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Perfektes Kurzprofil: 15 Tipps für deine Bewerbung

Perfektes Kurzprofil: 15 Tipps für deine Bewerbung

Kurzprofil - so kannst du eine Fähigkeiten am besten darstellen!

Das Kurzprofil gehört zwar nicht zum klassischen Teil der Bewerbung, bietet aber vor allem erfahrenen Bewerbern einige wertvolle Möglichkeiten, sich optimal zu präsentieren. Damit dir dein Kurzprofil aber einen wirklichen Vorteil bringt, solltest du folgende Tipps beachten.

Die klassische Bewerbung umfasst in Deutschland das Bewerbungsschreiben, den Lebenslauf sowie Anlagen, in denen Arbeits- und Ausbildungszeugnisse, Fortbildungsnachweise oder Zertifikate mitgesendet werden. Um sich aber von der Konkurrenz zu unterscheiden, werden gerne neue Wege gewählt: In den letzten Jahren ist beispielsweise das Deckblatt in Mode gekommen. Aus dem englischsprachigen Raum kommt dagegen der Trend, die eigenen Qualifikationen in einem Kurzprofil knapp auf den Punkt zu bringen, um Interesse zu wecken.

Wenn du diese 15 Tipps zum Kurzprofil berücksichtigst, kannst du dich von Mitbewerbern abheben und deine Chance auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhöhen.

 

#1: Kurz und knapp: Was ist ein Kurzprofil?

Das Kurzprofil bietet dem Leser eine Zusammenfassung aus beruflichen Qualifikationen sowie Soft- und Hard-Skills des Bewerbers auf nur einer Seite und soll einen ersten Überblick geben. Dieser Appetizer ist also eine Mischung aus Bewerbungsschreiben, Motivationsschreiben und Lebenslauf und soll die besondere Eignung für die Stelle, die vielleicht nicht direkt aus den Tätigkeiten im Lebenslauf hervorgeht, in den Vordergrund rücken. Besonders für Bewerber mit sehr ausführlichen Lebensläufen stellt das Kurzprofil eine gute Gelegenheit dar, das Wichtigste zusammenzufassen und den Recruiter neugierig zu machen.

Aber auch in der neuen Monser App besteht die Möglichkeit dich mit einem Kurzprofil zu bewerben, welches du direkt in der App ausfüllen kannst. Um den Recruitern hier aufzufallen ist eine knackige Zusammenfassung deiner Erfahrungen und Skills Gold wert!

 

#2: Einen Plan festlegen

Wer sich daran macht, selbst ein Kurzprofil zu erstellen und sich nicht die Bewerbung schreiben lassen möchte, muss sich zunächst überlegen: Was möchte ich mit dem Kurzprofil bewirken und welche Informationen sind für die Wunschstelle gefragt? Wenn diese bereits klar und deutlich aus dem Lebenslauf hervorgehen, also kein Mehrwert durch das Kurzprofil entsteht, solltest du es lieber weglassen. Aufgeblähte Bewerbungen sind der Erzfeind jedes Personalers. Wenn du aber einen Lebenslauf hast, der vielleicht nicht ganz geradlinig ist und viele verschiedene Stationen und Tätigkeiten beinhaltet, kannst du mit einem Kurzprofil dem Leser den roten Faden in deiner Karriere zeigen und das Wichtigste kompakt präsentieren.

 

#3: Das darf im Kurzprofil nicht fehlen

Bei der klassischen Bewerbung gilt: Zu Beginn sollte immer eine Überschrift und Auszeichnung als Kurzprofil stehen, sodass der Leser direkt weiß, womit er es zu tun hat und nicht fälschlicherweise das Kurzprofil mit dem Lebenslauf verwechselt. Außerdem sollten natürlich immer dein Name und deine vollständigen Kontaktdaten sowie die Bezeichnung und Beschreibung deiner derzeitigen Position genannt werden.  Auch ein Bewerbungsfoto  wäre eine gute Ergänzung (dazu in Punkt 5 mehr!)

