Tipps / Recruiting & Strategien / Diversity, Equity & Inclusion (DEI): Wie diese Begriffe die Arbeitswelt verändern

Diversity, Equity & Inclusion (DEI): Wie diese Begriffe die Arbeitswelt verändern

Diversity, Equity & Inclusion (DEI): Wie diese Begriffe die Arbeitswelt verändern

Die Themen Diversity, Equity & Inclusion, kurz DEI, rücken in der Gesellschaft und Arbeitswelt zunehmend in den Fokus. Aber was bedeutet das konkret? In diesem Artikel beleuchten wir die Begriffe einmal genauer und sagen Ihnen, was wir bei Monster alles diesbezüglich tun.

Was bedeutet Diversity?

Diversity, zu Deutsch Vielfalt, bezieht sich auf den toleranten Umgang mit gesellschaftlichen Unterschieden. Dabei geht es nicht nur um sichtbare Unterschiede, sondern auch um das Zulassen verschiedener Standpunkte und Meinungen.

Diversität zielt auf die Anerkennung und Wertschätzung aller Menschen ab, unabhängig von…

  • … ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft.
  • … ihrem Geschlecht.
  • … ihren familiären Strukturen.
  • … ihrem Alter.
  • … ihrer sexuellen Orientierung.
  • … ihrer Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung.

Was bedeutet Diversity für die Arbeitswelt?

In der Arbeitswelt spielt gelebte Vielfalt eine immer wichtigere Rolle. Bewerbende achten zum Beispiel sehr genau darauf, wie es ein Arbeitgeber mit dem Thema Diversity hält. Unternehmen macht eine bunte Arbeitskultur somit attraktiver für Jobsuchende. Außerdem sind sie oft auch innovativer und profitabler. Immerhin bringen Mitarbeitende mit unterschiedlichen Erfahrungen und Sozialisierungen verschiedenste Perspektiven in den Arbeitsalltag ein. Die Ergebnisse diverser Belegschaften sind daher durchdachter.

Obwohl viele Unternehmen um die positive Wirkung von Diversity wissen, gibt es in der Arbeitswelt aber noch viel zu tun. So finden nur 66 Prozent der Europäer, die für die EU-Studie „Special Eurobarometer“ befragt wurden, dass sich ihr Arbeitgeber ausreichend für die Förderung der Diversität am Arbeitsplatz engagiert. Unser Fazit: Hier besteht noch viel Luft nach oben.

Was bedeutet Equity?

Kommen wir nun zum „E” in DEI. Das „E“ steht für Equity, also Gleichberechtigung. Meist ist damit die Gleichbehandlung der Geschlechter gemeint: Frauen und Männer sollten in allen Lebensbereichen die gleichen Chancen und Möglichkeiten bekommen. Die COVID-19-Pandemie hat allerdings wieder einmal gezeigt, wie weit wir in der Gesellschaft und Arbeitswelt noch von diesem Ideal entfernt sind.

Was bedeutet Equity für die Arbeitswelt?

So wurden im Jahr 2020 unverhältnismäßig viele Frauen aus dem Arbeitsmarkt verdrängt, weil sie es waren, die sich während Kindergartenschließungen und Homeschooling hauptsächlich um den Nachwuchs kümmerten. In Europa betraf das 32 Prozent der Frauen, wie aus dem Monster-Guide „Diversität, Gleichheit und Inklusion“ hervorgeht.

Auch bei der Bezahlung von Männern und Frauen kann von Gleichheit immer noch keine Rede sein, wie der Bericht „Gender Equality Strategy 2020–2025“ der EU belegt. Laut diesem besteht in Europa eine geschlechtsspezifische Lohnlücke, auch Gender Pay Gap genannt, von 15,7 Prozent.

Was ist Inklusion?

Kommen wir nun zum letzten Buchstaben in DEI: „I“ wie Inklusion. Der Begriff Inklusion wird vor allem mit der Integration von Menschen mit Behinderung in Verbindung gebracht. Hierbei geht es um eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft und im Arbeitsleben, die dieser Zielgruppe immer noch sehr häufig verwehrt bleibt.

