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Wie vermeiden Sie, dass Ehrgeiz zum Burnout führt?

Wie vermeiden Sie, dass Ehrgeiz zum Burnout führt?

Sie waren schon immer sehr ehrgeizig und reichen Ihre Arbeiten stets pünktlich ein. Es waren drei Quellen gefordert? Sie haben vier. Der Abgabetermin war am Freitag? Sie hatten alles schon am Donnerstag fertig.

Gerade im ersten Job tendieren viele Menschen dazu, zu allem, was von ihnen verlangt wird, Ja und Amen zu sagen. Jedoch werden Sie schnell merken, dass Sie sich auch zu viele Aufgaben aufhalsen können, was rasch zu Überarbeitung und in weiterer Folge auch zum sogenannten Burnout führen kann.

Wahrscheinlich denken Sie, dass Ihnen so etwas nicht passieren kann, aber eine Umfrage des Jobportals Monster hat beispielsweise ergeben, dass 87 % der Personen, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurden, in ihren derzeitigen Positionen mehr Druck am Arbeitsplatz verspüren und zu einem bestimmten Grad unter Burnout leiden.

Mehr als das Geforderte zu tun, mag in der Schule oder an der Universität noch sinnvoll sein – im Arbeitsleben führt es dagegen oft zu Schwierigkeiten. Mit den folgenden Maßnahmen können Sie jedoch einem Burnout vorbeugen.

Verstehen Sie Ihre Aufgaben – und die Erwartungen Ihres Arbeitgebers

Egal, um welches Projekt es geht – etablieren Sie immer erst, was Ihre Vorgesetzten von Ihnen erwarten: Gehen Sie niemals einfach davon aus, dass Sie wissen, was Ihr Chef von Ihnen will. Informieren Sie sich über alle wichtigen Details, wie Gesamtziel, Projektfristen, Personen, mit denen Sie zusammenarbeiten, Zielgruppe und Art der Aufbereitung.

Erst dann können Sie einen belastbaren Projektplan erstellen. Konzentrieren Sie sich nicht zu sehr auf den gesamten Arbeitsaufwand, der für einen erfolgreichen Abschluss erforderlich ist, sondern setzen Sie messbare, realistische kurz- und langfristige Ziele, die Sie auch erreichen können. Falls es sich um ein Projekt handelt, das sich über ein ganzes Jahr erstreckt, setzen Sie Fristen nach drei und sechs Monaten sowie nach einem Jahr. Dieses Prinzip kann auch auf kürzere Projekte übertragen werden.

Teilen Sie Ihrem Vorgesetzten Ihre Ziele mit

Besprechen Sie Ihre nächsten Schritte mit Ihrem Vorgesetzten, damit er weiß, womit Sie sich gerade auseinandersetzen. Teilen Sie ihm außerdem mit, dass Sie Ziele für Ihr Projekt festlegen möchten. Einerseits demonstrieren Sie damit Eigeninitiative und andererseits haben Sie dann einen Plan, der Ihnen zeigt, wann Sie welche Schritte abgeschlossen haben sollten.

„Es wird wahrscheinlich nicht passieren, dass Ihr Vorgesetzter Ihnen sagt, sie sollen weniger arbeiten. Wenn Sie aber wissen, was von Ihnen erwartet wird, können Sie sicherstellen, dass Sie genug Arbeit erledigen, ohne sich unnötig unter Druck zu setzen“, so Jené Kapela, Vorsitzende und Gründerin der amerikanischen Consultingfirma Jené Kapela Leadership Solutions. Und im optimalen Fall unterstützt Sie Ihr Chef auch bei der Festlegung der Ziele.

Gehen Sie mit Fehlern richtig um

Wird der Stress manchmal zu viel, dann vergessen Sie nicht: Das ist normal. Es gibt einfach Situationen, in denen man sich selbst immens unter Druck setzt, zum Beispiel bei Präsentationen für die Firmenleitung oder beim jährlichen Mitarbeitergespräch. Ob jung oder alt – so etwas ist für viele Menschen schlicht nervenaufreibend.

Und ganz gleich, wie sehr Sie sich vorbereiten – Sie werden auch Fehler machen. Angelina Darrisaw, Gründerin der Karriereberatungsagentur C-Suite Coach, bringt es auf den Punkt: „Machen Sie sich deswegen keinen Kopf, denn jedem unterlaufen Fehler.“

Das Wichtigste ist, dass Sie Fehler nicht zur Gewohnheit werden lassen: „Wenn Sie zum Beispiel einmal zu spät kommen, ist das nicht weiter schlimm. Wenn Sie sich aber ständig verspäten, sollten Sie darüber nachdenken, etwas an Ihrem Verhalten zu ändern“, so Darrisaw.

Lernen Sie in bestimmten Situationen „Nein“ zu sagen

Insbesondere als neuer – und überehrgeiziger – Mitarbeiter wird man schnell dazu verleitet, jede Aufgabe zu übernehmen, die angeboten wird. Das ist durchaus verständlich, schließlich will sich niemand eine Chance entgehen lassen, beim Vorgesetzten Eindruck zu machen. Wichtig dabei ist, dass Sie Ihre Grenzen kennen, und wissen, wann Sie diese welchen Personen kommunizieren müssen.

Mishri Someshwar, Associate Vizepräsident der amerikanischen National Society of Collegiate Scholars, erläutert die ihrer Meinung nach zwei heikelsten Jobsituationen und erklärt, wie diese gelöst werden können:

Jemand, der nicht zu Ihrem Team gehört, überträgt Ihnen eine Aufgabe …

„In diesem Fall sollten Sie mit Ihrem Abteilungsleiter darüber sprechen, damit er Ihren Terminplan so gestalten kann, dass Sie Zeit für das andere Projekt einräumen können“, so Someshwar. Im besten Fall lehnt Ihr Chef die Anfrage ab und teilt das den Zuständigen der anderen Abteilung auch mit – so müssen Sie sich um nichts kümmern.

Sie müssen für jemand einspringen, der seine Aufgaben nicht erfüllt …

Hier rät Someshwar, die Aufgabe zu übernehmen, wenn sie dringend ist und sich auf die Gesamtziele des Unternehmens auswirken kann. Aber schrecken Sie nicht davor zurück, dieser Person beim nächsten Mal klar zu sagen, dass Sie keine Zeit haben. Sollte es häufiger vorkommen, dass Sie die Arbeit anderer auf den Tisch bekommen, sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten darüber.

Fazit: Setzen Sie sich selbst nicht unnötig unter Stress mit Ihrem Überehrgeiz und beweisen Sie sich stattdessen als erfolgreicher Leistungsträger, indem Sie sich clevere Ziele setzen, sich nicht zu sehr mit Kleinigkeiten aufhalten und offen mit ihren Kollegen kommunizieren.


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