Bis hierhin ähnelt das Profil noch dem Lebenslauf. Doch dann sollten zusätzlich noch Punkte aufgeführt werden, die den Lebenslauf zusammenfassen und Highlights hervorheben: Die Nennung von Hard Skills (wie die Ausbildung, Kernkompetenzen, Schwerpunkte der beruflichen Laufbahn und spezielle Branchenerfahrung) und Soft Skills (Führungs- und Managementerfahrung, Verantwortungsbereiche und bisherige Erfolge), die natürlich im Hinblick auf die Wunschstelle und den eigenen Werdegang angepasst werden, verlangt von dir, dass du weißt, was von dir in der zukünftigen Stellung erwartet wird. Dieser Transfer ist bereits viel wert und zeigt deine fachliche und persönliche Kompetenz.

 

#4: Passendes Layout wählen

Nicht nur der Inhalt, auch die Optik muss stimmen. Hierbei empfiehlt es sich, das Layout des Kurzprofils auf das Design der restlichen Bewerbung abzustimmen und Farbwahl und Struktur beizubehalten, damit ein einheitliches Bild für den Leser entsteht. Generell gilt: Keine zu knalligen Farben und Designelemente nutzen. Weniger ist hierbei oft mehr!

 

#5: Bewerbungsbild anpassen

Ein optimales Bewerbungsfoto ist zwar keine Eigenheit des Kurzprofils, aber hier besonders wichtig, da im Kurzprofil ein persönliches Bild von dir als Bewerber und Persönlichkeit gezeichnet wird. Das Bewerbungsbild sollte deshalb möglichst in Farbe und Design zum Rest der Bewerbung passen - und natürlich fachgerecht von einem professionellen Fotografen erstellt worden sein. Hier sollte man auf keinen Fall am falschen Ende sparen, sondern lieber für gelungene Fotos etwas Geld in die Hand nehmen. Wer einen Fotografen in der Bekanntschaft hat, kann natürlich darauf zurückgreifen. Professionalität ist dabei aber unverzichtbar! Wie heißt es so schön: Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck!

 

#6: Stichpunktartige Beschreibungen einfügen

Im Kurzprofil hat langer Fließtext nichts zu suchen. Der Name zeigt schon, dass man sich besser KURZ halten sollte. Für einen ausführlichen Text ist das Bewerbungsschreiben oder gegebenenfalls ein zusätzliches Motivationsschreiben da. Im Kurzprofil solltest du möglichst „auf den Punkt“ kommen und Tätigkeitsbeschreibungen oder Erläuterungen in Stichpunkten anführen. Der Leser sollte schnell alle wesentlichen Dinge erfassen können und so einen ersten Eindruck davon gewinnen, was dich als Bewerber ausmacht.

 

#7: Keine falsche Bescheidenheit

Generell gilt in der Bewerbung: Understatemen ist hier fehl am Platz! Natürlich darfst du nicht angeben oder hochnäsig wirken, allerdings wäre es ein großer Fehler, wenn du deine Vorzüge nicht optimal präsentierst. Zähle also auch im Kurzprofil selbstbewusst die Leistungen und Skills auf, auf die du stolz sein kannst und die dich dazu befähigen, deine Traumstelle auszufüllen und besser zu erledigen als die anderen Bewerber.

 

#8: Erfolge belegen

Soft Skills, Hard Skills und Erfolge solltest du belegen, indem du sie mit deinen Erfolgen belegst. Besonders glaubwürdig bist du natürlich, wenn du Zahlen nennen kannst, die direkt mit deiner Arbeit in Verbindung stehen. Schließlich kann der Leser diese Zahlen einordnen, auch wenn er vielleicht nicht direkt aus der Branche kommt, was bei Personalern durchaus der Fall sein kann. Budgetverantwortung in Euro, Führungsverantwortung für eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern oder eine Steigerung von Umsatz, Gewinn oder Produktivität sind Punkte, die sich dafür besonders eignen und beispielsweise deine Führungskompetenzen oder spezielle Erfahrungswerte direkt belegen können.

 

#9: Nicht wiederholen

Die Kunst besteht darin, das Kurzprofil nicht als Wiederholung des Lebenslaufs zu gestalten, sondern dem Leser eine zusätzliche Informationsquelle zur Verfügung zu stellen. Es hilft wenig, wenn du Copy/Paste nutzt und einfach Punkte aus dem Lebenslauf Wort für Wort überträgst. Du musst Highlights setzen, Fähigkeiten und Tätigkeiten zusammenfassen und dem Recruiter, der die Bewerbung auf den Tisch bekommt, helfen, zwischen den Zeilen zu lesen.