Was bedeutet Inklusion für die Arbeitswelt?

Auf dem Arbeitsmarkt haben es behinderte Menschen besonders schwer. Oft, weil Berührungsängste in Personalabteilungen bestehen. „Viele verbinden das Thema Behinderung mit Leid, sie gehen davon aus, dass eine Person, die eine Behinderung hat, eine schwere Bürde zu tragen hat oder vielleicht Schwierigkeiten haben könnte, sich anzupassen“, nennt Aktivist Raul Krauthausen in einem Interview mit Monster mögliche Gründe. Krauthausen, der selbst im Rollstuhl sitzt, berät Unternehmen in Inklusionsfragen.

Der 40-Jährige hat die Organisation SOZIALHELD:INNEN mitgegründet – eine Denkfabrik für soziale Projekte. Sein Tipp: „Wenn ich als Personaler:in bewusst jemanden mit Behinderung zum Bewerbungsgespräch einlade, stelle ich mich der Situation.“

Viele behinderte Menschen wegen Corona arbeitslos

Hier müsse sich schnell etwas tun, betont Krauthausen. Denn leider hat sich die wirtschaftliche Talfahrt im Jahr 2020 sehr kontraproduktiv auf die Beschäftigtenzahlen behinderter Menschen ausgewirkt. Laut des Inklusions-Barometers der Aktion Mensch ist die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Schwerbehinderung bis Oktober 2020 binnen eines Jahres um 13 Prozent gestiegen.

Diese Entwicklung hat viele Menschen stark zurückgeworfen. Haben behinderte Personen ihren Arbeitsplatz erst einmal verloren, ist es für sie umso schwerer, einen neuen zu finden. Arbeitsmarktstatistiken zeigen, dass sie im Schnitt drei Monate länger nach einer neuen Stelle suchen als Menschen ohne Behinderung. Dabei könnten Unternehmen von der Inklusion behinderter Personen erheblich profitieren, sagt Raul Krauthausen: „Behinderte haben in ihrem Leben so viel erlebt, dass sie oft über eine hohe Resilienz verfügen – in der Arbeitswelt kann das von Vorteil sein. Sie bleiben an einem Thema dran und lassen sich nicht durch Niederschläge abschrecken.“

Diversity, Equity & Inclusion: Es gibt noch viel zu tun!

Was ist das Fazit aus all dem? Egal, ob es um Diversity, Inklusion oder Gleichberechtigung geht – Sie sehen, dass es in allen Bereichen noch jede Menge zu tun gibt. Dazu wollen wir von Monster aktiv beitragen und mit gutem Beispiel vorangehen und haben für unser eigenes Unternehmen einen DEI-Plan entwickelt, den wir nach und nach umsetzen.

Erste Erfolge können wir schon benennen. Unter anderem haben wir einen Diversitäts-Ausschuss ins Leben gerufen, der gesellschaftlich unterrepräsentierte Gruppen im Unternehmen vertritt. Außerdem absolvieren alle Mitarbeitende zwei Lernmodule zum Thema „Bewusste Inklusion“. Auch unser Recruiting ist inklusiver geworden. Dass es nichtsdestotrotz noch viel zu tun gibt, will Kaelyn Phillips, Director, Talent Development bei Monster, keinesfalls beschönigen. „Die Lektion ist: Es ist besser, zu akzeptieren, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben, als einfach nichts zu tun“, sagt sie.

Wir verhelfen Ihnen zu einem DEI-freundlichen Recruiting

Wenn auch Sie etwas tun wollen, um die Vielfalt in Ihrem Unternehmen zu stärken, sind wir gerne der Partner an Ihrer Seite. Dazu bieten wir Ihnen zum Beispiel ein Schreibtraining aus der Praxis für die Praxis: Lernen Sie in unseren öffentlichen Diversity-Workshops, wie Sie ansprechende Stellenanzeigen texten, die keinen Zweifel daran lassen, dass Sie es mit den drei Buchstaben DEI absolut ernst meinen.