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Wie der Megatrend Individualisierung in Stellenanzeigen Einzug hält

Wie der Megatrend Individualisierung in Stellenanzeigen Einzug hält

Standard-Anzeigen bringen so gut wie gar nichts bei der Ansprache  potenzieller Kandidaten. Und erst recht nicht auf der Suche nach den heiß umkämpften Talenten, den Engpasszielgruppen wie Ingenieuren oder Informatikern. Die sportliche Aufgabe lautet daher: Wie gewinne ich die Aufmerksamkeit von jemanden, der derzeit nicht aktiv auf Jobsuche ist? Die Antwort: Am besten mit einer individuellen Story. 

Herausfordernde Suche nach hochkarätigen Software- und Hardware-Entwicklern

Auf der Suche nach hochkarätigen Software- und Hardware-Entwicklern setzt die SABIK Offshore GmbH auf ihren unverwechselbaren Arbeitgebercharme. Gemeinsam mit dem MTC-Team von Monster – eine auf Online-Personalmarketing spezialisierte Abteilung – hat der Marktführer für Navigationshilfen im Offshorewindsektor Text- und Videobotschaften entwickelt, die exakt den Umgangston und Kultur des Arbeitgebers wiederspiegeln.

„Mit dem Geld, das Sie für die Schaltung Ihrer Standardanzeige ausgeben möchten, können Sie genauso gut auch in Urlaub fahren“, erklärt Asmus Schmidt, Senior Consultant Agile Sales, im ersten Gespräch frei heraus und ergänzt: „Standard war gut. Jetzt geht’s auch besser!“ Eine solche Bestandsaufnahme hatten die Personalverantwortlichen von SABIK Offshore im Erstgespräch mit der Kundenberatung nicht erwartet. Doch das Unternehmen befindet sich auf Wachstumskurs, will expandieren und dementsprechend Zeit und Budgets effizient im Recruiting einsetzen.

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Warum  nicht mal einen neuen Weg im Recruiting einschlagen?

„Zugegeben, taufrisch war sie nicht mehr, unsere alte Anzeige, die wir gedruckt am schwarzen Brett oder online platziert haben. Doch wir haben bislang so gearbeitet“, sagt Kerstin Deutschler, verantwortlich für Quality Management / Human Resources. Warum also nicht mal einen neuen Weg einschlagen? Ein komplett neues Anzeigenkonzept musste her – ohne die abgenutzten „Lieblingswörter“ des Recruitings wie „Karriere“ oder „Erfolg“.

Systematisch haben sich Geschäftsführung und Personalabteilung auf der Grundlage eines ausführlichen Briefing-Bogens von Monster mit den zentralen Fragen des Employer Brandings auseinandergesetzt. Um die Key-Selling-Argumente zu Job und Arbeitgeber noch besser herauszuarbeiten, ist zusätzlich die interne Zielgruppe aus der Entwicklungsabteilung befragt worden:

  • Warum soll sich ein hochkarätiger Kandidat bei uns bewerben?
  • Was ist bei uns als Arbeitgeber so besonders?
  • Worin liegt unser besonderer Reiz für den Software- und Hardware-Entwickler aus dem Ingenieur-Umfeld?
  • Was ist der begeisternde Faktor?

Die Gründe für diese Herangehensweise liegen auf der Hand: Floskeln sind weder Argumente, noch helfen sie, sich zu differenzieren – also, sich als Arbeitgeber von anderen Arbeitgebern unterscheidbar zu machen. Heutzutage liegt der Fokus auf der realistischen Tätigkeitsvorschau. Das bedeutet, den Job möglichst objektiv zu beschreiben. Und so spannend wie möglich, ohne dabei zu übertreiben und die Glaubwürdigkeit aus dem Auge zu verlieren. Es ist ein großes Thema – die Glaubwürdigkeit von Stellenanzeigen und ihrer Aussagen, wie die Monster-Studie „Recruiting Trends“ zeigt.

Personalisierte Botschaften und maßgeschneiderte Inhalte

Dabei hilft der Megatrend Individualisierung jetzt in Recruiting und Personalmarketing, sich als Arbeitgeber spürbar positiv abzuheben. Mehr noch: Personalisierte Botschaften und maßgeschneiderte Inhalte bringen mehr Conversion. „Vor allem die Millenials springen auf individuelle und zielgenaue Botschaften am besten an“, unterstreicht Dr. Claudia Bibo, Senior Project Managerin Employer Branding, die SABIK Offshore bei der Umsetzung des neuen Personalstellen-Anzeigenkonzepts begleitet hat. Die Zauberformel: Individuell gestaltete Stellenanzeigen sprechen dank ihres Polarisierungspotenzials nicht jeden und alle an, sondern genau die richtigen Kandidaten.

Employer Branding-Expertin Dr. Claudia Bibo hat nach Übergabe des Briefingbogens die neue Anzeige in zwei Schritten entwickelt: zunächst das Textkonzept, dann das Online-Layout. Beides nach den aktuellen Erkenntnissen des Mobile Recruitings.

Insbesondere auf die Textgestaltung wurde großen Wert gelegt, um im Wettbewerb um die besten Talente sprachlich mit echten Differenzierungsmerkmalen zu punkten. „Die Texte sind toppi“, freut sich Kerstin Deutschler über die neue Anzeige und unterstreicht: „Das Kreativteam hat gleich verstanden, wie wir ticken und dies gut umgesetzt. Die Texte sind jugendlich, knackig, pfiffig, also genau so, wie wir sprechen.“ Die Einbindung eines Videos im Header oder die Coding-Sprache als Eyecatcher sind weitere Elemente in der Stellenanzeige, die Nähe zum Kandidaten schaffen.