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So überzeugt dein Lebenslauf mit der richtigen Schriftart

Ob Rechtsanwalt, Fotograf oder Erzieher: Jeder Lebenslauf braucht die passende Schriftart. Nicht selten zerbrechen sich Bewerber darüber schon den Kopf, bevor sie die erste Zeile ihres CV verfassen. Das muss nicht sein!

Bei der Auswahl aus all den Schriftarten stehen die Voraussetzungen des Jobs, um den du dich bewirbst, im Vordergrund. Was erwartet man von dir? Theoretisches Wissen oder eher handfestes, praktisches Können? Oder sind Kreativität und Fantasie das A und O für die Stelle?

Ob mit Serifen oder ohne, in großen oder kleinen Buchstaben, in Farbe oder nicht – Monster verrät dir, welche Schriftart im Lebenslauf dir Pluspunkte bei Personalern verschafft, noch bevor sie ihn gelesen haben.

 

Schriftart im Lebenslauf auf den Job ausrichten

 

Räumen wir gleich mal mit einem Mythos auf: Es gibt keine universelle Schriftart, die sowohl ein Arzt als auch ein Maschinenbauingenieur und ein Werbegrafiker für ihr CV ohne Bedenken verwenden können. Die Stelle, auf die du dich bewirbst, ist entscheidend dafür, welche Schriftart zu deinem Lebenslauf passt.

 

Mit Serifen: klassische und intellektuelle Schriftart für den Lebenslauf

 

Von Serifen hast du wahrscheinlich entweder schon in deiner täglichen Arbeit mit verschiedenen Textverarbeitungsprogrammen oder spätestens bei der Erstellung deines Lebenslaufes gehört. Aber was verbirgt sich hinter diesem mysteriösen Begriff?

Bei Serifen handelt es sich um kurze, feine Linien, die die Buchstaben am Ende abschließen und quer zu den jeweils abzuschließenden Linien verlaufen. Die wahrscheinlich bekannteste Schriftart mit Serifen ist Times New Roman – der absolute Klassiker unter den Microsoft-Fonts, der bis heute gerne für Lebensläufe und Bewerbungsschreiben verwendet wird.

Doch genau da liegt häufig der Fehler: Insbesondere bei Stellen, die viele Mitbewerber anziehen, ist es zumeist hilfreich, zu anderen Serifen-Fonts zu greifen. So sticht dein CV aus der Masse heraus und zieht die Aufmerksamkeit des Personalers auf sich. Gute Alternativen sind zum Beispiel Baskerville Old Face, Book Antiqua, Cambria, Garamond oder Georgia.

Buchstaben mit Serifen erinnern an eine formschöne Handschrift. Sie vermitteln den Eindruck, dass der Text von einer gebildeten, reflektierten und ausgeglichenen Person verfasst wurde. Daher empfehlen sich Schriftarten mit Serifen beispielsweise für Lebensläufe von Ärzten, Juristen, Wissenschaftlern, Beamten oder Lehrern.

 

Ohne Serife: praktisch und zweckmäßig

 

Bei Schriftarten ohne Serifen fehlen die feinen Linien an den Enden der jeweiligen Buchstaben. Sie sind meistens etwas größer als die Fonts mit Serifen, wirken jedoch schlanker. Auch die Abstände zwischen den Buchstaben erscheinen größer. 

Die beliebteste Schriftart ohne Serife ist Arial. Ähnlich wie Times New Roman hat sie sich jedoch längst überlebt. Wer seinen Lebenslauf in einer Schriftart ohne Serife und gleichzeitig originell gestalten möchte, der greift zu Calibri, Helvetica, Lucida Sans, Microsoft Sans oder Tahoma.

Solche Schriftarten wirken technisch, nüchtern und direkt. Der- oder diejenige, der oder die sie benutzt, erscheint dem Leser pragmatisch und kompetent. Sie eignen sich daher bestens für technische Berufe wie Ingenieure, Mechaniker und Labortechniker.

 

Mal was anderes: Schriftart im Lebenslauf für kreative Köpfe

 

Bei Jobs, die Kreativität und unkonventionelles Denken voraussetzen, reicht eine gewöhnliche Schriftart häufig nicht – egal, ob mit Serifen oder ohne. Denk darüber nach, auf die Standard-Fonts der Textverarbeitungsprogramme zu verzichten und begib dich auf die Suche nach neuen Lösungen! Das Internet hat unzählige ausgefallene Schriftarten zu bieten, von denen du viele kostenlos herunterladen kannst.

Eins darfst du aber nicht vergessen: Die Lesbarkeit muss immer im Vordergrund stehen. Selbst die schönste und originellste Schriftart im Lebenslauf wird dir nicht helfen, wenn der Personaler sie nicht auf den ersten Blick entziffern kann. Es spielt keine Rolle, wie gut du qualifiziert bist und wie viel Erfahrung du mitbringst, keiner wird sich die Mühe geben, diese aus einer übertrieben verschnörkelten oder verformten Schrift herauszulesen.

 

Formatierung nicht vergessen

 

Die passende Schriftart allein reicht noch nicht für eine erfolgreiche Bewerbung. Mehrere Faktoren entscheiden darüber, ob dein Lebenslauf dem Personaler sofort positiv auffällt oder nicht.

 

Auf die Größe kommt’s an!

 

Ein Lebenslauf muss gut lesbar sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Satz die halbe Seite einnehmen muss! Die optimale Schriftgröße für den Fließtext ist Größe 11, bei kleineren Schriftarten kann es auch gerne Größe 12 sein. Überschriften dürfen eine bis zwei Größen größer sein als der Fließtext. Ein Muss ist das aber nicht, falls sie sich auf eine andere Art und Weise vom Text abheben (beispielsweise durch gefetteten Text und/oder Kapitälchen). 

