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Sabbatical – was es ist und warum es Sinn macht

Sabbatical – was es ist und warum es Sinn macht

Lust auf ein Sabbatical? Es gibt gute Gründe dafür!

Ist die klassische Arbeitswoche mit ihren 40-Stunden überholt? Es scheint einen wachsenden Trend zu flexiblen Arbeitszeitmodellen zu geben, dem auch viele Arbeitgeber positiv gegenüberstehen. Schließlich sind zufriedenen Mitarbeiter mit einer ausgeglichenen Work-Life-Balance bessere Mitarbeiter als ihre ausgelaugten, unmotivierten Kollegen. Die Studie von Viking deckt auf, wie viele Arbeitnehmer sich nach einer beruflichen Auszeit sehnen und welche Gründe es gibt es umzusetzen!

 

Sabbatical Studie -  87 % wünschen sich eine Auszeit

 

Sabbatical Studie Grafik

 

Sabbaticals sind eine Möglichkeit, das Arbeitsleben flexibler zu gestalten. Wurde diese Auszeit ursprünglich für Professoren als Forschungssemester eingeführt, kann davon heutzutage auch Otto Normalverbraucher profitieren. Das Konzept ist auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite inzwischen gut be- und anerkannt. „Das wichtigste ist, die Führungskräfte zu gewinnen. Es sollte aber auch ein gemeinsamer Prozess der Unternehmen zusammen mit den Mitarbeitern sein. Vielleicht sogar mit allen Mitarbeitern, damit sich keiner verstecken muss“, sagt Coach Carsten Alex. Er hat selbst eine zweijährige Auszeit vom Job genommen und unterstützt Menschen mit ganzheitlichen Lösungsansätzen, mehr Lebensqualität und Erfolg zu erreichen.

Der Wunsch nach einer Auszeit vom Job ist groß. Das belegen auch die Ergebnisse einer Sabbatical-Studie des Bürobedarf-Lieferanten Viking mit 514 deutschen Arbeitnehmern und vier Experten. Überwältigende 87 % der Befragten, die noch kein Sabbatical gemacht haben, wünschen sich ein Sabbatical zu nehmen.

 

 

 

Top Gründe für ein Sabbatical

 

Sabbatical Studie GrafikDoch wie entsteht eigentlich der Wunsch nach einem Sabbatical? Bloggerin Julia Patzenhauer berichtet nach Ihrer Auszeit: „Mit dem Sabbatical wollte ich mir tatsächlich den Traum und Luxus erfüllen, noch einmal für mehrere Monate ganz entspannt zu reisen – ohne Geldsorgen. Denn ich wusste ja, dass mein Job auf mich wartet und somit war das Sabbatical auch genau das Richtige für mich.“. Sie erzählt weiter: „Außerdem hatte ich mir erhofft, mich wieder freier und glücklicher zu fühlen.“ Genau, diese Hoffnung erscheint nach einem Sabbatical auch wirklich erfüllt zu werden. In der Umfrage gaben 80% der Befragten, die ein Sabbatical gemacht haben, an danach tatsächlich glücklicher zu sein.

 

Keine Angst haben – einfach machen

 

Auch wenn der Wunsch nach einer beruflichen Auszeit groß ist, scheuen sich doch viele diesen wirklich umzusetzen. Zu unsicher scheint die Zukunft danach, die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Hier überraschen die Studienergebnisse vielleicht sogar am meisten: 58 % derjenigen, die ein Sabbatical gemacht haben, kehrten danach in ihren alten Job zurück. Wer den Sprung nicht ganz alleine wagt, kann sich auch Rat und Unterstützung holen. So bietet z.B. Daniela Scholl von der auszeitAGENTUR einen solchen Service an. Auf die Frage nach ihren „typische Kunden“ antwortet sie: „Ein Großteil meiner Kunden ist weiblich und über 40 Jahre alt. Einige haben harte Jahre als Alleinerziehende hinter sich und möchten sich jetzt, wo die Kinder auf eigenen Füßen stehen, wieder auf die eigenen Träume und Bedürfnisse besinnen. Andere sind kinderlos und fragen sich, ob das jetzt alles war im Leben. Einige sind müde, andere voller Tatendrang. Wenige haben kleine Kinder.“ Das spiegelt sich auch in den Studienergebnissen wieder, die zeigen, dass Frauen in der Regel eine längere Auszeit nehmen als Männer.

 

Der richtige Zeitpunkt

 

Viele Arbeitnehmer stellen sich wohl die Frage, wann genau denn der richtige Zeitpunkt für einen Karrierebruch sei. Leila Gisin, Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologin an der Hochschule Luzern hat darauf eine klare Antwort: „Auf jeden Fall nicht erst dann, wenn man kurz vor dem Burnout steht oder total unglücklich oder unzufrieden mit dem aktuellen Job ist. Bei ersterem kommt die Erholungsphase zu spät, bei letzterem verschiebt man das Problem nur auf später – da ist eher ein Jobwechsel angezeigt.“ Interessant ist, dass die Psychologin nicht lediglich eine einmalige Auszeit empfiehlt, denn „grundsätzlich soll und kann ein Sabbatical einer Standortbestimmung und/ oder Neuorientierung dienen und soll für eben diese Zwecke in regelmäßigen Abständen (5-7 Jahre) erfolgen. 


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