese Fähigkeit kann man lernen – übe das Networking doch einfach in deinem privaten Umfeld und deinem erweiterten Freundeskreis. Beziehungen lassen sich nicht immer nach rein beruflich oder rein privat trennen. Und warum solltest du deinen nächsten Traumjob nicht über die Trainingspartnerin im Sportverein finden? Dafür musst du natürlich erst mal wissen, was sie beruflich macht und ob ihr Überschneidungspunkte habt.

Aus folgenden Umfeldern können spannende Kontakte entstehen. Vielleicht ist dein vorhandenes Netzwerk bereits größer als gedacht:

  • Gegenwärtiges Arbeitsumfeld (Kolleg:innen, Führungskräfte, Kund:innen, Vertriebspartner:innen…)
  • Mitgliedschaft bei Vereinen, Parteien, gemeinnützigen Organisationen oder sonstigen Interessengruppen
  • Kontakte aus der Schul-, Ausbildungs- oder Unizeit
  • Kontakte aus ehemaligen Jobs, inklusive Aushilfs-, Studenten- oder Sommerjobs
  • Events, Weiterbildungsprogramme, Tagungen, Kongresse usw.
  • Kontakte in sozialen Netzwerken: LinkedIn, XING, Facebook & Co.

Tipp #3: Präsent sein – authentisch bleiben

Um Teil eines Netzwerks zu sein, musst du daran teilhaben (echt jetzt? Ja!). Bring dich bei Gesprächen und Events ein, bleib dabei aber unaufdringlich und authentisch. Du könntest zum Beispiel einen interessanten Vortrag halten, ein klares Statement setzen oder eine intelligente Frage im Anschluss an einen Vortrag stellen – so wirst du wahrgenommen und eröffnest zugleich Gesprächsmöglichkeiten.

Dir sind solche Auftritte ein bisschen zu viel? Kein Problem! Auch als aktiver Zuschauer oder Zuhörer trägst du im Anschluss zu Vorträgen oder Gesprächsrunden bei. Bei Diskussionen im Anschluss kannst du dich einbringen oder neue interessante Themenfelder anstoßen. Auch im Internet kannst du in passenden Gruppen, zum Beispiel bei LinkedIn oder XING, mitdiskutieren.

Tipp #4: Interesse für andere zeigen

Bei Netzwerktreffen – sei es in einer Bar, auf einer Messe oder einem Kongress – solltest du dich vor allem für die anderen interessieren. Suche zum Beispiel in den Pausen oder beim Smalltalk den Kontakt. Stelle Fragen, hör aber vor allem zu und sammle Informationen. Zeigt dein Gegenüber Interesse, indem er oder sie ebenfalls Fragen stellt, kannst du subtil deine Expertise und Erfahrung ins Spiel bringen – und so punkten und dein Netzwerk erweitern.

Tipp #5: Biete aktiv deine Hilfe an

Du willst von den Fähigkeiten oder Kontakten deines Netzwerks profitieren? So geht es den anderen auch. Mach deshalb den ersten Schritt und biete aktiv deine Hilfe oder Expertise an. Wichtig ist: Kontaktaufbau und Kontaktpflege dienen gerade nicht dazu, kurzfristige Vorteile zu erlangen. Erwarte also nicht automatisch sofort eine Gegenleistung. Es geht vielmehr um gegenseitigen Austausch und Unterstützung – ein Geben und Nehmen. Die Berührungspunkte mit Mitgliedern verschiedener Branchen sind besonders spannend.

Tipp #6: Finde dein Alleinstellungsmerkmal

Du solltest versuchen, innerhalb deines Netzwerks zum Profi für ein bestimmtes Gebiet zu werden. Das hebt deinen Status und macht dich im Netzwerk attraktiv. Außerdem hast du damit etwas, das du in die Waagschale werfen kannst. Wenn du Unterstützung von jemandem brauchst, kannst du im Gegenzug eine Beratung zu deinem Fachgebiet anbieten.

Tipp #7: Qualität statt Masse

Hast du auch diesen einen Freund oder diese Bekannte mit 1500 „Freundinnen und Freunden“ auf Facebook? Wer jeder Person, mit der sie oder er mal für fünf Minuten in einer Bar Smalltalk hält, eine Freundschaftsanfrage schickt, kennt die wenigsten Kontakte wirklich. So solltest du es mit deinem beruflichen Netzwerk nicht handhaben. Du kannst nicht alle potenziellen Kontakte gleichermaßen pflegen. Überleg dir daher immer: Beruht eure Verbindung auf gegenseitigem Interesse? Könnt ihr euch gegenseitig helfen? Einseitige Beziehungen werden nicht von Dauer sein. Setze daher eher auf qualitative Kontakte.

Tipp #8: Langfristig denken

Für Freiberufliche ist Networking besonders wichtig, da sie nicht selten auf Empfehlungen angewiesen sind, um an neue Aufträge zu kommen. Unterschätze jedoch nicht die Kraft des Netzwerkens für die „normale“ Arbeitnehmerin oder den „normalen“ Arbeitnehmer. Dein Unternehmen kann unter Umständen auch von deinen guten Kontakten profitieren. Bringst du ein beeindruckendes Netzwerk mit, machst du dich für einen potenziellen Arbeitgeber attraktiver.

Auf die Netzwerke, fertig, los!

Viele Menschen glauben, sie seien nicht gut im Netzwerken und trauen sich nicht, die Sache aktiv anzugehen. Doch es lohnt sich! Mit unseren Tipps kannst du jetzt loslegen und dir dein eigenes Netzwerk aufbauen und pflegen. Dabei gilt: Egal, ob du extro-, intro- oder ambivertiert bist, sei immer du selbst!

Du bist bereit für Networking? Dann beginne doch direkt bei Monster

Wir freuen uns auf jeden Fall über eine Vernetzung mit dir! Du kannst gern deinen Lebenslauf bei Monster hochladen und wir bringen dich mit spannenden Arbeitgebern in Kontakt.

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*Online-Umfrage von YouGov Deutschland und Monster, an der 2.103 Personen zwischen dem 20.08.2021 und 23.08.2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.