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Diversity Management: Warum Diversität für Unternehmen so wichtig ist

Diversity Management: Warum Diversität für Unternehmen so wichtig ist

Diversity Management gewinnt in der Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung. Doch was bedeutet das genau? Und inwiefern profitieren Unternehmen davon? Fragen über Fragen! Die Antworten darauf erhalten Sie in diesem Artikel.

Von Sonja Dietz

Was ist Diversity Management? Eine Definition.

Diversität ist ein Teilbereich des Human Resources Managements. Es zielt darauf ab, die Vielfalt im Arbeitsleben zu fördern. Bedeutet: Arbeitnehmer unterschiedlichen Geschlechts und Alters, verschiedener Kulturen und Ethnien, unterschiedlicher sexueller Orientierung sowie Menschen mit Behinderung sollen gleichberechtigt in das Arbeitsleben integriert werden. Lange Zeit zielte Diversity Management eher darauf ab, Diskriminierungen am Arbeitsplatz zu verhindern. Inzwischen liegt das Hauptaugenmerk jedoch darauf, die Chancengleichheit und somit die besondere Kreativität zu fördern, die typisch für eine bunt gemischte Belegschaft ist. In diversen Teams treffen schließlich Menschen mit unterschiedlichem Background zusammen und in Projekte fließen verschiedenste Perspektiven und Expertisen ein. Im Ergebnis entstehen so ausgefeiltere Produkte und Services.

Vorteile von Diversität in Unternehmen

Der besondere Ideenreichtum, der mit einem guten Management von Diversität in Unternehmen einhergeht, ist aber nicht der einzige Vorteil einer bunten Belegschaft. Uns fällt da direkt noch mehr ein:

  • Steigende Toleranz: Mitarbeiter, die innerhalb einer vielfältigen Belegschaft arbeiten, sind offener und toleranter, weil sie ein größeres Verständnis für andere Gesellschaftsgruppen entwickeln.
  • Verbesserung der Unternehmenskultur: Aus dem Mix verschiedenster Sichtweisen, Meinungen und Expertisen in diversen Unternehmen ergibt sich ein abwechslungsreiches und spannendes Arbeitsumfeld.
  • Höhere Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung: Da bunt gemischte Teams eine sehr spannende Arbeitsatmosphäre erleben, sind diese häufig zufriedenerer und loyaler gegenüber ihrem Unternehmen.
  • Besseres Unternehmensimage: Eine Kultur der Vielfalt in einem Unternehmen zahlt außerdem direkt auf das Unternehmensimage ein: Der Betrieb wird in der Gesellschaft als offen und tolerant wahrgenommen.

Der positive Effekt auf die Employer Brand

Ein gutes Diversity Management in Unternehmen hat bei Jobsuchenden außerdem einen direkten Effekt auf die Arbeitgeberattraktivität. Das ist das Ergebnis des aktuellen Monster Insights Reports. Diesem zufolgehaben Bewerbende immer höhere Erwartungen an Arbeitgeber, wenn es um Diversität geht. 45 Prozent der Kandidaten wollen zum Beispiel schon in Stellenanzeigen erfahren, wie es ein Arbeitgeber damit hält. Hier haben sich die Interessen in den vergangenen Jahren deutlich verschoben. War früher vor allem das Gehalt ein ausschlaggebender Faktor, sich für oder gegen eine Arbeitsstelle zu entscheiden, fragen jüngere Generationen heute stärker nach der Sinnhaftigkeit eines Jobs. Dazu gehört zum Beispiel, ob ein Unternehmen Diversity-Programme implementiert hat, die es verschiedensten Arbeitnehmergruppen ermöglichen, im Job Fuß zu fassen.

Welche Diversity-Management-Maßnahmen gibt es?

Die gute Nachricht: Immer mehr Arbeitgeber arbeiten daran, das Thema Diversity stärker im eigenen Unternehmen zu verankern. Hierzu empfehlen sich verschiedene Maßnahmen, von denen wir Ihnen ein paar kurz vorstellen möchten:

#1 Schaffen Sie alters- und behindertengerechte Arbeitsplätze

Für ältere Arbeitnehmer und Menschen mit Behinderung sind Unternehmen voller Barrieren. Dazu gehören zum Beispiel steile Treppen und nicht-ergonomische Arbeitsplätze. Dieses Problem lässt sich leicht lösen. Mit Rampen oder Aufzügen zum Beispiel. Schaffen Sie außerdem Schreibtische und Bürostühle an, die sich perfekt auf die körperlichen Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter anpassen lassen. Damit reißen Sie viele Hürden nieder.