Verwendest du ein Deckblatt für dein CV, darfst du darauf gerne größere Buchstaben benutzen, da kleine zu sehr untergehen würden. Achte darauf, dass dein Name hervorsticht. Wenn du deine Kontaktdaten auf dem Deckblatt beispielsweise in Schriftgröße 18 angibst, sollte dein Name in Größe 24 darüber stehen.

Denke daran, dass eine zu kleine oder zu große Schriftgröße im Fließtext nicht nur schlecht lesbar ist, sondern auch Rückschlüsse gezogen werden. Zu kleine Buchstaben lassen vermuten, dass du nicht imstande bist, deinen Lebenslauf auf die vorgeschriebenen zwei Seiten zu kürzen. Eine zu große Schrift lässt hingegen den Eindruck entstehen, dass du versuchst, mangelnde Erfahrung durch Platzschinderei zu vertuschen.

Auch der Zeilenabstand ist nicht ohne Bedeutung. Lebensläufe ohne Zeilenabstand wirken übertrieben komprimiert, ähnlich wie zu kleine Schriftgrößen. Zu große Zeilenabstände lassen allerdings den Verdacht aufkommen, dass der Bewerber die Leerräume in seinem CV künstlich zu füllen versucht. Die beste Wahl ist ein Zeilenabstand von 1,15 bei kleineren oder 1,5 bei größeren Schriftarten.

 

Bunter Vogel? Nein danke!

 

Experimente mit Farben sind in Lebensläufen unabhängig von der Schriftart absolut unerwünscht. Die einzige Schriftfarbe, mit der du auf der sicheren Seite bist, ist Schwarz. Wenn du unbedingt etwas Farbe in dein CV bringen willst, tue es lieber im Design, zum Beispiel auf dem Deckblatt oder durch einheitliche Rahmen auf allen Seiten des Lebenslaufes.

Auch in kreativen Berufen ist es riskant, durch bunte Schrift hervorstechen zu wollen. Denke daran, dass die Lesbarkeit deines CVs im Vordergrund stehen muss, und diese wird nicht selten durch die falsche Farbwahl beeinträchtigt. Insbesondere wenn du dich online bewirbst, kannst du nicht vorhersehen, welche Bildschirmeinstellungen der Personaler nutzt und wie ihm die von dir sorgfältig ausgewählten Schriftfarben tatsächlich dargestellt werden.

Bevor du sämtliche Fonts auf deinem Rechner durchstöberst, verraten wir dir, wie du einen perfekten CV verfasst und dazu ein überzeugendes Anschreiben erstellst.

Sobald dein Lebenslauf mit der richtigen Schriftart gekrönt wurde, bist du bereit, dich bei Monster nach deinem Traumjob umzusehen.

 

Lebenslauf Infografik #PerfectCV

Top-10-Liste der Schriftarten

 

Wie bereits erwähnt ist es natürlich besonders wichtig, dass der Leser den Inhalt deines Lebenslaufs gut und schnell erfassen kann. Laut einer internationalen Umfrage nehmen sich Recruiter durchschnittlich nur 31 Sekunden für ein initiales Screening Zeit, um dann zu entscheiden, ob du für die zu besetzende Stelle in Frage kommst.

Wichtig ist also, dass die Schriftart, für die du dich entscheidest, gut lesbar ist – auch in kleinen Formaten, wie zum Beispiel auf dem Smartphone! Aber natürlich sollte der persönliche Touch nicht zu kurz kommen. Immer noch genügend Spielraum für deine persönliche Note geben dir diese „Lebenslauf“-freundliche Schriftarten, die auch bei Recruitern gerne gesehen sind.

 

Hier sind die Top 10 der Recruiter:

 

1. Calibri

Weich, subtil und modern – Calibri ist die Schriftart, die häufig in E-Mail Programmen vorgespeichert ist, d.h. das Auge ist gut an sie gewöhnt und eine sichere Wahl.

 

2. Times New Roman

Sehr passend für eher konservativere Jobs! Sie ist auch elektronisch gut zu lesen und zeichnet sich durch ihren konventionellen Charakter aus.

 

3. Arial

Der Klassiker – die “sans serif” Schriftart ist eine gute Wahl, auch für kreative Köpfe zum Beispiel im Marketing.

 

4. Verdana

Wie Arial, ist Verdana eine moderne und beliebte Schriftart, die durch den minimal erhöhten Abstand fast noch leichter zu lesen ist.

 

5. Cambria

Ebenfalls eine oft gesehen “Standard”-Schrift, die Recruiter bereits gut kennen und an die sie gewohnt sind. Damit macht man nichts verkehrt!

 

6. Garamond

Etwas mehr “graziös” kommt Garamond daher und passt sehr gut zu den kreativen Bewerbern – besser als zu Bänkern und Führungskräften.

 

7. Book Antiqua

Wie der Name schon sagt, Book Antiqua passt am besten zu Bewerbern aus dem Bereich Kunst- und Geisteswissenschaften.

 

8. Trebuchet MS 

Freundlich, rund und positiv – ebenfalls eine gute Wahl für Kandidaten, die sich in den Bereichen Marketing oder kreativen Branchen bewerben.

 

9. Arial Narrow

Du hast ein Platzproblem? Dann bietet diese schmalere Form von Arial an, denn sie ist modern und trotzdem noch gut lesbar.

 

10. Didot

Die Schriftart hat Style und ist trotzdem noch gut lesbar. Wahrscheinlich ist sie die künstlerischste unter den Top 10, aber trotzdem noch professionell.

 

 


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