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Monster Insights 2021: Diese HR Trends sollten Sie kennen

Monster Insights 2021: Diese HR Trends sollten Sie kennen

Das vergangene Recruiting-Jahr war ohne jeden Zweifel eine gigantische Herausforderung. Aber wie geht’s nun weiter? Laut unserer neuesten Studie „Monster Insights – der HR Report von Monster“ gibt es Grund für Optimismus. Ein Großteil der deutschen Arbeitgeber plant für 2021 Neueinstellungen. Die Studie liefert aber noch viele weitere spannende Erkenntnisse. Wir geben einen Überblick.

Zusammengefasst von Sonja Dietz 

Der Recruiting-Ausblick für 2021 fällt positiv aus

Monster hat über das ganze Jahr 2020 hinweg die Entwicklungen im Recruiting sehr genau verfolgt und beobachtet, wie Kandidaten und Arbeitgeber auf die Corona-Pandemie reagieren. Im Oktober und November 2020 haben wir dazu noch einmal globale Umfragen unter Recruitern und Arbeitnehmern durchgeführt. Die Ergebnisse liegen nun in der Studie „Monster Insights – der HR Report von Monster“ vor und stimmen optimistisch. Sie zeigen, dass Recruiter trotz der Volatilität, die die Coronavirus-Pandemie in den Arbeitsmarkt gebracht hat, wieder Pläne schmieden.

Das sind schon mal richtig gute Nachrichten für alle Arbeitnehmer, die gerade nach einer neuen Stelle suchen oder einen Rollen- oder Karrierewechsel in Erwägung ziehen. 81 Prozent der befragten Recruiter planen, im neuen Jahr Jobs neu zu besetzen. Besonders gute Chancen bestehen in der Technologiebranche und in den verschiedenen Bereichen des öffentlichen Diensts.

Was klar aus der Studie hervorgeht: Unternehmen haben 2020 genutzt, um interne Prozesse umzustellen, um ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Jetzt sind sie durch die Prozessoptimierungen wieder bereit, im Recruiting neu durchzustarten. In 43 Prozent der Fälle wurden zum Beispiel Arbeitszeiten flexibilisiert und Hygienemaßnahmen etabliert (41 Prozent). 30 Prozent der Unternehmen haben Maßnahmen getroffen, damit die Teamkollaboration im virtuellen Umfeld und auch dem Remote-Onboarding besser klappt und noch vieles mehr. Wobei bei aller Aufbruchsstimmung in der Personalbeschaffung in diesem Jahr 3 sehr konkrete Herausforderungen auf Recruiter zukommen.

3 Top-Recruiting-Herausforderungen in 2021

#1 Die Qualifikationslücke vergrößert sich

Die größte Hürde, mit der Personalverantwortliche im Jahr 2021 konfrontiert sind, ist, die richtigen Kandidaten mit den perfekt passenden Skills zu finden. Hier machen sich 44 Prozent aller Befragten Sorgen, ob das gelingt. Etwa die Hälfte (21 Prozent) davon fürchtet, dass dem Markt nicht genug Kandidaten zur Verfügung stehen, die zum Beispiel über stark nachgefragte technische Skills verfügen. Ebenso fürchten 20 Prozent, mit anderen Arbeitgebern um die besten Talente kämpfen zu müssen.

Somit gehören der Fachkräftemangel und der daraus resultierende War for Talents auch im Jahr 2021 weiterhin zu den dominierenden Themen in der Personalbeschaffung. Wir haben in diesem Zusammenhang einmal nachgehakt: Was sind die Top-Fähigkeiten, nach denen Unternehmen aktuell suchen?

Hier sind die Top five:

  • Zuverlässigkeit (43 Prozent)
  • Teamwork-Fähigkeiten (33 Prozent)
  • Flexibilität (28 Prozent)
  • Identifikation mit dem Job (27 Prozent)
  • Problemlösefähigkeiten (21 Prozent)

#2 Virtuelles Recruiting: auf dem Vormarsch, aber es gibt wachsende Schwierigkeiten

Mit der Verlagerung zur Arbeit ins Homeoffice ist auch virtuelles Recruiting während der Pandemie unerlässlich geworden. Hier hat sich viel getan. Etwas mehr als jedes zweite Unternehmen (54 Prozent) führt inzwischen mindestens die Hälfte ihrer Kandidateninterviews und das Onboarding neuer Mitarbeiter virtuell durch. Bei fast jedem vierten Unternehmen (23 Prozent) liegt der Virtualisierungsgrad im Recruiting und Onboarding sogar schon bei mindestens 75 Prozent.