 

#10: Persönliches Motto benutzen?

Viele Bewerber, die ein Kurzprofil nutzen, wollen sich und ihrer Karriere darin ein Motto geben, das sie in Form eines Sinnspruchs oder Zitats dem Profil voranstellen. Das ist vollkommen in Ordnung, allerdings solltest du darauf achten, keinen abgedroschenen Spruch zu verwenden, den man in jedem zweiten Ratgeber findet. Auch der Ursprung des Zitats ist wichtig: Checke vorher, wen du zitierst und aus welchem Zusammenhang das Zitat stammt. So vermeidest du unvorhergesehene Fettnäpfchen.

 

#11: Entwicklungen und Ambitionen aufzeigen

Neben dem, was du schon erreicht hast, kannst du im Kurzprofil auch zeigen, wo es für dich hingehen soll und wie deine bisherigen Tätigkeiten diesen Weg bereits prägen. Ambitionierte Bewerber sind beliebt - solange sie realistische Vorstellungen haben. Bleib deshalb auf dem Boden der Tatsachen und zeige gleichzeitig, dass du dich stets weiterentwickeln willst.

 

#12: Unterschrift: ja oder nein?

Im Gegensatz zum Bewerbungsschreiben und dem Lebenslauf muss das Kurzprofil nicht unterschrieben werden. Anschreiben und Lebenslauf werden dagegen immer mit Unterschrift und Datum versehen. Damit bezeugst du die Richtigkeit und Aktualität deiner Angaben.

 

#13: Kurzprofil im Anschreiben oder in der Inhaltsangabe erwähnen?

Da das Kurzprofil kein traditioneller Bestandteil der Bewerbung ist, sollte man den Leser darauf hinweisen, dass man eines mitgeschickt hat. Ein wirkliches Inhaltsverzeichnis, wie in einem Buch oder einer Hausarbeit für die Universität, ist in der Bewerbung eher unüblich und beispielsweise nur bei ausführlichen Anlagen empfehlenswert. Viele Bewerber zählen, zum Beispiel am Ende des Anschreibens oder auf einem separaten Deckblatt, kurz den Umfang der Bewerbung auf. An dieser Stelle sollte auch das Kurzprofil genannt werden. Eine kurze Erwähnung im Anschreiben ist ebenfalls möglich.

 

#14: Richtige Position in der Bewerbung wählen

An welcher Stelle sollte das Kurzprofil in der Bewerbung platziert werden? Ganz vorne, in den Anlagen oder sogar ganz woanders? Den größten Nutzen hat das Kurzprofil nach dem Anschreiben - und vor dem Lebenslauf. Wer sich die Mühe macht, ein zusätzliches Profil zu erstellen, sollte dafür sorgen, dass es zeitlich vor dem Lebenslauf gelesen wird. Eine Position im Anhang wäre allein aus diesem Grund nicht sinnvoll.

Das Anschreiben bildet die Anrede in der Bewerbung; der offizielle Teil, in dem du als Bewerber dein Interesse bekundest und im Schriftstück darstellst, was dein Anliegen ist. Der Platz zwischen dem Anschreiben und dem Lebenslauf ist deshalb die optimale Position für das Kurzprofil.

 

#15: Gesamte Bewerbung nochmal checken

Das Bewerbungsschreiben ist fertig, der Lebenslauf geschrieben, die Anlagen angepasst und auch das Kurzprofil platziert. Doch bevor du die komplette Bewerbung abschickst, solltest du alles in jedem Fall noch einmal checken - oder besser: Gegenchecken lassen! Ein zweites Paar Augen sieht immer mehr und nichts disqualifiziert Bewerber stärker als Fehler in der Bewerbung. Geh also lieber auf Nummer sicher und sorge dafür, dass die Unterlagen fehlerfrei beim Wunschunternehmen ankommen.

 

Die Tipps wurden von unserem Gastautor Christian Scherer verfasst. Er ist Marketing Manager vom Online-Bewerbungsservice richtiggutbewerben.de und Experte für Online-Bewerbungen sowie digitale Bewerbungsprozesse.


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