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Monster Recruiter Umfrage: Angriff der Quereinsteiger

Immer mehr Fachfremde finden ihren Weg in die Unternehmen

Eschborn, 17. Oktober 2019 ­– Unternehmen suchen Monate lang nach geeigneten neuen Mitarbeitern – bei manchen sind es sogar Jahre. Dabei gibt es einen Lösungsweg, der bei näherer Betrachtung auch kurzfristig für Entlastung sorgen kann: der Quereinstieg. Monster, das bekannte Online-Karriereportal, hat gut 400 Personalverantwortliche aus Deutschland befragt, wie sie zum Thema Quereinstieg stehen und welche Entwicklungen sie in den letzten Jahren erkennen können.* Über die Hälfte (58 Prozent) aller Befragten sind sich einig: Bewerbungen von eigentlich Fachfremden sind längst keine Seltenheit mehr und wesentlich häufiger als noch vor zehn Jahren. Die jahrzehntelange Treue zu demselben Unternehmen ist lange Vergangenheit. Nun scheint es auch dem erlernten Beruf an den Kragen zu gehen. Der Wechsel wird normal.

  • Die Mischung macht‘s

Wo früher noch der gerade Lebenslauf das oberste Ziel der meisten Arbeitnehmer war, wird heute für viele Abwechslung wichtiger. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn man sich die jährlich neu aufkommenden Studiengänge ansieht. Wirtschaftsinformatik ist längst zur Normalität geworden. Jetzt geht es weiter mit branchenübergreifenden Fächern wie Digital Transformation, Financial Services oder Facility Management. Alles scheint zu verschmelzen und die zuvor klare Grenzen lösen sich auf. Auch wird das Berufsleben durch einen frühen Berufseinstieg und einen späteren Renteneintritt einfach länger und somit ist es klar, dass man sich kontinuierlich weiterentwickeln muss, am Ball zu bleiben. Das spiegelt sich auch in dem Verhältnis von Quereinsteigern und „konventionell“ ausgebildeten Mitarbeitern in Unternehmen wider. Laut Monster-Umfrage sind in knapp einem Viertel (23 Prozent) der befragten Unternehmen bereits ein Viertel bis die Hälfte aller Mitarbeiter Quereinsteiger. Zehn Prozent der Befragten gaben sogar an, dass über die Hälfte der Angestellten eigentlich nicht die traditionell passende Ausbildung für ihren Beruf im Unternehmen haben.

  • Ausbildung und Studium alleine entscheiden nicht über die Qualifikation

Diese Zahlen entstehen auch längst nicht aus einem Zufall heraus. Ganze 88 Prozent aller Befragten berücksichtigen Quereinsteiger bei der Besetzung neuer Stellen und immerhin bereits 39 Prozent der Personalverantwortlichen haben in Stellenausschreibungen auch schon aktiv nach Quereinsteigern gesucht. Kompetenz und die geeigneten Qualitäten sind nicht mehr nur durch die richtige Ausbildung oder das Studium zu erlangen. 49 Prozent der Befragten ließen sich bei Bewerbungen durch eine alternative Berufserfahrung der Bewerber überzeugen und 34 Prozent sahen vielversprechende Qualitäten im persönlichen Werdegang. „In einem schnelllebigen Markt des dauerhaften Wettbewerbs, der Stagnation schnell bestraft, scheinen auch neue Skills immer wichtiger zu werden“, erläutert Sylvia Edmands, Geschäftsführerin bei Monster in Deutschland den Trend. „22 Prozent der Befragten stellen Quereinsteiger ein, um frischen Wind in das Team zu bekommen.“

Nur 20 Prozent aller Befragten haben noch nie Quereinsteiger eingestellt. Die Gründe dafür reichen von einem speziellen Fachwissen, das für die zu besetzende Stelle notwendig ist (40 Prozent) bis hin zu den dafür wichtigen Weiterbildungen, die als zu teuer (20 Prozent) oder als zu lange dauernd (23 Prozent) empfunden werden.

„Die Ergebnisse zeigen klar: Viele Wege führen nach Rom. Die Lebensläufe werden verschlungener und Unternehmen nutzen diese Tendenz für sich, um Stellen zu besetzen und zusätzliche Qualifikationen in ihr Team zu holen. Daher beraten wir Unternehmen auch aktiv dabei, wie sie mit Ihren Recruiting-Maßnahmen passende Kandidaten finden können unabhängig davon, ob sie ins Schema passen oder nicht“, so Sylvia Edmands.

*Online Umfrage unter 401 Mitarbeitern mit Personalverantwortung in Deutschland (154 weiblich, 247 männlich; zwischen 25 und 66 Jahren); durchgeführt von der Appinio GmbH im Zeitraum 4.-11. September 2019

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Über Monster Deutschland

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