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Remote Praktikum bei Monster – Fragen an Melissa Aslan

Remote Praktikum bei Monster – Fragen an Melissa Aslan

Zwischen Oktober und März absolvierte BWL-Studentin Melissa Aslan ein Praktikum in der Marketingabteilung von Monster. Das Besondere: Es ist ein reines Remote Praktikum. Wir haben einmal nachgefragt, wie die Zeit für Melissa verlaufen ist und welche Vor- und Nachteile sie mit dem virtuellen Praktikum verbindet.

Das Interview führte Sonja Dietz

Was ist ein Remote Praktikum?

Um vorab alle möglichen Missverständnisse auszuräumen: Remote Praktikum bedeutet, dass Du Deine Zeit bei Monster ausschließlich im virtuellen Umfeld verbracht hast. Das heißt: Keine Meetings vor Ort, kein Kaffeetrinken mit den Kollegen und kein Köpfe-Zusammenstecken, um gemeinsam über Ideen zu brüten, oder um offene Fragen zu klären. Richtig?
Ja, genau. Es handelte sich um ein reines Online-Praktikum, das ich zwischen Oktober und März bei Monster im Rahmen meines BWL-Studiums absolviert habe. Das Vorstellungsgespräch lief vor dem Lockdown noch persönlich ab, sodass ich zumindest einen Teil der Kollegen live kennengelernt habe. Ich habe mich initiativ bei Monster beworben – auf Empfehlung meines Nachbarn, der bei Monster arbeitet, und hatte das Glück, genommen zu werden.

Du bist bei Deiner Bewerbung ja nicht von einem reinen Remote Praktikum ausgegangen. Wie hast Du Dich in die Arbeitswelt und das Team eingefunden? Wie hast Du Deine Onboarding-Phase erlebt?
Das war keine große Herausforderung. Die Kollegen haben alles dafür getan, dass ich mich schnell zurechtfinde. Klar war die erste Phase etwas ungewöhnlich, aber ich habe mich von Anfang an wohl- und eingebunden gefühlt. Irgendwann war der Unterschied zwischen Remote Praktikum und analogem Praktikum gar nicht mehr so deutlich spürbar. Ich wurde direkt in die Teamabläufe und Meetings integriert. In den ersten Tagen wurde mir in jedem Meeting die Zeit eingeräumt, mich vorzustellen und ein bisschen über mich zu plaudern.

Remote Praktikum: Mitarbeiter aktiv einbinden

Was hat das mit Dir gemacht?
Das hat mir gezeigt, dass ich nicht als Anhängsel empfunden, sondern, dass ich ernst genommen und als Teil des Teams wahrgenommen werde. Was außerdem gut geholfen hat: In kleineren Runden hat jeder anfangs auch mal was Privates von sich erzählt, oft haben wir auch Funfacts ausgetauscht, über die wir viel gelacht haben. Das hat die Atmosphäre massiv aufgelockert und auch geholfen, die räumliche Distanz zu überbrücken.

Wie hast Du die Aufgaben empfunden, die Du während Deines Remote Praktikums erledigt hast?
Total abwechslungsreich. Ich habe vor allen Dingen den B2C-Bereich unterstützt. Das ist der Bereich, der sich bei Monster um Bewerber und Kandidaten dreht. Hier habe ich Artikel aktualisiert und neue Inhalte für die Karriereberatung erstellt, das ist der monstereigene Blog für Kandidaten. Sogar ein E-Book über die Generation Z habe ich geschrieben. Außerdem war meine Unterstützung bei den Social Media Auftritten gefragt und bei der Erstellung von Newslettern.

Besondere Erlebnisse während des Remote Praktikums

Welches Erlebnis bleibt Dir in besonderer Erinnerung?
Kurz vor Weihnachten habe ich ein Online-Weihnachtskonzert mit einer Sängerin und einem Gitarristen mitorganisiert. Für die Mitarbeiter von Monster war es ein kleiner Ersatz für die Weihnachtsfeier, die ja leider ausfallen musste. Das Konzert haben wir über YouTube gestreamt. Auch Kunden, Agenturen und freie Mitarbeiter waren eingeladen. Die Resonanz war extrem gut und teilweise sehr emotional. Man hat schon gemerkt, wie sehr allen solche gemeinsame Events fehlen. Oje! Und im Hintergrund haben wir alle gebibbert, ob die Technik mitspielt. Das war schon spannend.

Wie sah denn in deinem Remote Praktikum der normale Arbeitsalltag aus?
Innerhalb des Marketing-Teams hatten wir untereinander jeden Tag Kontakt. Zum Beispiel über morgendliche Video-Check-Ins. Das hat für Nähe gesorgt und dem Tag eine Struktur gegeben und war für mich als Berufsanfänger wichtig. Inzwischen habe ich drei, vier Meetings am Tag, was ein gewisses Zeitmanagement abverlangt. Zwischendrin arbeite ich meine To do‘s ab. Für mich sind das alles sehr wichtige Erfahrungen, die ich im Studium so noch nicht gemacht habe.

Für Abwechslung in den eigenen vier Wänden sorgen

Wie leicht ist es Dir gefallen, während Deines Remote Praktikums in Deinen eigenen vier Wänden zu arbeiten?
Zum Glück sehr leicht. Ich denke, das ist typabhängig. Ich arbeite gerne selbstständig. Daher kam mir das Remote Praktikum entgegen. Klar wäre es manchmal einfacher gewesen, den Kollegen direkt über die Schulter zu schauen. Gerade am Anfang, als es darum ging, in Programme eingeführt zu werden. Aber ich wusste ja, dass ich das Team jederzeit fragen kann, wenn etwas mal nicht klappt. Das war echt super. Keine Frage war zu viel.

Was würdest Du anderen Arbeitgebern raten: Worauf sollten Unternehmen achten, wenn sie Mitarbeiter remote onboarden? Wie verlieren sie nicht den Kontakt zu einem neuen Mitarbeiter und integrieren ihn bestmöglich ins Team?
Ich würde meine Erfahrungen bei Monster fast als Blaupause für andere Arbeitgeber empfehlen. Wichtig ist, dass das Team ansprechbar ist und man das Gefühl hat, jederzeit seine Fragen loswerden zu können. Was mir außerdem sehr geholfen hat, waren die über den Tag verteilten Meetings, die der Arbeit Struktur verliehen haben. Und dass wir immer die Zeit hatten, ein paar persönliche Erlebnisse auszutauschen, bevor es mit einer Besprechung losging. So kam Nähe trotz Distanz zustande. Ich habe wirklich das Gefühl, jetzt gut einschätzen zu können, wie die Kollegen ticken.

Nach dem Praktikum geht’s für Dich mit einem Werkstundentenjob bei Monster weiter. Herzlichen Glückwunsch!
Danke, ich bin froh, dass es mit dem Studentenjob geklappt hat. Ich mag nämlich überhaupt keine Abschiede. Und bei Monster wäre es mir richtig schwergefallen, weil der Spaß an der Sache so groß ist.

Liebe Melissa, vielen Dank für das Interview!

Melissa ist eine Vertreterin der Generation Z, die aktuell auf den Arbeitsmarkt strömt. Die GenZ hat Bedürfnisse und Erwartungen, die sich von den Generationen vor ihr unterscheiden. Wenn Sie wissen wollen, welche, dann empfehlen wir Ihnen die Lektüre unseres HR-Reports “Monster Insights 2021”. Hier erfahren Sie nicht nur Wissenswertes über die Generation Z, sondern erhalten auch einen Blick in die Zukunft des Recruitings. Viel Spaß!