#2 Schaffen Sie Programme für Quereinsteiger

Auch Quereinsteiger gehören zu einer bunten Belegschaft, fallen aber bei der Personalauswahl oft durchs Raster. Dabei bringen sie etwas ganz Wichtiges mit: Den Blick über den Tellerrand, immerhin haben sie schon einmal in einem anderen Bereich gearbeitet. Mit einem Förderprogramm für Quereinsteiger schaffen Sie die Grundlage für noch mehr Ideenreichtum in Ihrem Unternehmen.

#3 Bieten Sie flexible Arbeitszeitmodelle und Homeoffice an

Ein Plus an Flexibilität ermöglicht insbesondere Frauen in der Familienphase, denen nach wie vor der größte Teil der Care-Arbeit für den Nachwuchs obliegt, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Machen Sie außerdem familienfreundliche Angebote im Arbeitsalltag. Ein Eltern-Kind-Büro zum Beispiel, damit Arbeitnehmerinnen ihren Nachwuchs auch mal mit zur Arbeit nehmen können, wenn nötig.

Diversity in Unternehmen: Beispiele aus dem Monster-Universum

Ein weiterer Tipp: Fördern Sie die Akzeptanz und Toleranz von sexueller Orientierung. Zu diesem Thema können wir Ihnen ein gutes Beispiel aus unserem Unternehmen schildern. Bei Monster gibt es einmal im Monat einen so genannten Pride Talk. Hier kommt zur Sprache, wie wir den Diversity-Gedanken, der bei Monster bereits sehr intensiv gelebt wird, noch stärker in der Firmenkultur verankern können. Pride oder Gay Pride oder auch LGBT-Pride ist übrigens ein Begriff, der ursprünglich aus der Lesben- und Schwulenbewegung stammt, um den stolzen Umgang mit der eigenen sexuellen Identität zu beschreiben. Inzwischen bezieht er aber alle diversen Gruppen mit ein.

Diversität am Arbeitsplatz fördern: Gestalten Sie Ihr Recruiting diversity-freundlich

Ein letzter Punkt: Es gibt viele Unternehmen, die sich bemühen, eine bunte Belegschaft aufzubauen. Doch die Bewerbungen von diversen Arbeitnehmern bleiben aus. Wir haben da eine Vermutung: Haben Sie schon einmal hinterfragt, ob Ihr Recruiting diversity-freundlich ist? Oftmals fühlen sich zum Beispiel Frauen im Recruiting nicht angesprochen, weil es in einer Stellenanzeige vor männlich geprägten Begriffen nur so wimmelt. Hier können Sie mit einer gendergerechten Sprache in Stellenanzeigen Abhilfe schaffen. Oder nehmen wir Jobsuchende mit einer Behinderung. Auch diese schrecken oft aus einem ganz bestimmten Grund vor einer Bewerbung zurück. In vielen Stellenanzeige steht zwar der Standardspruch, dass Behinderte bei gleicher Eignung bevorzugt behandelt werden. Doch das wirkt oft wie eine leere Floskel, wenn in der weiteren Stellenanzeige nichts mehr von der Inklusion von Menschen mit einer Behinderung zu lesen ist. Tipp: Betonen Sie in Ihrer Stellenanzeige doch zum Beispiel, dass Sie bereit sind, Anpassungen am Arbeitsplatz oder am Aufgabenprofil vorzunehmen, falls erforderlich. So zeigen Sie, dass Menschen mit Behinderung wirklich im Unternehmen willkommen sind.

Diversity Management fängt bei der Stellenanzeige an: Öffentliche Workshops bei Monster

Sie wollen Ihr Recruiting inklusiver aufstellen und bereits beim Ausformulieren der Stellenanzeige nichts dem Zufall überlassen? Dann haben wir etwas für Sie: Wir bieten Ihnen ein Schreibtraining aus der Praxis für die Praxis an. Lernen Sie in unseren öffentlichen Diversity Workshops, wie Sie ansprechende Stellenanzeigen texten, die keinen Zweifel daran lassen, dass Sie es mit dem Thema Diversität absolut ernst meinen.