Trotz dieser hohen Zahlen sind nicht alle Unternehmen mit ihren virtuellen Recruitingprozessen gänzlich zufrieden. Diese auszubauen und zu optimieren, ist aus Sicht der Betriebe die zweitgrößte Herausforderung im Recruiting, der sie sich in 2021 stellen müssen.

#3 Beurteilung qualifizierter Kandidaten

Darüber hinaus tun sich Recruiter im virtuellen Umfeld mit der Identifizierung und Bewertung qualifizierter Kandidaten schwer. Besonders große Schwierigkeiten bereitet es ihnen, herauszufinden, ob Talente über den so genannten Cultural Fit verfügen, also eine perfekte Passung zum Unternehmen bieten.

57 Prozent der befragten Recruiter können über Videointerviews nur sehr schwer einschätzen, wie gut oder ob Kandidaten zum Unternehmen passen. 39 Prozent der Personalsuchenden sind sich auch gar nicht sicher, ob sie selbst per Remote-Schalte überhaupt angemessen vermitteln können, für welche Werte ihr Unternehmen als Arbeitgeber steht.

Strategien für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion

Für unsere Studie haben wir auch das Thema Diversity und Gleichberechtigung in den Unternehmen hinterfragt. Aus gutem Grund. Das Thema ist hochrelevant für die Gewinnung neuer Mitarbeiter und sollte somit ein Grundpfeiler einer guten Recruiting-Strategie sein. Aus der Kandidatenbefragung für unsere Studie ging klar hervor, dass immer mehr Talente nur oder eher bei einem Arbeitgeber arbeiten wollen, der das Thema Diversity und Gleichberechtigung ganz weit oben ansiedelt. Ein Hinweis auf die bestehenden Diversity-Maßnahmen im eigenen Unternehmen in der Stellenanzeige kann also den entscheidenden Ausschlag für eine Bewerbung geben.

Wobei Diversity und Gleichberechtigung nicht nur wichtige Faktoren sind, um Kandidaten zu begeistern. Auch Unternehmen profitieren von Maßnahmen, die die Vielfalt im Betrieb fördern:

  • Durch die stärkere Integration von Minderheiten in die Arbeitswelt steht Unternehmen ein wirksames Instrument zur Verfügung, bestehende Personalengpässe wirksam zu reduzieren.
  • Diverse Teams sind nachweislich kreativer, weil Herausforderungen von verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. So entstehen innovativere Lösungsansätze.

Hier zeigt unsere Studie, dass Arbeitgeber in Deutschland die Weichen in Richtung diverser Firmenkulturen immer stärker stellen. Rund 33 Prozent fördern gezielt eine diverse Zusammensetzung der Belegschaft, 42 Prozent haben sich die Chancengleichheit bei der Bezahlung von Kollegen auf die Agenda geschrieben und 26 Prozent fördern Kollegen mit diversem Hintergrund dabei, irgendwann einmal eine Führungsposition zu bekleiden. In mehr als jedem dritten Unternehmen steht außerdem der freie Meinungsaustausch ganz oben auf der Agenda.

Unser Fazit: Es geht aufwärts im Jahr 2021

Letztendlich zeigt unsere Studie, dass die Aussichten für das Recruiting neuer Mitarbeiter gut sind. Auch wenn es für Recruiter noch einiges zu tun gibt, so können wir uns doch insgesamt auf ein Jahr freuen, in dem es viele Chancen und Möglichkeiten gibt. Ein Jahr, in dem das virtuelle Recruiting weiterhin ausgebaut und optimiert wird und in dem mehr Flexibilität und Vielfalt in der Arbeitswelt herrscht. Wenn das keine guten Aussichten sind. Sie möchten mehr wissen? Dann laden Sie sich unsere Studie Monster Insights – der HR Report von Monster“ jetzt kostenlos herunter.