Skip to main content

Karriere durch Selbstmarketing – nicht nur für Angeber

Karriere durch Selbstmarketing – nicht nur für Angeber

Applaus - weil du einfach gut bist

Tue Gutes und rede darüber: Selbstmarketing ist wichtig für die Karriere. Wer seine Erfolge versteckt, kommt nicht weit. Das hat nichts mit Angeberei zu tun.

Winke nicht gleich ab, wenn von Selbstmarketing die Rede ist!

Wahrscheinlich hast du nämlich bei dem Begriff zunächst das negative Bild von Menschen vor Augen, die sich wichtig nehmen und angeberisch wirken. Dabei kann professionelles Selbstmarketing ein sehr seriöses und hilfreiches Werkzeug sein. Letztlich geht es darum, die eigenen Fähigkeiten und Leistungen für andere sichtbar zu machen.

 

Selbstmarketing - so klappt's

 

#1: Fähigkeiten und Erfolge anderen bewusst machen

Sowohl im Bewerbungsprozess als auch im aktuellen Job gilt es zu zeigen, was du kannst und welcher Nutzen sich durch dein Können auch für andere bietet. Hältst du mit deinem Talent und Können hinter dem Berg, wirst du auch hinter deinen beruflichen Möglichkeiten zurückbleiben. Und mal ehrlich, du möchtest doch nicht anderen, die weniger auf dem Kasten haben, den Vorrang lassen, nur, weil sie sich besser vermarkten?

Beim Selbstmarketing ist es wie sonst auch im Leben: Es geht um das richtige "Wie". Mach dir zunächst deine Fähigkeiten und Erfolge bewusst, aber vermeide dabei Gedanken wie: "Das ist doch nichts Besonderes, darüber muss man doch nicht reden", denn sie bremsen nur. Denke gezielt an Situationen, an die du dich gerne erinnerst, an solche, die dir gelungen sind. Auch ein positives Feedback durch Dritte kann ein sinnvoller Anknüpfungspunkt sein, um sich über seine eigenen Leistungen klar zu werden.

 

#2: Die eigenen Stärken erkennen

Leider sind wir oft für unsere Stärken blind, da wir diese als "normal" wahrnehmen. Wer beispielsweise nach offiziellem Dienstschluss noch eine wichtige Aufgabe erledigt, zeigt damit viel Einsatz, der einen positiv abhebt. Zudem spricht eine solche Einstellung für eine ausgeprägte Kundenorientiertheit, die ebenfalls positiv ist. Auch überdurchschnittliche analytischen Fähigkeiten, zum Beispiel das schnelle Erkennen von Zusammenhängen, gilt es wert zu schätzen. Diese Beispiele zeigen: Scheinbare Selbstverständlichkeiten sind eben nicht selbstverständlich und zeigen, wo deine Stärken liegen.

 

#3: Fähigkeiten mit Beispielen belegen

Belege deine Kompetenzen mit Beispielen, denn so kannst du zeigen, dass du diese Fähigkeiten auch tatsächlich besitzt. Dazu können auch Beispiele herangezogen werden, die außerhalb der beruflichen Leistung liegen, zum Beispiel ein ehrenamtliches Engagement. Wichtig ist nur, dass die Beispiele für andere nachvollziehbar sind.

 

#4:Tue Gutes und rede darüber

Wenn du nur im Verborgenen wie ein Mauerblümchen arbeitest, kannst du nicht erwarten, dass deine Leistung auch wahrgenommen wird. "Tue Gutes und rede darüber", so lässt sich am besten umschreiben, wie es gelingt, die eigenen Fähigkeiten und Stärken sichtbar zu machen. Und keine Sorge – die Gefahr, als Angeber eingestuft zu werden, besteht nicht solange du auf dem Boden der Tatsachen bleibst und die Fakten für dich sprechen lässt. Denn der kleine aber feine Unterschied in der richtigen Kommunikation ist hier wichtig: Es sollte sich nicht um Eigenwerbung handeln, sondern um eine anschauliche Beschreibung eines positiven Projekts. „Unsere Reklamationsquote konnte mit dem von mir entwickelten Verfahren um 30 Prozent gesenkt werden", klingt anders als wenn du einfach behauptest: „Das mit der Reklamationsquote habe ich echt toll gemacht", ohne diese Aussage mit Fakten zu untermauern. Das Geheimnis ist also: Liefere positive Fakten und überlasse anderen die Wertung.

 

#5: Das Image verbessern

Welches Bild haben andere von dir? Wirst du als der ständige Bremser wahrgenommen, der alle neuen Vorschläge im Keim erstickt? Oder traut man dir eher wenig zu, weil du dich bisher einfach immer im Hintergrund gehalten hast? Es ist wichtig, zunächst zu erkennen, wie andere dich wahrnehmen und mit welchen Eigenschaften und Verhaltensweisen man dich in Verbindung bringt. Nur wenn du dir bewusst machst, welches Bild andere von dir im Kopf tragen, hast du auch die Möglichkeit, dem durch entsprechende Handlungsweisen gezielt entgegen zu wirken. Neben dem Verhalten haben auch das Auftreten und das Erscheinungsbild einen wichtigen Einfluss auf das Image. Wirkst du selbstbewusst oder gewinnt man den Eindruck, dass du dich am liebsten verkriechen möchtest? Wie klingt deine Stimme?

Sprichst du leise und nur auf Aufforderung? Oder polterst du in Gesprächen auch gerne mal dazwischen? Wenn man sich aktiv selbst beobachtet, fallen solche Dinge auf und man kann beginnen, an ihnen zu arbeiten. Auch das Outfit (typgerechte Kleidung, Frisur) kann einen wichtigen Einfluss auf das Selbstwertgefühl haben, denn wer sich wohl fühlt in seiner Haut, traut sich automatisch mehr zu und strahlt mehr Selbstbewusstsein aus. Solltest du dich bei der Auswahl schwertun, kann eine professionelle Stilberatung hilfreich sein.

 

#6: Kontakte sind Gold wert

Kontakte und gezieltes Networking sind für eine berufliche Entwicklung von zentraler Bedeutung. Nicht in den offiziellen Meetings werden die wichtigsten geschäftspolitischen Entscheidungen getroffen, sondern in informellen Gesprächen in den Pausen oder nach Feierabend. Kontakte müssen deshalb nicht nur geknüpft, sondern auch gepflegt werden. Es sind besonders die kleinen Aufmerksamkeiten, wie das Gratulieren zum Geburtstag oder die Weitergabe von Informationen, die deiner Kontaktperson zeigen, dass du an andere denkst und sie ernst nimmst. Diese kleinen Gesten wissen die meisten Menschen zu schätzen und im Gegenzug werden sie auch dir behilflich sein, wenn es nötig ist. Ein guter Netzwerker muss deshalb zunächst daran denken, wie er andere unterstützen kann. Er geht damit in Vorleistung, hat dann aber auch einen Gefallen bei der Person gut und bleibt dieser im Kopf – und das kann Gold wert sein.

 

#7: Aktive Netzwerken - so geht's

Besonders positiv ist es, wenn es gelingt, einen Kontakt zwischen zwei Menschen herzustellen, von dem beide profitieren können. Dadurch wirst du positiv wahrgenommen und ins Gespräch gebracht. Aktives Netzwerken trägt auch dazu bei, dass du ganz gezielt an deinem Selbstmarketing arbeiten kannst, ohne dich unangenehm in den Mittelpunkt zu stellen. Einfach dadurch, dass du die richtigen Leute kennst. Also: Selbstmarketing geht auch ohne Angeberei.

 


Back to top