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Jetzt mal ehrlich: Brauchen wir nach New Work auch New Recruiting?

Jetzt mal ehrlich: Brauchen wir nach New Work auch New Recruiting?

Das Human Ressources Management befindet sich in einer Art „Dauer-Betatest“. Eine Innovation jagt die andere, ein Trend folgt auf den nächsten. Mobile Recruiting, Active Sourcing, Social Recruiting, Video Recruiting – das sind nur einige der Themen, mit denen Sie sich als Recruiter heute auskennen müssen. Wie soll man hier noch den Überblick wahren? Und: Bringt der ganze Digital-Wirrwarr Talente und Unternehmen wirklich näher zusammen? Oder müssen wir hier und da den Reset-Knopf drücken und erstmal herausfinden, was dieses volldigitale „New Recruiting“ für jeden von uns bedeutet? Diese Fragen wollten wir beantworten, herausgekommen ist ein ganzes E-Book.

Von Maren Hallin und Sonja Dietz

New Recruiting: Wir haben nachgefragt

Wir sind ein Dienstleister und Lösungsanbieter. Und als solcher haben wir das Ohr immer an unseren Kunden und natürlich auch an den Kandidaten. Unsere Innovationen sollen schließlich passen. Daher halten wir es ganz im Sinne des verstorbenen Apple-CEO Steve Jobs, der einmal sagte:

„You have to start with the customer experience and work backwards to the technology.”

Daher haken wir permanent nach: Welche Herausforderungen bestehen? Was brauchen Kunden und Talente im Recruiting, um perfekt zusammenzufinden? Eine der wichtigsten Quellen für unsere Erkenntnisse, ist unsere jährliche Studie Recruiting Trends, die wir seit Jahren gemeinsam mit der Uni Bamberg veröffentlichen.

Aber nicht nur in diesem Rahmen befragen wir Unternehmen und Kandidaten zu den aktuellsten Themen in der Personalbeschaffung. Wir laden auch zu Fokus-Gruppen ein, um den Bedürfnissen unserer Zielgruppen näher zu kommen und direkt in Erfahrung zu bringen, was sie zu den Themen Jobsuche, Bewerbung und Arbeitsleben zu sagen haben

Fokus-Gruppe mit Kandidaten

Erst jüngst tauschten sich Kandidaten darüber aus:

  • Woran hakt es im Recruiting Prozess aus ihrer Sicht?
  • Wo ist der Sand im Getriebe?
  • Wie kann’s besser laufen?

Bei all dem haben wir festgestellt: Zueinander zu finden, ist heute weder für Unternehmen noch Talente eine einfache Aufgabe.

Da sind auf der einen Seite Sie, die nach Personal suchen. Ihr Arbeitsumfeld zeichnet sich durch eine hohe Dynamik und einen stärker werdenden Druck aus, den richtigen Kandidaten zu finden. Um den sich ständig wandelnden Recruiting-Bedingungen Stand halten zu können, müssen Sie sich ständig neue Fähigkeiten aneignen, wie wir aus unseren Recruiting Trends aus dem Jahr 2018 wissen.

Die Herausforderungen für Recruiter sind riesig

Allein im Bereich Social Recruiting, also der Personalbeschaffung über Social Media gehen neun von zehn Unternehmen davon aus, dass Recruiter zusätzlich neue Kompetenzen brauchen. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn Sie müssen auch Performance Marketing Manager und Storyteller sein – und noch vieles mehr. Da kann einem schon mal der Kopf schwirren.

Tja, und dann sind da die Kandidaten auf der anderen Seite. Auch denen schwirrt der Kopf. Bewerben soll so einfach sein wie nie und Kandidaten waren nie wechselbereiter. Das belegt unsere World-of-Work-Studie, der zufolge gerade jüngere Generationen extrem aufgeschlossen sind, immer mal wieder bei einem anderen Arbeitgeber Unternehmensluft zu schnuppern.

Wechselbereitschaft ja – aber nur auf dem Papier

Allerdings setzt nur der geringste Teil der Kandidaten diesen Plan tatsächlich um. Laut des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wechseln gerade einmal 3,4 Prozent aller Arbeitnehmer gezielt den Job. Nicht pro Woche. Nicht pro Monat. Pro Jahr!

Dabei wissen wir aus unserer Monster-Studie „Recruiting Trends 2019“, dass viele Kandidaten die Jobsuche eigentlich zunächst äußerst optimistisch anstoßen.

Innerhalb der letzten vier Jahre ist die Einschätzung, schnell und einfach nicht nur irgendeinen, sondern den perfekten Traumjob zu finden, um acht Prozent gestiegen. Doch an irgendeiner Stelle im Bewerbungsprozess scheinen selbst die optimistischsten Kandidaten hart auf dem „Boden der Tatsachen“ aufzuschlagen. Die Konsequenz: Viele ziehen im Bewerbungsprozess die Reißleine.

Kandidaten genervt vom Recruiting

Aber warum? Das begründeten Kandidaten in unserer Fokus-Gruppe zum Beispiel so:

„Die Jobsuche ist frustrierend, weil ich das Gefühl habe Dinge zu verstecken, bis ich eingestellt bin. Denn wenn man von Anfang an ehrlich ist, könnten die Chancen den Job zu bekommen erheblich sinken.“

 

„Ich versuche generell das zu schreiben, von dem ich denke, dass [Arbeitgeber] es hören wollen.“

 

„Es gibt eine große Unehrlichkeit im Bewerbungsprozess – auch seitens der Arbeitgeber!“

 

Recruiting: Nichts ist einfach

Es ist also doch nicht alles so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Hier die Recruiter, die von der Digitalisierung überrollt werden und deswegen möglicherweise zu wenig Zeit haben, den Recruiting-Prozess passend auf ihre Talente auszurichten. Dazu gehört auch, sich mal eine halbe Stunde zu nehmen, um direkt miteinander zu kommunizieren.

Und dort die Kandidaten, die verunsichert sind und gar nicht so recht wissen, wie sie sich gegenüber Arbeitgeber verkaufen sollen und was sie von ihnen erwarten. Hier scheint zwischen all den neuen Apps und digitalen Gadgets der „Human Factor“ auf der Strecke geblieben zu sein.

 

Wie können wir Kandidaten und Recruiter näher zusammenbringen?

Wir haben uns gefragt: Wie können wir Kandidaten und Recruiter wieder näher zusammenbringen? Wie viel Digitalisierung ist dafür nötig und ab welchen Grad wird sie eher hinderlich? Und: Wie findet jedes Unternehmen den richtigen Weg für sich?

Wir haben schnell festgestellt: Dafür gibt es keine Blaupause. Jeder Arbeitgeber, jedes Talent muss für sich den richtigen Weg finden und ausloten, denn jedes Unternehmen und jede Person ist facettenreich und unterschiedlich. Was wir aber tun können, ist, beide Seiten stärker in den Austausch miteinander zu bringen. Dazu haben wir wichtige Anregungen, Tipps und Denkanstöße in unserem E-Book gesammelt. Es wirft Fragen auf, ist auch manchmal unangenehm und unbequem, weil es den Finger direkt in die Wunde legt. Eines ist es aber garantiert nicht: Langweilig.

 

Viel Spaß beim Lesen….!

 

Wenn Sie Interesse an dem kompletten eBook“ haben, wenden Sie sich an Ihren Monster-Kundenberater und wir senden es Ihnen gerne kostenfrei zu.