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Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch

Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch

Die Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch

Ob Assessment Center oder Einzelinterview, die Bitte nach einer kurzen Darstellung deines Werdegangs steht oft an erster Stelle im Auswahlfahren. „Erzählen Sie uns etwas über sich“,  "Bitte stellen Sie sich zur Person und zu Ihrer beruflichen Entwicklung vor" oder "Fassen Sie Ihren Werdegang für uns zusammen" - ein Klassiker! Wir geben dir wichtige Tipps, wie du dich auf diese Frage vorbereiten und dich selbstbewusst präsentieren kannst.

 

Lebenslauf im Vorstellungsgespräch nachbeten - langweilig!

Eins wollen deine Gesprächspartner dann allerdings nicht von dir hören: Die chronologische und lückenlose Wiederholung deines Lebenslaufs mit allen einzelnen Stationen, beginnend mit dem höchsten Schulabschluss, endend mit der heutigen Position. Denn diesen kennen die Personaler nach der ersten Vorauswahl der Bewerbungsunterlagen bereits. Die eigentliche Aufgabe: Du sollst in fünf Minuten über die schriftliche Bewerbung hinaus mündlich deine Qualifikationen sowie prägende Erfahrungen benennen und strukturiert präsentieren! Und das am besten immer mit dem Fokus auf die stellenbezogenen Anforderungen deines potenziellen Arbeitgebers.

 

Deine Selbstpräsentation - So klappt’s besser

 

Wichtige Botschaften im Vorstellungsgepräch: Ich bin, ich kann, ich will

Eine wirkungsvolle Kurzpräsentation besteht aus den folgenden Bausteinen: Ich bin, ich kann, ich will!

 

Ich bin: Du stellst dich mit deinem Namen vor und beschreibst deine aktuelle Situation.

Zum Beispiel:

  • "Ich bin 35 Jahre alt, Diplom-Betriebswirt und zurzeit als Projektleiter bei der XXX  GmbH tätig. Dort betreue ich das Thema Handelsmarketing für den DACH-Raum.
  • "Ich stehe kurz vor Abschluss meines B. Sc.-Studiums der Ökotrophologie an der Hochschule Fulda. Meine Bachelor Thesis werde ich Ende Dezember 2009 abgeben. Sie hat das folgende Thema…."

 

 

Ich kann: Du benennst die wichtigsten Stationen des Werdegangs. Dann kannst du Leistungs- oder Projektbeispiele, die für deinen Gesprächspartner und die Position von Interesse sein könnten.

Du kannst kurz, die aus deiner Sicht für die angebotene Stelle wichtigsten Qualifikationen, vorstellen, die du mitbringst. Ebenso die wichtigsten Kenntnisse und Fähigkeiten mit einem kurzem Hinweis auf die Stationen - beruflich oder auch privat  - in denen du diese erworben hast.

Zum Beispiel:

  • "Ich habe mehr als fünf Jahre Erfahrung im Handels- und PoS-Marketing als Projektleiter auf Agenturseite. Zudem bin ich sehr gut mit den anspruchsvollen Kunden aus Industrie und Handel vertraut. Wesentliche Aufgabenschwerpunkte sind die Implementierung von Strategien aus dem Handelsmarketing und die Koordination aller Zulieferer und Dienstleister in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber und den einzelnen Abteilungen, d.h. Produktmanager, Key Account, Handelsmarketing und dem Außendienst. Momentan arbeite ich an einem Projekt, dass aus meiner Sicht gut zu den erwartenden Aufgaben passt und ich Ihnen gern vorstellen würde."

Hier beschreibst du im besten Fall ein Projekt mit Ziel, deiner Aufgabe und dem quantitativen und/ oder qualitativen Resultat. Im Anschluss fasst du – als Resultat deines beruflichen Werdegangs - deine fachlichen und persönlichen Stärken und Kompetenzen zusammen.

 

 

Ich will: Sprich offen über deine Ziele mit dieser Bewerbung und deine Erwartungen an die Position, für die du dich beworben hast.

Zum Beispiel:

  • "Ich möchte nun die Erfahrungen aus meinem Studium, den Praktika in der Qualitätssicherung sowie meiner Bachelor Thesis nutzen und sie in der Position in Ihrem Team weiterentwickeln."

 

 

Was tun bei schwierigen Themen?

Bei Lücken im Lebenslauf solltest du diese kurz nennen, sofern sie länger als vier Monate sind, und mit Inhalt füllen. Denk daran: Du brauchst dich nicht dafür rechtfertigen, sondern ehrlich und sachlich darstellen, was in dieser Zeit war und welche Erfahrungen du in dieser Zeit sammeln konntest, die für deine weitere berufliche Zukunft von Vorteil sein können.

Erläutere im Anschluss kurz, wie sich deine aktuelle berufliche und persönliche Situation heute darstellt. Wichtig ist, dass du authentisch bist und dabei kannst du auch während deiner Selbstpräsentation sachlich-offen mit negativen beruflichen Entscheidungen oder anderen schwierigen Themen umgehen. Das zeigt Größe und Selbstbewusstsein!

 

Selbstpräsentation auf Stellenanzeige abstimmen

Entscheidend ist für die Bewerberauswahl letztendlich immer die größte Übereinstimmung zwischen deinen Qualifikationen und den Anforderungen des potenziellen Arbeitgebers. Denke daran: Wenn du in einem Bewerbungsgespräch oder Assessment Center sitzt, hat dein Werdegang dein Gegenüber zumindest in der schriftlichen Form schon überzeugt!

 

Zwei Tipps fürs Bewerbungsgespräch zum Schluss

 

1. Sei positiv!

Nutze aktive und positiv besetzte Aussagen, nicht passive und negative.Also nicht: "Ich wurde nicht gefördert...", "ich kam mit meinem Vorgesetzten nicht zurecht", "Ich konnte nicht..., daher habe ich gekündigt ...". Sondern: "Ich such neue Herausforderungen…“, Ich war verantwortlich für..." oder "Ich wechselte zu der XXX AG, um dort als Projektleiter das Thema … zu verantworten und meine Schwerpunkte auszubauen."

 

2. Üben, üben, üben!

Schreibe vor dem Bewerbungstermin im Unternehmen deine Selbstpräsentation nach den oben genannten Themenbausteinen in Stichworten auf und übe sie im Vorfeld, idealerweise mit Personen deines Vertrauens, abgestimmt auf die Aufgaben und Anforderungen der neuen Stelle und immer nach dem Motto "Beschreiben, nicht bewerten".


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